Gohlisch verlängert
Alba-Aufbauspielerin Lena Gohlisch hat schon mehrfach mit ihrem Karriereende geflirtet. Verständlich, steht sie doch sonst als Ärztin voll im Berufsleben. Doch nun hat sich die 31-Jährige entschlossen, doch noch ein weiteres Jahr bei den DBBL-Champs von 2024 dranzuhängen. Sie geht damit schon in ihre siebte Saison bei Alba Berlin. Nicht mehr dabei ist allerdings Forward Lucy Reuß. Sie war als 17-jährige Jugendnationalspielerin zum Club gestoßen, machte alle Aufstiege seit der 2. Regionalliga mit und holte mit Gohlisch 2024 die deutsche Meisterschaft. In der vergangenen Saison war sie nach einer Knie-OP allerdings nur noch Rollenspielerin, keine Stammspielerin mehr. Nach elf Jahren bei Alba und im Alter von 28 Jahren beendete die gebürtige Stuttgarterin nun ihre Profi-Karriere.
Eastside scheitert erneut
Auch vor dem Sportgericht des Deutschen Tischtennis-Bundes war den Verantwortlichen von Frauen-Bundesligist TTC Berlin Eastside kein Glück beschieden beim Versuch, statt der 0:6-Niederlage im zweiten Finalspiel eine Neuansetzung oder gar einen Sieg am grünen Tisch zugesprochen zu bekommen. Eastside hatte die seiner Ansicht zu hohen Temperaturen in der Halle als Grund angegeben und Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Anders als der europäische Verband ETTU hat der DTTB nur Regeln gegen zu kalte Spielorte, nicht zu heiße. Daher lehnte nun auch das DTTB-Sportgericht als Zweitinstanz den Antrag ab. Dem Rekordmeister bleibt nur noch der Weg vors Bundesgericht.
Punktespektakel zum Schluss
Die gute Nachricht für die ELF-Footballer von Berlin Thunder ist: Ihre Saison ist vorbei. Und schlechter kann es auch nicht mehr werden. Am 17. August empfingen sie den Tabellenletzten der European League of Football North, die Hamburg Sea Devils. Ein Viertel lang waren Thunder das bessere Team, doch sie gaben die beiden folgenden Abschnitte ab, konnten das letzte Viertel nur ausgeglichen gestalten.
Immerhin sahen die 500 Fans im Preußenstadion in der Summe 100 Punkte beim 44:56 (16:7, 7:21, 7:14, 14:14).
Die Hamburger gaben so die rote Laterne noch an Thunder ab, verpassten aber ebenfalls die Play-offs. Für die Berliner geht damit eine absolut enttäuschende Saison zu Ende.
In der German Football League hatten die Potsdam Royals tags zuvor ein Heimspiel gegen den starken Südclub Ravensburg Razorbacks.
Nach verlorenem ersten Viertel brachte ein spektakulärer 26:0-Offensivausbruch die Wende und war vorentscheidend für den letztlich ungefährdeten 46:20-Sieg der Royals. Die Berlin Rebels waren spielfrei. Die Spitze der GFL Nord blieb unverändert: Dresden Monarchs vor Potsdam Royals und Berlin Rebels.
Volleyball
SCP-Kader füllt sich
Bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam schließen sich die Lücken in der Personaldecke weiter. So steht dem neuen ChefCoach Stefano Micoli nun ein Co-Trainer zur Seite: der 38-jährige Grieche Argyris Antifakos. Er fungierte unter anderem drei Jahre als Co-Trainer des griechischen Nationalteams, war aber auch bei Clubs in der Schweiz, Ungarn, Finnland und natürlich Griechenland tätig. Zuletzt scoutete er für die tschechische Nationalmannschaft. Nach der WM in Thailand wird er im September zum Team stoßen. Dann trifft er auch auf die neue Diagonalangreiferin des SCP. Gloria Mutiri ist in der Bundesliga keine Unbekannte, denn die 25-jährige US-Amerikanerin lief schon in der Saison 2023/24 beim Liga-Konkurrenten USC Münster auf und kommt nun nach einer Spielzeit beim Schweizer Meister und Pokalsieger Viteos NUC aus Neuchâtel nach Potsdam. Mutiri gilt als teamorientiert, spielintelligent und aufschlagstark. In Angriff und Block stellt ihre Athletik ein großes Plus dar.
Schwerer Unfall
Beim Renntag in Güdingen hat Sean Byrne mit der sechsjährigen Stute „Aguna“ den höchstdotierten Preis über 15.000 Euro gewonnen. Auf Rang zwei folgte Kevin Braye mit „Diamond Gold“. Bei den Trabfahrten setzte sich Marisa Bock mit zwei Siegen an die Spitze. Insgesamt standen sechs Galopp- sowie drei Trabrennen auf dem Programm. Im fünften Rennen kam es zu einer längeren Unterbrechung: Die Tschechin Eliska Fialkova stürzte in der ersten Kurve nach einer Kollision mit einem Konkurrenten. Dabei zog sie sich einen Schlüsselbeinbruch sowie eine Fraktur eines Brustwirbels zu.
Harter Schnitt
Eine Auseinandersetzung zwischen dem Radsport-Weltverband UCI und mehreren Rennställen überschattet die Tour de Romandie der Frauen. Weil sie sich weigerten, an einem geplanten Testlauf für GPS-Chips mitzumachen, verwehrte die UCI beim Auftakt-Bergzeitfahren von Huémoz nach Villars-sur-Ollon den Fahrerinnen von fünf Teams den Start und disqualifizierte sie. Darunter ist mit Canyon-SRAM und der Polin Katarzyna Niewiadoma, 2024 Gewinnerin der Tour de France Femmes, auch eine der Favoritinnen auf den Gesamtsieg. 30 der 93 gemeldeten Fahrerinnen werden damit nicht an den Start gehen.
Ärger beim Verband
Die Vertragsauflösung von Landestrainerin Lena Barthel in der saarländischen Leichtathletik sorgt für Empörung. Mehrere Vereine, darunter auch die Konkurrenten LC Rehlingen und GO! Saar 05, setzten sich öffentlich für die Trainerin ein. Die Kündigung hat scharfe Kritik am Präsidium des Verbands hervorgerufen und wird nicht als Einzelfall, sondern als Symptom tieferliegender struktureller Probleme gewertet. Insbesondere die fehlende Transparenz der Entscheidungsprozesse und die mangelnde Kommunikation werden kritisiert. Unterstützer Barthels verlangen eine fachlich nachvollziehbare Begründung und fordern eine offene Debatte über die Verbandsführung.
Saarländer triumphieren im Allgäu
Die Männer des Hylo Team Saar haben das vierte von fünf Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga gewonnen. Beim Wettkampf im Allgäu setzten sie sich vor Tri Post Trier und dem Team aus Süßen durch. Auf der Sprintdistanz belegte Saar-Athlet Lasse Priester in 54:38 Minuten den zweiten Platz – nur sechs Sekunden hinter Sieger Jem Aurelien aus Neckarsulm. Bei den Frauen dominierte die TG Witten und liegt nach vier Saisonrennen mit 79 Punkten bereits elf Zähler vor dem Verfolgerteam Viernheim/Saar.
Handball
Neuer Kapitän
Er ist nicht nur „eine ganz wichtige Säule dieser Mannschaft“ (Daniel Altmeyer), sondern auch im Verein hat er ganz viel Verantwortung übernommen im Bereich der Jugendarbeit. Zuletzt wurde er bei der alljährlichen Wahl der HBL zum Jugendtrainer der Saison von einer hochkarätig besetzten Jury mit dem dritten Platz ausgezeichnet. In der am 23. August beginnenden neuen Spielzeit ist Tom Paetow Kapitän des Teams des Handball-Drittligisten. Als Führungsspieler im Team ist der Halbbruder von Marko Grgić aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken und den nötigen Ehrgeiz hat er da natürlich auch. Er will mit der Mannschaft wieder eine Klasse höher und hat seinen Trainer Jörg Lützelberger ebenso überzeugt. „Tom hat seine Führungsqualitäten in den zurückliegenden Saisons bereits unter Beweis gestellt. Er hat große Ambitionen, sich selbst und die Mannschaft täglich weiterzuentwickeln, kennt zudem den Verein und die Stadt so gut wie kein anderer Spieler unseres Teams. Er wird ein guter Anführer und Repräsentant sein.“ Am vergangenen Wochenende unterlag die HGS im letzten Vorbereitungsspiel in Konstanz. Das erste Saisonspiel findet an diesem Samstag um 19.30 Uhr gegen den Longericher SC in der heimischen Stadtgartenhalle statt.