Kritik am Bienen-Boom
Die zunehmende private Haltung von Honigbienen ist nach Ansicht des Naturschutzbundes Nabu nicht unproblematisch. „Die private Bienenhaltung ist in den letzten 20 Jahren stark angestiegen“, sagt die Nabu-Referentin für Biodiversität, Laura Breitkreuz. „Viele Menschen verwechseln die Haltung von Honigbienen mit Naturschutz.“ Demnach tragen die Tiere zwar zur Bestäubung bei, können aber unter Umständen auch ein Problem für wildlebende Bienen darstellen. Die Sprecherin ruft dazu auf, sich vor der Anschaffung eines Bienenvolks bewusst zu machen, was das eigentliche Ziel sei. „Privatpersonen sollten sich erst einmal fragen: Wollen wir Honig produzieren oder wollen wir etwas für die Umwelt tun?“ Wer Honig gewinnen wolle, solle zusätzlich Maßnahmen zum Schutz der Natur ergreifen. Wer hingegen etwas für die Umwelt tun wolle, habe dafür auch andere Möglichkeiten. „Wer sich ein Bienenvolk in den Kleingarten stellt, der sollte auch dafür sorgen, dass es mehr Blüten in der Umgebung gibt“, führt sie weiter aus. Andernfalls entstehe zusätzliche Konkurrenz um Pollen und Nektar mit Wildbienen und anderen Insekten. Der Deutsche Imkerbund sieht dagegen keine grundsätzliche Konkurrenz zwischen Honigbienen und Wildbienen. (dpa)
QR-Codes vor dem Scannen prüfen
„Quishing“ bedeutet nichts anderes als Phishing per QR-Code. Beim Quishing generieren Betrüger QR-Codes, die auf gefälschte Websites weiterleiten. Wer dort seine Anmeldedaten eintippt, gefährdet nicht nur die Log-in-Daten, sondern mit Pech auch das eigene Konto, warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB). Doch Quishing kommt nicht ganz ohne Warnsignale. Und das fängt schon direkt bei der Zahlungsmethode an. Generell sollten die auf der Plattform angebotenen Zahlungsmethoden verwendet werden. Besteht jemand darauf, die Zahlung außerhalb der Plattform abzuwickeln, sollten die Alarmglocken läuten. Doch trügerische QR-Codes werden nicht nur verschickt, sondern oft auch auf der Straße verteilt. Gefälschte QR-Codes können etwa in Verkehrsmitteln, an Parkautomaten oder sogar auf unechten Strafzetteln lauern, so die VZB. Generell empfiehlt die Verbraucherzentrale: QR-Codes mit unbekannter Herkunft sollten zur Sicherheit nie eingescannt werden. (dpa)
Drei Buchstaben reduzieren den TV-Kabelsalat
Dank ARC lässt sich Ton in beide Richtungen übers HDMI-Kabel übertragen. ARC ist die Abkürzung für Audio Return Channel, also Audiorückkanal, und ist im HDMI-Standard seit Version 1.4 integriert. HDMI steht übrigens für High Definition Multimedia Interface. Der Standard ermöglicht es Geräten, also etwa einem Fernseher, Audiosignale von einem Zuspieler zu empfangen und Audiosignale über dasselbe Kabel auch wieder zurückzusenden. Der Vorteil: Man spart sich die Audiokabel. HDMI ARC unterstützt Audioformate wie Dolby Digital und DTS:X; aber natürlich müssen die verbundenen Geräte kompatibel sein, also HDMI 1.4 unterstützen. So lassen sich mit wenigen HDMI-Kabeln ganze Bild- und Ton-Übertragungsbrücken bauen: Beispielsweise vom Fernseher aus zum AV-Receiver, an dem etwa ein Blu-Ray-Player oder auch eine Streaming-Box angeschlossen ist. (dpa)
Israel
Solidaritätsbesuch
Als Zeichen der Solidarität mit den Angehörigen hat die israelische Hollywood-Schauspielerin Gal Gadot (40) den „Platz der Geiseln“ in Tel Aviv besucht. Auf einem Video des Forums der Geiselfamilien war zu sehen, wie Gadot („Wonder Woman 1984“, „Schneewittchen“) die Ehefrau einer Geisel tröstete. Gadot sprach auch mit Einav Zangauker, deren Sohn Matan ebenfalls seit fast zwei Jahren in der Gewalt der islamistischen Hamas ist. Zangauker gilt als eine der lautesten Stimmen im Protest gegen das Vorgehen der Regierung von Benjamin Netanjahu im Gaza-Krieg und mit Blick auf die Geiseln. Anlass des Besuchs war ein Tag von Streiks und Protestaktionen. Gadot hat sich nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gazakrieg solidarisch mit Israel und den Geiseln gezeigt. Dafür kritisierten sie propalästinensische Aktivisten, es gab auch Aufrufe zum Boykott ihrer Filme. (dpa)