BFC & Co. weiter
Die Topfavoriten aus der Regionalliga Nordost gaben sich in der dritte Runde des Berliner Landespokalwettbewerbs am vergangenen Wochenende keine Blöße. Bereits am Freitagabend setzte sich die VSG Altglienicke beim zwei Klassen tiefer spielenden Türkspor mit 3:0 durch – J. Manske (2) und Roßbach erzielten die Treffer auf der Sportanlage am Heckerdamm. Tags darauf folgten der VSG zwei weitere der insgesamt vier Regionalligisten im Wettbewerb in die Runde der letzten 16. Der BFC Dynamo setzte sich beim FSV Berolina Stralau (Foto) mit 3:1 durch (Tore: Reincke, Knesevic, Fritzsche – Welch) und bescherte dem Landesligisten dabei eine Kulisse von immerhin 650 Zuschauern. Der BFC Preussen machte es beim 8:1 gegen den SV Empor (Berlin-Liga) deutlich – Gouano (3) erzielte seine ersten Pflichtspieltore, dazu trafen Breitkreuz, Adekunle (je zwei) und Fontein für die Lankwitzer, Appiah gelang der Ehrentreffer für den SVE. Am Sonntag erreichte auch Hertha 03 mit einem 6:1 beim Bezirksligisten Grünauer BC das Achtelfinale.
Union-Frauen verlieren
In der Frauen-Bundesliga hat der 1. FC Union am 6. Spieltag eine 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln hinnehmen müssen und ist mit weiterhin sieben Punkten auf Rang acht abgerutscht. Sophie Weidauer (7.) hatte Union dabei zunächst in Führung gebracht, doch die Kölnerinnen drehten das Ergebnis noch vor der Pause. Am Sonntag empfangen die Köpenickerinnen nun RB Leipzig. Viktoria Berlin wartet als Neuling weiter auf den ersten Sieg – am sechsten Spieltag trennten sie sich im Heimspiel von Tabellenführer SC Sand 1:1, obwohl Eunice Beckmann (3.) früh die Führung gelungen war. Mit fünf Punkten bleiben die Himmelblauen so weiter auf dem drittletzten Rang. In der Regionalliga Nordost gaben die Frauen von Hertha BSC nach dem 1:1 (Tor: Haesler) beim 1. FC Magdeburg Platz eins an Carl Zeiss Jena II ab, der 1. FC Union II schloss durch ein 3:0 (Tore: Reichenbach, Okoro, Laidler) gegen Hansa Rostock nach Punkten zu Hertha auf. Türkiyemspors Frauen mussten dagegen beim 1:3 (Tor: Hartmann) gegen Leipzig-Süd den zweiten Dämpfer in Folge verzeichnen.
Ein Außenseiter weiter
An den drei Pokal-Tagen der dritten Runde setzte sich nur ein Außenseiter durch: Landesligist FC Internationale mit 3:2 gegen den Frohnauer SC. Nieto (2) und Henrich Paya waren für die Schöneberger erfolgreich, Ryberg und Rindermann trafen für den FSC. Nur auf dem Papier galt hingegen Bezirksligist Delay Sports gegen SF Charlottenburg-Wilmersdorf (Landesliga) als Underdog, das 5:0 offenbarte die hohe Qualität im Kader. Drei Oberligisten hielten sich dazu schadlos: der SV Sparta siegte beim TSV Rudow 2:1 (Tore: Brinkmann, Gampe – Bähr), SD Croatia beim SC Charlottenburg 3:1 (Tore: Uzuner, El Alaoui, Brecht – Onyemaobi) und der SV Tasmania 4:1 (Tore: Kaiser, Yajima, Magalhaes, Grigoriadis – Wobeser) beim SFC Stern 1900. Über 90 Minuten hatte hingegen der Berliner AK nicht immer die Kontrolle bei den Berliner Amateuren (7. Liga), am Ende reichte es jedoch zu einem 5:4-Sieg.
Regionalliga
Hertha II mit 0:6-Pleite
Das Pokal-Wochenende wurde von nicht teilnehmenden beziehungsweise bereits ausgeschiedenen Mannschaften genutzt, um Nachholspiele oder vorgezogene Partien auszutragen. Ein böses Erwachen gab es dabei in der Regionalliga Nordost für Hertha BSC II in Magdeburg – im Duell der „Reserven“ unterlagen die Schützlinge von Trainer Rejhan Hasanovic dem 1. FCM II mit 0:6. Die Bubis warten somit seit nun neun Spielen auf den zweiten Dreier der Saison und sind inzwischen mit neun Punkten auf Rang 14 gefährlich nah an die Abstiegszone abgerutscht. In der NOFV-Oberliga Nord bestritten Spitzenreiter FC Hansa Rostock II und TuS Makkabi (Rang drei) in einer vorgezogenen Partie vom 14. Spieltag ein Topspiel. Die Berliner erwischten den besseren Start, denn Soumahs Doppelpack sorgte für eine 2:0-Pausenführung – Hansas Anschlusstreffer konterte Stahl dann in der Nachspielzeit zum 3:1-Erfolg Makkabis. In der Berlin-Liga setzte sich dazu Polar Pinguin in einem Nachholspiel mit 3:1 (Tore: Sondermann, Matt, Will – Ngah) beim Berliner SC durch.
RWE wächst
Rot-Weiss Essen wächst weiter und hat nun die Marke von 14.000 Mitgliedern überschritten. Exakt 14.010 Fans zählen aktuell zur rot-weissen Familie – damit hat sich die Mitgliederzahl seit Februar 2022, als RWE sein 7.000. Mitglied begrüßte, in rund dreieinhalb Jahren verdoppelt.
Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer spricht von einer insgesamt „absolut positiven“ Entwicklung: „Wir haben wichtige Schritte zur Stabilisierung und Weiterentwicklung unternommen und freuen uns über das stetig wachsende Vertrauen unserer Mitglieder.“ Die zunehmende Unterstützung sei laut Pfeifer nicht nur ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft, sondern auch ein Beitrag zur finanziellen Stabilität des Vereins, etwa für Jugendförderung und Infrastrukturmaßnahmen. Sportlich war der Club nach dem Aufstieg in die 3. Liga im Mai 2022 in den vergangenen drei Spielzeiten auf den Tabellenplätzen 15, 7 und 8 vertreten. Zudem gewann RWE dreimal in Folge den Niederrheinpokal (2023 bis 2025).
Pyro-Strafen
Weil Fans Pyrotechnik abgebrannt hatten, sind Hansa Rostock und der 1. FC Saarbrücken vom DFB-Sportgericht jeweils mit Geldstrafen belegt worden.
3.150 Euro muss die Kogge zahlen, nachdem Anhänger beim Auswärtsspiel in Osnabrück am 14. September neun Rauchkörper gezündet hatten. Der FCS ist mit 2.450 Euro zur Kasse gebeten worden. Damit ahndete der DFB das Zünden von sieben bengalischen Fackeln bei der Partie gegen Ulm am 16. September.
Beide Clubs können bis zu einem Drittel der Geldstrafe für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. In der Strafentabelle der laufenden Serie liegt die Kogge mit einer Gesamtsumme von 11.005 Euro weiterhin auf Platz drei, der FCS rückt mit 3.500 Euro auf Platz sieben vor.
Frauen
Remis im Topspiel
Im siebten Regionalligaspiel verließen die Frauen des 1. FC Saarbrücken erstmals nicht als Siegerinnen den Platz. Im St. Ingberter Betzental-Stadion gab es gegen Gastgeber SV Elversberg ein 2:2 (1:1)-Remis. Die Elversbergerinnen konnten die beiden Gäste-Führungen jeweils schnell ausgleicheen. Trotz der ersten Punktverluste im siebten Spiel bleiben die Fußball-Frauen des 1. FC Saarbrücken in der Tabelle der Regionalliga Südwest ganz vorne. Die Gäste gingen durch Michelle Reifenberg (8.) und Lara Martin (75.) zweimal in Führung, die Gastgeberinnen kamen jedes Mal schnell zum Ausgleich. Zunächst traf Ina Keller in der 17. Minute zum 1:1, Rachel Kirps war es dann, die in der 80. Minute den zweiten Ausgleich und damit den Endstand herstellte. „Es war klar, dass wir auch mal ohne einen Dreier den Platz verlassen, heute war das der Fall, weil wir nach unseren beiden Führungstoren Fehler gemacht haben, die sie ausnutzten. Wir sind weiter ungeschlagen, das war uns heute wichtig“, sagte Trainer Taifour Diane nach dem Spiel.
Dritter Sieg in Folge
Der FC Homburg hat mit einer frühen Führung und einer späten Entscheidung den dritten Sieg in Folge eingefahren. Die Saarländer gewannen am Freitagabend mit 3:1 gegen den FSV Frankfurt. Dabei gingen die Saarländer bereits früh in Führung. Ken Mata erzielte in der zehnten Spielminute den ersten Treffer für den FCH. Und das war gleichzeitig der Halbzeitstand. Die restlichen drei Tore fielen in der zweiten Spielhälfte. Zunächst gaben die Homburger in der 68. Minute die lange Führung aus der Hand. Corvin Bock traf für Frankfurt zum 1:1-Ausgleich. Doch der FCH fand nur wenig später eine Antwort. Wieder war es Mata, der die Führung für die Saarländer zurückeroberte. Er traf in der 80. Minute zum 2:1. Den Schlusspunkt setzte Armend Qenaj in der ersten Nachspiel-Minute und veredelte den Sieg der Homburger zum 3:1-Endstand. „Wir haben gegen einen guten Gegner mit richtig starken Spielern gut gegen den Ball gearbeitet“, lobte auch FCH-Trainer Roland Seitz: „Ärgerlich, dass wir uns dann das Leben wieder schwer machen. Was super war, dass die Mannschaft nach dem 1:1 nicht zusammengefallen ist und sich wieder aufgerafft hat. Und dass die Einwechselspieler wie schon seit Wochen geliefert haben“, sagte Trainer Roland Seitz.