Ausstellung
Wichtiger Widerstand
Zum Jahrestag der Kundgebung „Nie zu Hitler!“ Ende August 1934 wird die Ausstellung „Nie zu Hitler! Die antifaschistische Einheitsfront-Kundgebung“ in Sulzbach Station machen. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Dienstag, 26. August, 19.30 Uhr, im Salzbrunnenhaus. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Am 26. August 1934 führte die Einheitsfront aus SPD und KPD im Saargebiet die größte antifaschistische Kundgebung, die zwischen 1933 und 1945 auf deutschem Boden stattfand, in Sulzbach am ehemaligen Reichsbannerheim durch. Diese Veranstaltung war aus Sicht der Einheitsfront der Höhepunkt in ihrem Kampf gegen die Rückgliederung des Saargebietes an Deutschland unter Hitler. Die Stadt Sulzbach nimmt dieses Datum zum Anlass, die Ausstellung „Nie zu Hitler!“ der Stiftung Demokratie Saarland im Salzbrunnenhaus zu zeigen.
Die historischen Hintergründe der Veranstaltung, deren Verlauf, die Hauptakteure der Veranstaltung, die historischen Folgen, aber auch die Gegenseite „Deutsche Front“ mit ihrer Kundgebung am gleichen Tag auf dem Koblenzer Ehrenbreitstein sind Gegenstand dieser Ausstellung mit rund 30 Informationstafeln. Zusammengestellt und konzipiert wurde die Ausstellung von Joachim Heinz.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland, einer Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung, die Vorträge, Seminare, Ausstellungen und Exkursionen zu politisch-gesellschaftlichen und historischen Themen organisiert. Außerdem möchte sie mit ihren aktuell acht Wanderausstellungen zur Verbreitung demokratischer Ideen beitragen und das staatliche und gesellschaftliche Engagement der Bürger fördern.
Die Ausstellung kann außerhalb der Vernissage in Abstimmung mit dem Kulturamt besucht werden. Anmeldung per Mail kultur@stadt-sulzbach.de oder Tel.: 06897 508 521.
Kulturverführung vom 22. August 2025
Musik: Der aus Norddeutschland stammende und in Sulzbach lebende Liedermacher Wolfgang Winkler, der Reinhard May von der Saar sozusagen, lädt ein und feiert sich. Er macht seit Jahr und Tag Lieder über sein Leben, daher heißt sein aktuelles Programm „Curriculum Vitae“. Rosenmontag 1960 stand er erstmals singend auf einer Bühne. Wer es übertrieben, gar eitel findet, das 65. Jubiläum auszurufen, dem sage ich: Ja, fände ich auch, aber man bedenke, 2020 war Corona, was man schon vergessen haben möchte. „Liedermacher Wolfgang Winkler – Curriculum Vitae“, Samstag, 30. August, 19.30 Uhr, Eintritt frei, Salzbrunnenhaus, Auf der Schmelz, 66280 Sulzbach
Literaturclub: Kommune lässt sich mit Wohngemeinschaft oder auch mit Kollektiv beschreiben. Wir begeben uns mit dieser Vokabel wohl ins linke Spektrum. Ausgerufen wird der „Club Commune“, ein gemeinsames Literaturprojekt des kulturellen und politischen Zentrums commune und der Heinrich-Böll-Stiftung Saar, der grünen politischen Stiftung im Saarland. Jeden letzten Donnerstag im Monat bereitet man „politische und gesellschaftskritische Belletristik vor und lädt ein, mehr darüber zu erfahren und sich auszutauschen“. Elfriede Jelineks Roman „Die Liebhaberinnen“ erschien 1975, zu einer Zeit, als Frauen von einem Ehemann meist wirtschaftlich abhängig waren. Ist der Roman veraltet? „Club Commune: Elfriede Jelinek – Die Liebhaberinnen“, Donnerstag, 28. August, 18 bis 20 Uhr, Teilnahme mit E-Mail-Anmeldung: projekt@commune.gmbh commune Futterstraße 4, 66111 Saarbrücken, https://boell-saar.de
Kunst und mehr: Im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler wird die Rathausstraße zur Kunstmeile. Kunstschaffende zeigen ihre Werke in elf Räumlichkeiten. Außerdem finden Workshops und Weinprobe, Lesungen und Konzerte sowie Gesundheitsvorträge statt. Sie können sich am 5. September von 16 bis 19 Uhr im 3Kant, Bahnhofstraße 1a, beteiligen, indem Sie Eierkartons spenden. Gebastelt wird an einem Guinness-Buch-der-Rekorde-Eintrag. „ARThausstraße“, Ausstellungszeitraum bis 14. September in Gebäuden der Rathausstraße und angrenzend in 66125 SB-Dudweiler, www.arthausstrasse.de
Kunst: Die Homburger Innenstadt wird zur Kunstmeile. Künstler zeigen unter freiem Himmel ihre Werke, und einige werden auch vor Ort arbeiten, an Mitmachstationen können auch Sie aktiv werden. Was gibt es zu sehen und zu erleben? Malerei und Bildhauerei, Porträtzeichnung, Karikatur, Fotografie, Objekt- und Textilkunst sowie Schmuck, Holzkunst und Performance. Das nenne ich Vielfalt. „ARTmosphäre“, Samstag, 30. August, 10 bis 17 Uhr, Homburger Innenstadt, www.homburg.de Michaela Auinger