Potsdam Royals wieder Meister
Die zweifellos beiden besten Football-Mannschaften Deutschlands standen sich im schon 46. GFL Bowl, dem Meisterschafts-Endspiel, im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion gegenüber. 20.000 Fans sahen am 11. Oktober den Gastgeber Dresden Monarchs und den amtierenden Champion Potsdam Royals bis zehn Minuten vor Schluss beim Stand von 23:23 absolut auf Augenhöhe. Doch dann erzielten die Potsdamer einen Touchdown und ein Field Goal zum 33:23-Endstand und krönten sich so zum dritten Mal zum Deutschen Meister.
Füchse-Serie hält
Die Füchse haben wettbewerbsübergreifend ihre Siegesserie auf acht Spiele in Folge ausgebaut.
Am 9. Oktober wurde es allerdings sehr dramatisch. Sehr lange lagen die Berliner in ihrem Champions-League-Heimspiel gegen Dinamo Bukarest (Rumänien) im Hintertreffen, gingen dann in Führung, Bukarest glich aus. Die Schlusssirene ertönte. Doch die Schiedsrichter sahen sich die letzte Szene noch einmal im Videobeweis an. Mit Erfolg: Abwehr durch den Kreis, Siebenmeter. Tobias Grøndahl verwandelte ihn zum 32:31-Sieg. Drei Tage danach an selber Stelle viel weniger Drama. In der Handball-Bundesliga setzten sich die Berliner locker und leicht gegen GWD Minden mit 42:27 durch.
Trotz-Reaktion
In der Champions League Hockey verloren die Eisbären am 7. Oktober daheim gegen Frölunda Göteborg mit 1:4 – die insgesamt vierte Pleite im fünften CHL-Spiel. In der DEL betrieb der Deutsche Meister erfolgreich Wiedergutmachung.
Bei den Löwen Frankfurt ging es am 10. Oktober sehr eng zu, doch im Penaltyschießen erlöste Liam Kirk die Berliner mit seinem Treffer zum 3:2-Endstand. Zwei Tage danach in Berlin hieß der Gegner Nürnberg Ice Tigers, und auch hier konnten sich die Eisbären knapp mit 3:2 durchsetzen und rangierten mit diesem vierten Erfolg in Serie auf DEL-Rang fünf.
Nemesis Waspo
Die Wasserfreunde Spandau 04 sind wieder einmal an Waspo Hannover gescheitert. Im Finale des Wasserball-Supercups am 11. Oktober in Hannover unterlagen sie den Niedersachsen denkbar knapp mit 10:14.
Der OSC Potsdam verlor das Bronze-Match gegen den ASC Duisburg mit 12:24.
Basketball
Gebrauchte Woche
Am 8. Oktober starteten Alba Berlins Männer in den für sie neuen Wettbewerb, die Champions League. Gegner in der Uber Arena war Élan Chalon aus Frankreich, das gerade sehr überraschend den französischen Meister und Euroleague-Finalisten AS Monaco geschlagen hatte. Lange waren die Berliner gut in der Spur und führten verdient zur Halbzeit mit acht Punkten. Im dritten Viertel hingegen trat Alba wieder wie gegen Trier auf: Ballverluste auch ob der jetzt physischeren Spielweise der Franzosen und Fehlwürfen en masse. Auch 27 Zähler von Rejean „Boogie“ Ellis reichten nicht, sodass Chalon mit 81:76 die Punkte aus Berlin mitnahm. Drei Tage später in der BBL mussten die Albatrosse in die stets unangenehme, hitzige Atmosphäre der Würzburger „Turnhölle“, der Tectake Arena. Würzburg verteidigte hart, nutzte viele Defensivschnitzer der Berliner zu leichten Körben. Alba hielt voll dagegen, zog jedoch nach einigen Ballverlusten und vergebenen Freiwürfen kurz vor Schluss mit 92:96 den Kürzeren. Albas Frauenteam musste vergangene Woche zwei Niederlagen einstecken. Die erste am Grünen Tisch. Nachdem die Bahn der Berlinerinnen auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Osnabrück nicht ankam, entschied die Ligaleitung auf 0:20-Spielwertung gegen Alba und eine Ordnungsstrafe. Auf dem Parkett traf Alba am 12. Oktober in der Sömmeringhalle ersatzgeschwächt auf die Eigner Angels Nördlingen. In einer stets umkämpften Partie war am Ende das Team aus dem bayerischen Landkreis Donau-Ries etwas glücklicher und gewann 66:64.
Platz drei für Philipp
Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii ist Titelverteidigerin Laura Philipp Dritte geworden. Die 38-jährige Triathletin hatte nach knapp 3,9 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und gut 42 Kilometern Laufen einen Rückstand von neun Minuten auf Siegerin Solveig Løvseth aus Norwegen. Zweite wurde Katrina Matthews aus Großbritannien. Der Ironman-Wettbewerb der Herren fand bereits vor etwa einem Monat statt. Im kommenden Jahr starten Männer und Frauen wieder gemeinsam.
Erfolg für die Royals
Die Basketballerinnen der Saarlouis Royals haben am Sonntag in Hannover einen Auswärtssieg gefeiert. Die Saarländerinnen setzten sich denkbar knapp mit 75:74 durch. Nach dem ersten Viertel lagen sie mit 22:20 vorne. Im zweiten Viertel, das 11:16 aus Saarlouiser Sicht endete, übernahm jedoch Hannover die Führung. So ging es mit einem 33:36 in die Halbzeit. Den dritten Durchgang sicherten sich erneut die Royals (22:18). Durch ein 20:20 im letzten Viertel machten die Saarlouiserinnen den Sieg in einer spannenden Schlussphase schließlich perfekt. Sie sind nach drei Spieltagen aktuell Tabellenführer.
Richtige Reaktion
Es war die „richtige Reaktion“, die Handball-Drittligist HG Saarlouis am Samstagabend beim 33:23 (17:11)-Heimsieg vor der bisherigen Saison-Rekordkulisse von 1.415 Zuschauern in der Stadtgartenhalle zeigte. Dabei brachte die Mannschaft all das, was Teamkapitän Tom Paetow vor der Partie gegen den TV Kirchzell angekündigt hatte, auch auf die Platte: „bedingungslosen Einsatz, Kampf und handballerische Qualität“. Mit dem vierten Sieg im vierten Heimspiel holte sich die HGS zudem die Tabellenführung zurück. Zwei Akteure ragten aus der insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung an diesem Abend heraus: Torhüter Daniel Schlingmann zeigte sich von seiner allerbesten Seite, parierte am Ende insgesamt 14 Bälle (davon 1x7 Meter). Und Yves Kunkel zeigte sich äußerst treffsicher und steuerte zwölf Tore zum letztlich ungefährdeten Heimsieg bei.
Tennis
Siegreiche Rückkehr
Angelique Kerber hatte ihre aktive Tenniskarriere nach den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr beendet – am Sonntag hat die dreifache Grand-Slam-Siegerin ihrer Erfolgsliste nun noch einen weiteren Titel hinzugefügt. Die 37-Jährige gewann das Finale der Luxemburg Ladies Masters gegen Alizé Cornet mit 1:6, 6:4, 10:7. Beim Show-Turnier trafen über vier Tage ehemalige Top-Spielerinnen aufeinander. Die Deutsche hatte schon vor der Partie um die Unterstützung des Publikums gebeten, der „Tank sei nicht mehr ganz voll“. Endspiel-Gegnerin Cornet hatte ihre Karriere offiziell erst vor drei Wochen beendet, war also beinahe noch voll im Training. Diesen Vorteil spielte die Französin im ersten Satz recht deutlich aus. Kerber kam im ersten Durchgang nicht richtig in die Partie – die ehemalige Weltranglistenerste nutzte das und sicherte sich mit 6:1 den ersten Satz. In der Folge zeigte Kerber, die erst vor vier Monaten ihr zweites Kind zur Welt brachte, dann die Mentalität, die sie während ihrer aktiven Karriere unter anderem zu drei Grand-Slam-Erfolgen getrieben hatte. Grand-Slam-Siegerin Kerber ist zum zweiten Mal Mutter geworden.