Radsport: Viele Zuschauer
Das große Interesse an der Tour de France 2025 mit den Erfolgen des Deutschen Florian Lipowitz hat der ARD einen Quotenrekord beschert. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei 13,5 Prozent im Ersten und war damit der beste Marktanteil aller Übertragungen seit 2015. Insgesamt 20,840 Millionen Menschen haben die Übertragungen mit einem Gesamtvolumen von rund 59 Stunden im Ersten verfolgt. Damit wurden 21,2 Prozent der Bevölkerung erreicht. Die durchschnittliche Sehbeteiligung lag bei 1,234 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. In der jungen Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) hat sich der Marktanteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und erreichte mit 13,8 Prozent ebenfalls einen neuen Bestwert für die Tour-Übertragungen seit 2015. Den höchsten Marktanteil einer Etappe seit 2015 erreichte am Samstag, 19. Juli, mit 21,5 Prozent die 14. (Gebirgs-)Etappe von Pau nach Luchon-Superbagnères bei 1,826 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und bis zu 27,8 Prozent Marktanteil in der Spitze. Einen Bestwert beim Marktanteil gab es für diese Etappe auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 25,7 Prozent – in der Spitze waren es sogar 31,3 Prozent. „Die Begeisterung rund um die diesjährige Tour de France der Männer war überwältigend – ein klares Zeichen für das wachsende Tour-Fieber in Deutschland. Einen großen Anteil daran hat sicherlich Senkrechtstarter Florian Lipowitz, aber ebenso unsere vielseitige Berichterstattung auf allen Ausspielwegen. Mein herzlicher Dank gilt unserem engagierten Tour-Team!“, erklärte Martin Grasmück, Intendant des Saarländischen Rundfunks, der für die ARD federführend die Berichterstattung verantwortet. „Jetzt hoffe ich auf eine ebenso starke Resonanz bei der Übertragung der Tour de France der Frauen, die am Samstag begonnen hat.“
Bronze für Priester
Auch wenn es nicht zum deutschen Meistertitel gereicht hat – Triathlet Lasse Nygaard Priester zählt zu den großen Siegern bei den „Finals“ in Dresden. Allein die Tatsache, dass der 29-Jährige überhaupt startete, ist ein kleines Wunder. Denn Priester hatte Ende April 2024 während eines Rennens in Chengdu (China) einen Herzinfarkt erlitten. Und das zunächst unerkannt. Nach einem schlechten Wettkampf absolvierte er noch drei weitere Triathlonrennen in Asien, erst dann folgte die Diagnose. Der Wahl-Saarländer machte daraufhin mehrere Monate komplett Pause, ehe er im Herbst des vergangenen Jahres langsam den Neustart wagte – mit beeindruckenden Ergebnissen. In Dresden, wo unter der gemeinsamen Marke „Finals 2025“ rund 3400 Athleten in 20 Sportarten um 133 deutsche Meistertitel kämpften, belegte er auf der Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen Rang drei. Den Sieg holte sich Henry Graf vor Jonas Osterholt. Auch wenn er dem Tod möglicherweise knapp entkommen war, macht sich Priester mittlerweile keine Sorgen. „Sonst würde ich auch nicht an den Start gehen. Du brauchst die Leichtigkeit im Kopf. Wenn du Angst hättest oder gehemmt wärst, dann würde das nicht klappen“, verriet er nach dem Rennen im ZDF.
HGS ganz stark
Drei freie Tage – das haben sich die Jungs von HG Saarlouis-Trainer Jörg Lützelberger mit ihrem Klasse-Auftritt beim Schweizer Erstligisten HSC Suhr Aarau verdient. Und auch, wenn es immer heißt, das Ergebnis ist in Testspielen zweitrangig: Gewinnen macht einfach viel mehr Spaß. Und das haben Tom Paetow und Co. in diesem Test mit 33:31 (19:13) belegt. „Ich habe einen starken Gegner gesehen, der uns vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt hat“, so Jörg Lützelberger nach der Partie. Bei seinen Jungs, so der durchaus zufrieden analysierende Saarlouiser Chef-Coach, habe er „Fortschritte in allen Phasen des Spiels“ gesehen, und auch wenn die Partie in der zweiten Spielhälfte „physischer“ geworden sei, habe sich die Mannschaft fokussiert dagegen gewehrt, dass das Spiel kippt. So sei der Abschluss der fünften Vorbereitungswoche sehr positiv ausgefallen. Ein Testspiel-Erfolg gegen einen sehr starken Gegner, der Selbstvertrauen bringt, und auch die Belohnung: drei trainingsfreie Tage.