Grade frisch aus dem Urlaub zurück, schnell noch erste Einkäufe. Und siehe da, das erste Gebäck mit vorweihnachtlicher Anmutung strahlt uns schon an. Mitten im August. Die Zeit rast immer schneller.
Die üblichen Bildungsdebatten zum Schulstart hatten wir auch etwas vorgezogen. Die Passagen mit den gegenseitigen Vorwürfen, eine „ideologische“ Schulpolitik zu betreiben, können wir getrost überspringen. 1. sind sie nicht neu. 2. Wenn jede Seite nur „ideologisch“ drauf ist, dann hebt sich das gegenseitig wieder auf. 3. ist die Aussagekraft überschaubar. 4. Wir haben ein paar ernsthafte Probleme.
Die Zahl der Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen – auch aus einheimischen Familien – und mit unterentwickelter Motorik nennt selbst die Ministerin „dramatisch“.
Maßnahmen wie verpflichtende Untersuchungen und Förderangebote zu einem frühen Zeitpunkt sind nötig und überfällig. (s. auch Bericht S. 46/47). Dass dabei auch das grundgesetzliche Erziehungsrecht der Eltern in den Blick gerät, unterstreicht den Ernst.
Studien beschäftigen sich schon länger mit den Gründen. Es gibt nicht die eine Ursache, aber es lassen sich doch einige Grundzüge ausmachen.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Empfehlungen zu strengen Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien vorgelegt. Unter anderem wird mehr Kontrolle durch die Eltern empfohlen. Was die auch über ihr eigenes Smartphone steuern können, quasi Fernwartung der Kinder mit allen hilfreichen Apps. Der Blick kann auf dem Bildschirm bleiben. Supervorbildhaft in einer schier unentrinnbaren Spirale.
Apropos Vorbild: Ulrich Commerçon hat Recht mit dem Hinweis: Wenn Kinder „Vorbilder“ erleben, die den neuen Trends anhängen wie Regeln brechen, alles schlechtreden und andere runtermachen, der darf sich nicht wundern.
Wir sollten mal über Tests und Untersuchungen der „Vorbilder“ reden, mit verpflichtenden „Fördermaßnahmen“, was grundlegende Basics betrifft wie einen anständigen zivilisierten Umgang und die Einhaltung von so paar kleinen Grundregeln.
Klingt danach, dass uns vorgeschrieben wird, was man darf und was nicht? Stimmt. Denn wenn wir nicht ein paar Regeln verlässlich einhalten, fliegt uns der Laden um die Ohren. Das lernen Kinder schon in der Schule.