„Der Bergener“ ist ein abwechslungsreicher Weg durch unterschiedliche Wälder in Losheim am See. Nach ausgedehnter Waldwanderung stehen offene Wiesen- und Feldlandschaften mit wunderbaren Ausblicken und Ruhezonen auf dem Programm.
Zwischen Campingplatz und Reitsportanlage an der Girtenmühle starten wir am imposanten hölzernen Eingangsportal unsere Tour. Schnell haben wir den nahen Wald erreicht. Kurz danach überqueren wir über einen Holzsteg den Panzbach und kommen zu einer Wegspinne. Für einige Kilometer befinden sich der Fernwanderwanderweg Saar-Hunsrück-Steig und der „Bergener“ auf derselben Wegtrasse.
Im Wald folgen wir zunächst dem Wasser des Panzbachs, ehe wir nach links oben das schmale Tal verlassen, um die Ortsrandlage von Bergen mit einer Rastanlage direkt am Waldteich in der Bergener Straße zu erreichen.
Urwaldähnliche Landschaft
Entlang des Rotenbachs, mehrfach über Trittsteine, lassen wir den Rastplatz hinter uns. Wie ein Lindwurm schlängelt sich unser Weg teils über felsigen Untergrund, teils weichen Waldboden oder ein Geflecht von dünnem und dickem Wurzelwerk leicht bergan, immer in der Nähe des sprudelnden Rotenbachs.
Später wird der Rotenbach ein letztes Mal überquert, wir steigen weiter nach oben. Auf schattigem Waldweg und teilweise dichtem Baumbestand kommen wir zunächst zu einem alten Steinbruch mit Rastanlage. Von dort geht es bergab, zunächst im Wald, später entlang des Waldes. Bevor wir die L 373 zwischen Bergen und Scheiden überqueren, wird die Sicht frei bis nach Merzig und weiter ins Lothringer Stufenland. Im Abstieg, kurz vor der Straßenüberquerung, nutzen wir die Sinnenbank zur Rast.
Bevor wir wieder im Wald angekommen sind, erkennen wir rechter Hand einige Häuser und den Kirchturm von Bergen. Den Wald erreichen wir über einen Holzsteg. Zunächst bergab wandernd folgen wir dem teils schmalen Pfad in einem ständigen Bergauf-bergab, ehe wir an einer Sinnenbank oberhalb eines alten Steinbruchs ankommen. Von hier haben wir gute Sicht nach Merzig mit dem Wohngebiet auf dem Gipsberg.
Von der Sinnenbank schlängelt sich der Weg entlang der Abbruchkante des Steinbruchs nach unten. Dort angekommen folgen wir dem breiten Forstweg für wenige Meter nach rechts, überqueren den Metzenbach und wandern talwärts nach links entlang des Metzenbaches.
Später müssen wir den Bach überqueren, Trittbretter und kleine Holzstege führen durch eine urwaldähnliche Waldlandschaft, die wir bald wieder verlassen. Nun folgt eine längere Waldpassage. Der Waldweg geht fließend in einen Wiesenweg über, der später auf einem rötlich geschotterten Weg endet. An dieser Stelle teilen sich der Bergener und der Saar-Hunsrück-Steig.
Einkehr in einem Gasthaus
Wir folgen dem geschotterten Weg nach rechts. Unten im Tal, linker Hand, fließt der Losheimer Bach. Mal im Wald, mal durch Wiesen wandern wir weiter, am Hetzberg durchqueren wir ein kleines Waldstück, durchs Blätterwerk ist linker Hand ein kleiner Weiher erkennbar. Oben angekommen stehen abermals Sinnenbänke. Wir nutzen sie, um einen wunderbaren Blick über die bewaldeten Hügel des Umlandes zu genießen.
Nur wenige Meter vom Ausblick entfernt steht am Wegesrand eine kleine Kapelle, die in den Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges 1914/15 errichtet wurde. Über einen ausgedehnten Wiesenweg erreichen wir die ersten Häuser von Bergen. Bevor wir das Dorf wieder verlassen, besteht die Möglichkeit, im „Gasthaus Weins“ einzukehren.
Am Gasthaus führt der Weg ein kurzes Stück über eine Asphaltstraße. Dann sind wir wieder auf einem Wiesenweg unterwegs. Im Wald angekommen überqueren wir den Rotenbach, halten uns links und sind bald am Campingplatz an der Girtenmühle angekommen.