So also sieht er aus, der angekündigte Hitzesommer. Nun gut, nicht bei uns. Hierzulande herrscht in vielen Teilen Land unter. Dafür meldet die Türkei Hitzerekorde und Griechenland Waldbrände. Wer will da schon tauschen?
So richtig gute Nachrichten gibt es derzeit ohnehin nicht allzu viele. Selbst ein kurzer Blick auf Seiten und Portale, die Good News versprechen, geben da nicht allzu viel Überzeugendes her. Was nicht nur daran liegt, dass vielleicht noch Kolleginnen und Kollegen im wohlverdienten Urlaub sind.Dabei gibt es doch ab und zu was. Zum Beispiel: Die Zahl der Fahrradunfälle im Land ist zurückgegangen, es gab auch weniger Verletzte. Die Auswertung der Statistik zeigt: Die meisten Unfalle gab es tagsüber bei schönem Wetter im Frühling und Sommer. So gesehen hat also der derzeit ziemlich feuchte und kühle „Sommer“ vielleicht doch was Gutes. Warten wir mal die Zahlen ab.
Am Ende sind es vielleicht die einzigen guten Zahlen. Denn was sich ansonsten um uns herum zusammenbraut, taugt für alles, nur nicht für Good-News-Seiten, angefangen beim „Zoll-Deal“ bis zu dem, was sich vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe bei ZF abgezeichnet hat. Die Aussicht, dass wir dafür mehr Schützenpanzer bauen, zeigt vor allem, in welchen Zeiten wir leben. Jedenfalls drängt sich bei solchen Rahmenbedingungen wenig auf die Good-News-Seiten.
Dabei wird leicht übersehen, mit welchen Schritten sich das Saarland auf den Weg ins KI-Zeitalter macht. Wobei diesmal nicht die Rede von unseren international renommierten Instituten sein soll, deren tägliches Geschäft das ist, sondern von unser aller Tonnen, präziser: unseren Biotonnen. Die werden künftig von KI genau betrachtet, und wehe, da ist was drin, was nicht rein darf.
Eigentlich sollte die KI da ziemlich wenig zu tun haben. Schließlich haben wir ja alle jahrelang geübt, wie es richtig geht mit Mülltrennung. Biomüll in die Biotonne – und Altreifen in den Wald. Die lassen sich nämlich so schlecht in die Tonne quetschen. Womit sich die Suche nach Good News endgültig erledigt.