Machbare Pokal-Lose
Am Wochenende 8./9. November starten die Volleyballer in ihren DVV-Pokalwettbewerb. Dabei hat Serienmeister Berlin Recycling Volleys ein günstiges Los gezogen. Zwar muss man auswärts antreten, sollte allerdings gegen den Regionalpokalsieger aus dem Süden oder Südosten weiterkommen. Frauen-Bundesligist SC Potsdam bekam härtere Konkurrenz zugeteilt. Am 8. November reisen sie zu Erstligaaufsteiger Skurios Volleys Borken. Mit dabei ist dann auch Neuzugang Whitney McEwan aus den USA. Die 25-Jährige wechselt aus Israel von Maccabi Ashdod an den Potsdamer Luftschiffhafen. „Whitney McEwan ist eine athletische und dynamische Mittelblockerin, die unserem Spiel im Angriff und Block zusätzliche Stabilität geben wird“, war SCP-Geschäftsführer Eugen Benzel des Lobes voll.
Kippt die ELF?
Die Footballteams der Hauptstadtregion waren vergangene Woche zwar spielfrei, doch in der European League of Football rumort es. Einige Teams sollen große finanzielle Schwierigkeiten haben. ELF-Commissioner Patrick „Coach“ Esume kündigte zuletzt seinen Rückzug zum Saisonende an. Für Esume gibt es „unüberbrückbare Differenzen bezüglich der Führung und finanziellen Gestaltung der ELF mit deren Geschäftsführer Zeljko Karajica.“ 2020 hatten Esume und Karajica zusammen die Liga gegründet. Nun der nächste Knall: Auch Karajica zieht sich zum Ende der ELF-Spielzeit zurück. Parallel gibt es mit der European Football Alliance (EFA) eine Verbands-Neugründung, die bereits attraktiv für einige ELF-Franchises ist, die bei ihrer jetzigen Liga strukturelle Reformen, wirtschaftliche Fairness und Transparenz vermissen. Der amtierende ELF-Meister Rhein Fire ist bereits Mitglied, aber auch ELF-Neuling und Topteam Nordic Storm aus Kopenhagen.
Basketball: Alba für NBA Europe gesetzt?
Die Basketballer von Alba Berlin treten in dieser Spielzeit international erstmals seit Langem nicht mehr in der Euroleague oder dem Eurocup an, sondern in der vom europäischen Verband FIBA Europe veranstalteten Basketball Champions League (BCL). Doch wenn sich bewahrheitet, was der renommierte US-Sportjournalist Bill Simmons in seinem jüngsten Podcast als praktisch sicher darstellt, dann ist die BCL nur eine kurze Zwischenstation für die Hauptstädter auf dem Weg in den Europa-Ableger der National Basketball Association (NBA) ab der Spielzeit 2026/27. NBA-Commissioner Adam Silver sei in intensiven Gesprächen mit großen Basketball- und Fußballclubs. Man werde wohl mit acht bis zehn Teams starten. In London strebe man Partnerschaften mit Fußballclubs wie Chelsea, Arsenal oder Tottenham an. Spanische Vertreter würden Real Madrid und der FC Barcelona. Aus Italien sei AC Mailand dabei, aus Frankreich Paris Saint-Germain, aus Griechenland entweder Panathinaikos Athen oder Olympiakos Piräus. Und ebenso gesetzt sei: Alba Berlin. Simmons, der lange Jahre bei ESPN tätig war, gilt als exzellent informierter NBA-Analyst. Ihm zufolge verzichtet die Liga auf Expansion innerhalb der USA und will sich internationale Märkte erschließen. Zu den gesetzten Standorten könnten noch ASVEL Villeurbanne (Besitzer ist Ex-NBA-Star Tony Parker), die Istanbuler Vereine Fenerbahce und Galatasaray, der Fußballclub Manchester City und ein Team aus Israel hinzustoßen. Im Berliner Hier und Jetzt wischt Alba-Sportdirektor Himar Ojeda weiter feucht im Kader durch. So einigten sich Forward Louis Olinde (27), der fünf Jahre für die Berliner auflief, und der Club auf eine Vertragsauflösung. Neu an Bord ist hingegen Moses Wood. Der 26-Jährige kommt vom Farmteam des NBA-Clubs Phoenix Suns für eine Saison an die Spree. „Er ist ein spielintelligenter Power Forward, der einen guten Wurf hat, physisch ist und verteidigen kann“, so Ojeda.