Cottbus legt nach
Fast fünf Wochen lang spielte Dynamo-Verteidiger Dennis Duah beim FC Energie Cottbus vor – und konnte dabei überzeugen. Daher verständigten sich die Lausitzer mit der SGD nun auf ein einjähriges Leihgeschäft.
Bei der Spieltags-Pressekonferenz berichtete Trainer Claus-Dieter Wollitz von einem „sehr reibungslosen“ Transfer. Das dürfte vor allem damit zusammenhängen, dass Duah beim Zweitliga-Aufsteiger trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags keine Rolle mehr spielte. Schon in der kompletten letzten Saison blieb der 21-jährige Innenverteidiger ohne Einsatz und stand seit Mitte Dezember auch nicht mehr im Kader. Selbst im Landespokal wurde der Abwehrspieler nicht eingesetzt, nachdem er erst im vergangenen Sommer aus der zweiten Mannschaft des Hamburger SV verpflichtet worden war. Dort kam Duah 78 Mal in der Regionalliga zum Einsatz – bei einem Tor und vier Vorlagen. Bei Energie ist der 21-Jährige der zehnte externe Neuzugang und eine Alternative zu Dennis Slamar, Tim Campulka und Nyamekye Awortwie-Grant im Abwehrzentrum. „Er bringt Parameter mit, die im modernen Fußball außergewöhnlich sind“, sagte Wollitz und meinte damit das hohe Tempo des Abwehrspielers, der über 35 km/h laufen könne.
Homburg nur remis
Lange sah der Südwest-Regionalligist FC Homburg am Samstag beim Auftaktspiel gegen den KSV Hessen Kassel wie der sichere Sieger aus. Doch am Ende mussten sich die Grün-Weißen mit einem Unentschieden zum Start der neuen Saison zufriedengeben. Bereits in der zehnten Minute belohnte sich der FCH vor 1650 Zuschauerinnen und Zuschauern für seine starke Anfangsphase. Nach einem langen Ball von Torhüter Michael Gelt war Markus Mendler frei durch, behielt die Übersicht und legte im Strafraum quer auf Stürmer Oliver Kovacic, der ohne Probleme zum 1:0 einschieben konnte. Danach hatten die Grün-Weißen viele Chancen, nutzten sie aber nicht. Das sollte sich rächen. Benjamin Girth erzielte nach 76 Minuten den Ausgleich.
Regionalliga: Aufstiegsreform 2025
Die Diskussionen um eine mögliche Regionalliga-Reform werden immer lauter.
Sämtliche Vereine der Regionalliga Südwest sowie Vereine aus der 3. Liga und den drei Südwest-Oberligen Rheinland-Pfalz/Saar, Hessen und Baden-Württemberg haben sich in Karlsruhe zu einem Dialog getroffen, bei dem das von der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ angestoßene Thema der Neustrukturierung der Regionalliga Kernthema war.
Während Hessen Kassel bereits am darauffolgenden Donnerstag ein Zeichen setzte und als erster Südwest-Club der Reform-Initiative beitrat, ist die Zustimmung der weiteren Südwest-Teams verhalten: „Der offene und partnerschaftliche Austausch zeigte deutlich, dass sowohl die Vereine als auch die Liga mit der bestehenden Struktur der Regionalliga Südwest sehr zufrieden sind. Für diese konnte daher auch kein aktueller Reformbedarf festgestellt werden“, hieß es dort eindeutig. Schließlich steigt der Südwest-Meister jedes Jahr direkt auf.
Trotz der geringen Bereitschaft einer Reform machten die Vertreter auch klar, sich nicht abschotten zu wollen, wenn es tatsächlich zu einer Anpassung der Ligenstruktur käme. „Gleichzeitig signalisierten die anwesenden Vertreter jedoch Bereitschaft, sich aktiv in einen möglichen überregionalen Dialog einzubringen.
Die Regionalliga Südwest wird sich daher an einer eventuellen bundesweiten Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Ligenstruktur beteiligen“, hieß es in der Stellungnahme der Regionalliga Südwest GmbH weiter.
Bisher haben sich bereits 41 Teams der unter dem Motto „Meister müssen aufsteigen“ gebildeten Initiative „Aufstiegsreform 2025“ angeschlossen. Über die Änderungen gibt es verschiedene Varianten, über die die Regionalliga-Verbände bisher keinen Konsens finden konnten.