Susanne Weipert (39)
„Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ | Wedding
Eine Friedenstaube prangt auf einer Zeitschrift auf dem Schreibtisch. Doch die Welt ist derzeit alles andere als friedlich. „Und Deutschland exportiert in Spitzenzeiten Waffen in 141 von 193 Ländern“, weiß die Koordinatorin der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, einem Bündnis von über 100 Organisationen aus der Menschenrechts-, Friedens- und Entwicklungspolitik sowie Kirchen, welches sich gegen deutsche Rüstungsexporte engagiert. Denn deutsche Waffen werden auch in Kriegs- und Krisengebiete und an menschen- und völkerrechtsverletzende Staaten exportiert. Susanne Weipert, auch Referentin für Rüstungsexporte bei der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, beklagt fehlende Transparenz in der Politik. „Aktion Aufschrei“ fordert unter anderem ein Verbandsklagerecht, um Exportgenehmigungen auf Rechtmäßigkeit überprüfen zu können. Susanne Weipert, die eine Zeitlang für den Politiker Jan van Aken (Die Linke) arbeitete und in Erfurt Staatswissenschaften und Philosophie studierte, beschäftigte sich schon in ihrer Bachelorarbeit mit der deutschen Rüstungsexportpolitik. Aktuell bereitet sie Aktionen für den Internationalen Weltfriedenstag im September vor. Warum ihre Arbeit so wichtig ist, illustriert ein Zitat von John F. Kennedy an der Pinnwand: „Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“ www.aufschrei-waffenhandel.de