Basketball
Alba verstärkt sich am Brett
Abby Muse hat in ihren fünf Jahren an der Boise State University (USA) einen Abschluss als Master of Business Administration erreicht. Als neue Inside-Spielerin im Frauenteam von Alba Berlin qualifizieren die 1,90 Meter große 23-Jährige allerdings ihre Rebound- und Blockqualitäten sowie in der Offensive ihr leichtfüßiges, sicheres Spiel in Brettnähe. Ihr Vertrag geht über ein Jahr. Emily Kiser, schon seit einem Jahr bei Alba und Positionskollegin von Muse, verlängerte bis Ende der Spielzeit 2025/26. Für Albas Männerteam brachte die Auslosung zum BBL-Pokal eine gute und eine schlechte Nachricht. Zwar muss man erst im Achtelfinale im Wettbewerb eingreifen, und man hat dort am 18. oder 19. Oktober ein Heimspiel, doch dann wartet kein Geringerer als der Deutsche Vizemeister Ratiopharm Ulm auf das Berliner Team im großen Umbruch.
Die Mauer steht
Die Berlin Recycling Volleys sagen „Welkom!“ zu ihrem neuen Mittelblocker Jelle Bosma. Der 22-Jährige holte in den Niederlanden mit Draisma Dynamo Apeldoorn eine Meisterschaft, erreichte zweimal das Pokalfinale und spielte europäisch in der Qualifikation zur Champions League und im CEV Cup. „Jelle ist dynamisch, ambitioniert und hungrig. Für ihn wird es bei uns eine großartige Herausforderung und Chance sein“, so Volleys-Chefcoach Joel Banks, der auch Nationaltrainer der Niederlande ist. Bosma unterzeichnete für ein Jahr. Mit ihm ist der Kader der Berliner vollständig und reif für die nächste Bundesliga- und Champions-League-Kampagne. In der europäischen Königsklasse treffen die BR Volleys in der Gruppenphase auf den aktuellen CL-Champion Sir Sicoma Monini Perugia aus Italien, den tschechischen Meister VK Lvi Praha sowie einen noch auszuspielenden Qualifikanten. Bei den Frauen tritt der SC Potsdam wieder im CEV Challenge Cup an und wurde direkt in der Runde der letzten 32 gesetzt. Dort geht es in einem Hin- und Rückspiel entweder gegen Friso Sneek (Niederlande) oder CSM Lugoj (Rumänien). Zuerst auswärts zwischen dem 25. und 27. November, dann in Potsdam zwischen dem 2. und 4. Dezember.
Hitzige Debatte: Eastside gibt nicht auf
Nachdem der DTTB den Protest des TTC Berlin Eastside gegen die Wertung des Finalrückspiele in Weinheim– dort hatten fast 39 Grad in der Halle geherrscht – erwartungsgemäß aufgrund mangelnder Rechtsgrundlage als unzulässig abgewiesen hatte, gehen die Tischtennis-Rekordmeister der Frauen aus Berlin nun tatsächlich den ganzen Weg: Der Verein hat Einspruch gegen die Entscheidung beim DTTB-Sportgericht eingelegt. Ziel soll eine Wertung des Finale zugunsten von Eastside sein.
Football-Ticker
Beide Hauptstadt-Clubs aus der Nordstaffel der German Football League (GFL) mussten vergangenes Wochenende in den Süden reisen. Der amtierende Meister Potsdam Royals dominierte nach punktelosem Beginn seinen alten Rivalen Schwäbisch Hall Unicorns mit 28:7, die Berlin Rebels setzten sich in Völklingen bei den Saarland Hurricanes mit 35:22 durch. Hinter Nord-Primus Dresden Monarchs folgen Royals und Rebels auf den Plätzen zwei und drei. Am 26. Juli treffen beide Teams in Potsdam dann im direkten Duell aufeinander. In der European League of Football (EFL) hielten Berlin Thunder bei ihrem Heimspiel gegen das Überflieger-Team Nordic Storm eine Hälfte lang mit (20:20), doch dann setzte sich das Team aus Kopenhagen ab und siegte mit einem klaren 53:35. Berlin bleibt somit Nord-Dritter vor den Hamburg Sea Devils.
Thore Hammer-Hansen gewinnt Fürstenberg-Rennen
Beim Fürstenberg-Rennen am 20. Juli auf der Galopprennbahn Hoppegarten hat sich der fünfjährige Hengst Padre Palou mit seinem Jockey Thore Hammer-Hansen nach 2.400 Metern um Halseslänge gegen den Favoriten Ami de Vega unter Sandro de Paiva durchgesetzt. Das Toprennen des Tages vor 9.100 Zuschauern war mit 55.000 Euro dotiert.
Bronze für Triathleten
Bei der Mixed-Weltmeisterschaft in Hamburg haben zwei saarländische Athleten im Triathlon die Bronze-Medaille gewonnen. Tanja Neubert und Lasse Priester landeten als Teil der deutschen Staffel mit Lisa Tertsch und Henry Graf hinter Australien und Frankreich auf Platz drei. Mit einer Zeit von 1:16:59 Stunden landeten sie denkbar knapp mit lediglich vier Sekunden Abstand hinter dem französischen Team (1:16:55), das sich den zweiten Platz sicherte. Gewinner wurde Australien (1:16:52) mit einem ebenfalls knappen Vorsprung von drei Sekunden. Im Verlauf gab es mehrere Positionswechsel: Priester übernahm von der deutschen Startläuferin Lisa Tertsch auf Platz drei. Er übergab auf Platz zwei liegend an Neubert. Sie lag lange an Position zwei und kam als Dritte ins Ziel. Als letzter deutscher Athlet ging Henry Graf auf die Strecke und holte souverän die Medaille.
Mehr als nur Medaillen
Die Menschen in Deutschland bewerten den Leistungssport positiv und halten seine staatliche Förderung grundsätzlich für wichtig. Prestigeträchtige Ziele wie internationale Medaillenerfolge oder ein besseres Ansehen Deutschlands in der Welt gelten vielen dabei zwar als relevant, sind ihnen aber weniger wichtig als die Förderung von Effekten, die in die Gesellschaft hineinwirken.
Befragt nach den Zielen staatlicher Leistungssportförderung, halten 94 Prozent die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen für „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“, ebenso viele die Sicherstellung ethischen Verhaltens im Sport.
Auch die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (91 Prozent), die Stärkung leicht zugänglicher und günstiger Sportangebote (90 Prozent), die Einbindung benachteiligter Gruppen (89 Prozent) und die Vorbildwirkung von Athletinnen (88 Prozent) spielen hier für sehr viele Menschen eine wichtige Rolle. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine veröffentlichte Studie des Sinus-Instituts. Sie zeigt erstmals umfassend und differenziert, wie die deutsche Bevölkerung über Leistungssport und dessen staatliche Förderung denkt. Die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Athleten Deutschland im Frühsommer 2024 gemeinsam beauftragte Studie basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung von mehr als 1.500 Menschen.
Platz zwei und zehn
Das Triathlon-Team Saar hat beim zweiten Rennen in der 1. Bundesliga in Tübingen am Sonntag mit den Frauen den zweiten Platz belegt. Sieger wurde das Team Witten. Dritter wurde Hagen. Der Einzelsieg ging an Wittens Rachel Klamer. Für sie war es der erste Einzelsieg in der höchsten TriathlonLiga. Appoline Foltz vom Saar-Team wurde Zweite in der Einzelwertung.Die Männer des Teams Saar belegten den zehnten Platz. Der Sieg ging an Süßen, vor Neckarsulm und Berlin. Damit haben Süßen und Berlin jeweils 38 Punkte und stehen an der Spitze der Tabelle.
Tennis
Sieg für Boisson
Loïs Boisson hat das WTA-Tennis-Turnier am Hamburger Rothenbaum gewonnen. Die Französin schlug am Sonntag im Finale Vorjahressiegerin Anna Bondár aus Ungarn in zwei Sätzen. Mit 7:5, 6:3 setzte sich Boisson auf dem Center Court am Rothenbaum durch und feierte den ersten WTA-Turniersieg ihrer Karriere. Die 22-Jährige ist bislang eine der Überraschungsspielerinnen des Jahres. Bei den French Open war sie sensationell als erste Wildcard-Starterin der vergangenen 40 Jahre ins Halbfinale eingezogen, dann aber an der späteren Siegerin Coco Gauff gescheitert. Boisson, die dank einer Wildcard noch spät ins Hamburger Hauptfeld gerutscht war, darf sich über knapp 32.000 Euro Preisgeld und eine Kreuzfahrt des Turniersponsors freuen. Die Französin strahlte bei ihrer Siegerrede auf dem Center Court über das ganze Gesicht und endete mit einem „Danke“ auf Deutsch, was ihr viele Sympathien einbrachte. Die unterlegene Bondár kämpfte derweil mit den Tränen der Enttäuschung, zeigte sich aber als faire Verliererin: „Loïs, du hast unglaublich gespielt. Herzlichen Glückwunsch!“ Von den sieben deutschen Spielerinnen im Hauptfeld hatte es keine bis in das Viertelfinale geschafft. Wimbledon-Viertelfinalistin Laura Siegemund und die erkrankte Lokalmatadorin Eva Lys hatten ihre Starts in der Hansestadt kurzfristig abgesagt.