Kultband
40 Ärzte-Songtexte
„Die Ärzte kommen aus Berlin (aus Berlin!), wurden 1982 gegründet und sind seitdem einigermaßen erfolgreich im gesamten deutschsprachigen Raum. Anderswo lernt man mit ihren Texten Deutsch. (Na gut, nicht mit allen.)“ So fasst der Reclam-Verlag zusammen, warum er eines seiner kleinen gelben Heftchen mit 40 Songtexten der Band gefüllt hat – Texten aus Berlin, natürlich. Wer es also noch einmal Schwarz auf Gelb braucht: Die Ärzte – bereits „Die beste Band der Welt“ – sind auch ganz offiziell Klassiker im deutschen Kulturkanon. Gerade noch so zu Lebzeiten versammelt diese Universal-Bibliothek-Ausgabe sprachprägende, wortschöpfende, wichtige, freigeistige, manchmal verblüffend staatstragende Werke der Band. Und etliche lustige, randständige, offenherzige und -hosige, absurd-verspielte. Kurz: einmal quer durch den ganz normalen Die-Ärzte-Kosmos, kuratiert und kommentiert von einem profunden Kenner von Mensch und Material: Michael Loesl. Er arbeitet als freier Kulturjournalist, der vom „Playboy“ bis zum „Rolling Stone“ für etliche Kulturpublikationen und Feuilletons geschrieben und Die Ärzte zu zahlreichen Interviews getroffen hat. „Kein Thema scheint unerschöpflicher zu sein als die Liebe“, schreibt Michael Loesl.
„Die ärzte – 40 Songtexte aus Berlin“, Reclam, 122 Seiten, 8 Euro.
Licht im Schloss
Licht steht bis zum 2. November im Zentrum der Ausstellung „Lumen“ im Schloss Biesdorf – als Sonnen- oder Kunstlicht, technologische Innovation oder atmosphärisches Moment. Die Ausstellung vereint 30 facettenreiche künstlerische Handschriften aus den Niederlanden und Deutschland. Die künstlerischen Positionen zeigen ein außerordentlich vielgestaltiges Spektrum an unterschiedlichen Medien und Sichtweisen in Malerei, Fotografie, ortsbezogenen Installationen, Videoarbeiten oder Performances. „Lumen“ leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet „Licht“ oder „Öffnung“. In der Physik steht das Kürzel „lm“ für die Einheit des sichtbaren Lichtstroms, in der Anatomie bezeichnet es den Innenraum eines Gefäßes – ein Bild für Durchlässigkeit. Das Thema der Ausstellung knüpft in besonderer Weise an den Ausstellungsort an: Die Villa im Berliner Osten war die Sommerresidenz von Werner Siemens, einem der maßgeblichen Wegbereiter der Elektrifizierung im 19. Jahrhundert.
Info: www.schlossbiesdorf.de
Kulturverführung vom 5. September 2025
Konzert: Nachts sind erstens alle Katzen grau und ist zweitens der Mensch nicht gern alleine. Die Weisheiten der Sprichwörter und des Schlagers bleiben ewige Wahrheiten. Kein Wunder, dass Götz Alsmann auf seinem neuen Album sowie in seinem aktuellen Programm die Nacht besingt. Dazu greift er auf erlesene Preziosen der Schlagergeschichte zurück, auf melancholische wie humorvolle Glanzstücke von 1910 bis 1965. Götz Alsmann wurde im Mai mit dem WDR-Jazzpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit 40 Jahren prägt er als Musiker, Entertainer und Moderator den WDR und die deutsche Musiklandschaft – stets mit ansteckender Leidenschaft für den Jazz. Am 12. und 13. Oktober präsentiert er mit seiner Band in Berlin sein neues Programm „Bei Nacht“. Die Wühlmäuse, Pommernallee 2-4, 14052 Berlin, Informationen und Karten: www.wuehlmaeuse.de
Kunst: „Kunst am Katzengraben“ geht in die dritte Runde. Am Samstag, 20. September, und Sonntag, 21. September, werden im Waschhaus Köpenick Kunstwerke von 39 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Die Ausstellung umfasst Werke aus den Bereichen Collage, Streetart, Stencil, Acrylmalerei, Strick- und Häkelkunst, Aquarell, Illustration, Pouring und Fotografie. Dazu gibt es Verkaufsstände, an denen Kunst für zu Hause gekauft werden kann. Das Ganze wird an beiden Tagen mit Live-Musik begleitet. Geöffnet ist samstags von 15 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr. Waschhaus Köpenick, Katzengraben 19, 12555 Berlin, der Eintritt ist frei.
Theater: 23 Menschen sind es jedes Jahr weltweit, die während einer Reise mit einem Kreuzfahrtschiff verschwinden. Noch nie ist jemand zurückgekommen. Bis Anouk wieder auftaucht. Der Polizeipsychologe Martin Schwartz muss sofort an Bord des Kreuzfahrtschiffs kommen, von dem vor fünf Jahren sein Sohn verschwand. Doch nun soll es neue Hinweise geben: 3.000 Passagiere, ein traumatisiertes Mädchen, ein zutiefst verstörter Polizeipsychologe – und ein Mörder auf der Jagd. Dieses von Thriller-Autor Sebastian Fitzek ersonnene Szenario bringt das Berliner Kriminal Theater am 18. und 26. September sowie am 10. und 24. Oktober auf die Bühne. Berliner Kriminal Theater, Palisadenstraße 48, 10243 Berlin, Karten und Informationen: www.kriminaltheater.de
Literatur: Die Nordischen Botschaften in Berlin laden in ihrer neuen Ausstellung „Klein, aber groß“ in die farbenfrohe und poetische Bilderwelt nordischer Kinderliteratur ein. In einer einzigartigen Zusammenstellung werden bis zum 5. Oktober Werke von 13 Illustratorinnen und Illustratoren aus Dänemark, Finnland, den Färöern, Grönland, Island, Norwegen, Schweden und Åland gezeigt. Nordische Botschaften – Felleshus/Gemeinschaftshaus, Rauchstraße 10787 Berlin, Eintritt frei, Informationen: www.nordischebotschaften.org Martin Rolshausen