Die Landhaus Seniorenwohngemeinschaft in Thüringen denkt die Pflege auf dem Land neu. Mit einem innovativen Wohnmodell, das eine Zukunft ermöglicht, wie sie sich die wenigsten auch noch im Alter zu erträumen wagen. Die bisherigen Häuser sind erst der Anfang.
Es gibt Orte, die atmen Geschichte und Hoffnung zugleich. Dort, wo sanfte Hügel den Horizont zeichnen, frische Landluft den Alltag umschmeichelt und Natur den Takt des Lebens bestimmt, entstehen in Thüringen seit geraumer Zeit Pflegewohnkonzepte, die mehr sind als ein Dach über dem Kopf. Die Landhaus Seniorenwohngemeinschaft steht sinnbildlich für eine neue Generation von Pflegeeinrichtungen – ausgesprochen naturnah, nachhaltig und zutiefst menschlich. Hier ist ein Platz, der Alt und Jung, Mensch und Natur, Tradition und Moderne in einem harmonischen Miteinander vereint.
Ein zukunftsweisendes Konzept inmitten idyllischer Landschaften – klingt in der Theorie zu schön, um wahr zu sein. Also wie geht das, beziehungsweise, wie sieht es konkret aus? Was 2022 in Berlstedt seinen Anfang nahm, wächst seither mit Herzblut und einer klaren Vision: Über 17 Landhaus-Wohngemeinschaften sollen bis 2027 das Bild des ländlichen Thüringens prägen, gar verschönern. In Orten wie Elxleben, Pölzig oder Isseroda reihen sich die modernen Landhäuser wie Perlen an einer Kette – jedes für sich ein Ort der Geborgenheit, jedes eingebettet in die sanfte Weite des Umlandes. Hier finden Seniorinnen und Senioren, unabhängig von Pflegegrad oder persönlicher Lebensgeschichte, ein Zuhause, das weit mehr bietet als Pflege, sondern auch Raum für Individualität, für Nähe und für das gute Gefühl, auch im Alter noch einmal angekommen zu sein. Denn das muss auch jenseits der Lebensmitte kein Wunschtraum bleiben.
Ein Gefühl von Zuhause durch das besondere Miteinander
Mit maximal 55 Pflegeplätzen – überwiegend in komfortablen Einzelzimmern und wenigen Partnerzimmern – bleiben die Häuser bewusst überschaubar. Diese familiäre Atmosphäre ist kein Zufall, sondern gelebtes Prinzip. Ergänzt wird das Angebot an einigen Standorten durch Apartments für betreutes Wohnen, was einen weiteren Baustein für ein Leben in Sicherheit und Würde und ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit bedeutet.
Weil hier alles ganz nah am Puls der Zeit entsteht, wird auf Nachhaltigkeit gebaut. Die Architektur gestaltet sich naturnah. Es entstehen nicht nur neue Gebäude, sondern ein Zuhause mit Seele. Von außen bezaubern die Landhäuser in moderner Holzbauweise, gestaltet im zeitgemäßen Landhausstil, mit hellen Fassaden, freundlichen Fenstern und Gärten, die Bienen, Vögel und Menschen gleichermaßen willkommen heißen. Im Inneren erwarten die Bewohner lichtdurchflutete Räume, warme Materialien und Details, die Wohlbehagen schaffen – vom gemütlichen Café über sonnige Innenhöfe bis hin zu lauschigen Sitzecken im Freien.
„Unsere Häuser wachsen nicht einfach auf Betonfundamenten“, heißt es bei der Landhausgruppe. „Sie wachsen dort, wo der Boden nahrhaft ist, wo Wurzeln Halt finden und Licht frei strahlen darf.“ Diese Philosophie ist nicht nur poetisch, sondern auch baubiologisch fundiert: Kurze Lieferwege, nachwachsende Rohstoffe und eine DGNB-zertifizierte nachhaltige Bauweise machen die Landhäuser zu einem Musterbeispiel für verantwortungsvolles Bauen.
Im Zentrum steht bei all dem der Mensch. Die Pflege ist so individuell wie ihre Bewohner: von Langzeitpflege bis Kurzzeit- oder Verhinderungspflege, von Therapieoptionen bis zur engen Kooperation mit Ärzten und Therapeuten vor Ort – das Betreuungskonzept ist vielseitig, kompetent und geprägt von Herzlichkeit und hat eines im Blick: den Menschen, der die Pflege benötigt. „Bei uns kennt jeder jeden“, sagt Natalie Wedemeyer, eine der ersten Residenzleiterinnen. „Das Miteinander ist das Besondere. Es fühlt sich einfach wie Zuhause an.“
Integration der Bewohner in das Gemeindeleben
Wie sehr dieses Konzept im Alltag trägt, zeigt sich in persönlichen Geschichten – wie jener von Herrn Michel, einem Bewohner des Landhauses Elxlebener Hof. „Zu Hause wurde das alte Haus einfach zu groß, und die Wendeltreppe war zunehmend eine Stolperfalle“, erzählt er. Die Entscheidung für den Umzug fiel dennoch nicht leicht – bis er den Teich direkt am Haus und den angrenzenden Park sah. „Die Umgebung hier ist einfach wunderschön. Und für meine Tochter ist es nicht weit – das war uns beiden wichtig.“
Heute genießt Herr Michel die Ruhe und das helle, geräumige Zimmer, das er sein Eigen nennt. Zwei große Spaziergänge am Tag sind ihm heilig, ebenso wie das regelmäßige Baden – ein Genuss, den er sich früher zu Hause kaum noch gönnen konnte. „Das ist mein kleines Highlight – einfach wieder entspannt baden zu können.“ Im Alltag schätzt er besonders das zugewandte Personal. „Alle hier sind sehr bemüht und geben ihr Bestes – das merkt man.“
Natürlich gab es auch Anlaufphasen: „Am Anfang musste ich erst Vertrauen fassen. Aber mittlerweile fühle ich mich wirklich rundum wohl.“ Mit einem Schmunzeln ergänzt er: „Manche Mitbewohner haben so ihre Eigenheiten – da braucht es manchmal etwas Geduld. Aber das gehört wohl dazu.“
Besonders wichtig an allen Standorten der Landhaus Seniorenwohngemeinschaft ist auch die Integration in das Gemeindeleben: Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und Vereinen sorgen dafür, dass die Häuser keine Inseln sind, sondern lebendige Teile der Dorfgemeinschaft. Feste, Ausflüge und Begegnungen mit Nachbarn sind Teil des Alltags – Momente voller Lebensfreude und
Lachen. Man trifft sich und kennt sich tatsächlich.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Landhäuser mehr als ein Job. „Es ist ein echter Neuanfang“, so Pre-Opening-Manager Tommaso Sleiter. „Hier kann man mitgestalten, Ideen einbringen und Teil eines starken Teams werden.“ Viele der Fachkräfte stammen direkt aus der Region – ein Gewinn nicht nur für das Haus, sondern für die gesamte Gemeinschaft. So entstehen neben neuen Arbeitsplätzen auch Perspektiven nicht nur beruflicher Natur und ein Netzwerk, das das ländliche Thüringen stärkt.
Für heute, morgen und folgende Generationen
Ein weiteres Landhaus entsteht derzeit im hessischen Schenklengsfeld. Inmitten der sanften Höhenzüge der Rhön, in einem Ort mit gewachsener Struktur und einer älter werdenden Bevölkerung, entsteht ein Haus, das anders als an den anderen Landhaus-Standorten ambulant-betreutes Wohnen anbieten wird. 52 Apartments, erbaut aus Holz statt Beton, mit Blick auf Umwelt, Mensch und Zukunft. Hier verbindet sich Nachhaltigkeit mit Stil, Pflege mit Wärme, Architektur mit Seele.
Wer hierzu mehr erfahren möchte, ist eingeladen, die Landhausgruppe und ihre Vision einmal persönlich kennenzulernen – sei es bei gezielten Veranstaltungen oder auch fernab davon zu jeder Zeit nach Terminabsprache. Investoren und Interessierte erhalten Einblicke, erleben Begegnungen und die Möglichkeit, Teil eines Projektes zu werden, das Heimat schafft: für heute, morgen und Generationen, die folgen.