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WAS MACHT EIGENTLICH...

Bereits 2011 bekam Shakira ihren Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
Foto: IMAGO / Dreamstime

Shakira?

Nach der Jahrtausendwende wurde sie mit Titeln wie „Whenever, Wherever“ zum Weltstar. Die 48-Jährige, die auch als Schauspielerin und Synchronsprecherin tätig ist, kooperiert heute meist mit lateinamerikanischen Künstlern und erhielt dafür 2025 einen Grammy.

Bevor Shakira Anfang des Jahrtausends die Weltbühne eroberte, war sie in der lateinamerikanischen Musikwelt bereits ein Star. Für ihr Album „Pies Descalzos“ gewann sie 1997 den Billboard Latin Music Award und die Preise für das beste Video und als beste Newcomerin. 1998 wurde sie als „Best Latin Artist“ und 1999 als „Best Female Pop-Artist“ ausgezeichnet. Noch vor dem internationalen Durchbruch mit überwiegend englischsprachigen Titeln erhielt sie für ihr Album „MTV Unplugged“ 2001 ihren ersten Grammy in der Kategorie „Best Latin Pop Album“. 2006 und 2018 folgten Album-Grammy zwei und drei. Vor wenigen Monaten erst konnte Shakira sich über den vierten „Best Latin Pop“-Grammy für ihr Album „Las Mujeres Ya No Lloran“ („Frauen weinen nicht mehr“) freuen. Viele weitere Auszeichnungen, wie etwa allein ein Dutzend Latin Grammys, dokumentieren ihre beeindruckenden Erfolge als lateinamerikanische Künstlerin. In jüngerer Zeit zu nennen wären hier auch noch der MTV Video Music Award in der Kategorie „Best Collaboration“ für ihren 2023 gemeinsam mit der kubanischen Sängerin Karol G veröffentlichten Song „TQG“. Fast zeitgleich erhielt sie noch den „Michael Jackson Video Vanguard Award“ und drei weitere Latin Grammys. 

Sieben Jahre dauernde Pause

Shakira bei der Met Gala 2025
Shakira bei der Met Gala 2025 - Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Ihr nach siebenjähriger Pause Ende 2024 veröffentlichtes Album „Las Mujeres Ya No Lloran“, eine Art musikalische Aufarbeitung ihrer 2022 beendeten Beziehung zu Fußballstar Gerard Piqué, hat Shakira auch auf einer großen Tournee durch Lateinamerika präsentiert. Ein Konzert im peruanischen Lima musste sie allerdings im Februar 2025 kurzfristig absagen, weil sie wegen Unterleibsschmerzen in die Notaufnahme eingewiesen wurde. Ihre neuen 16 spanischsprachigen Songs vereinen Electrobeat, Reggaeton, Balladen und mexikanische Countrymusik: „Mit dem Schreiben jedes Songs habe ich mich selbst wieder aufgebaut“, sagte sie der dpa. Offenbar blickt Shakira nun nach einer negativen Lebensphase wieder zuversichtlich nach vorn. „Ich hatte das Gefühl, dass da noch etwas war, was mir im Hals steckte und raus musste.“ 

Trotz ihrer musikalischen Erfolge war es nämlich für Shakira in den vergangenen Jahren nicht immer rund gelaufen. Sie litt stark unter der Trennung von Fußballstar Gerard Piqué, dem Vater ihrer beiden Kinder: „Ich hatte das Gefühl, dass ich ein Loch in der Brust hatte und die Leute durch mich hindurchsehen konnten“, bekannte sie im Musikmagazin „Rolling Stone“. Hinzu kam, dass sie die seit 2018 erhobenen Vorwürfe der Steuerhinterziehung stark belasteten. Erst im November 2023 bekannte sie sich schuldig, zahlte ihre Steuern nach und einigte sich mit den spanischen Steuerbehörden auf eine Geldstrafe von 7,3 Millionen Euro. „Es war verrückt, mit wie vielen Dingen ich mich gleichzeitig beschäftigen musste“, kommentierte Shakira kürzlich diese dunklen Kapitel ihres Lebens.

Mitte Mai konnte die Sängerin dann ihre mehrwöchige Tour durch Nordamerika starten, wo sie sich an ihrem neuen Wohnort Miami mit ihren beiden Kindern Milan (12) und Sasha (10) seit einigen Jahren „pudelwohl“ fühlt. Obwohl sie schon mehrfach zugegeben hat, dass sie „weiterhin von Männern begeistert“ ist und einer Affäre nicht abgeneigt sei, hat sie offenbar wenig Interesse an einer neuen festen Beziehung. 

Sie habe einfach derzeit „wenig Platz für einen Mann“. Ihr Hauptinteresse gehört heute ihren beiden Kindern: Ihr „emotionales und psychisches Wohlbefinden“ habe „Priorität“, sagte sie im Vorjahr dem „Spiegel“.

Mehr als 100 Millionen Alben

Schon als Kind schrieb Shakira Texte in ihrer Muttersprache Spanisch und tut dies bis heute noch bei einem Großteil ihrer Songs, die inhaltlich und poetisch deutlich stärker sind als ihre englischsprachigen, für die sie anfangs öfter auf ein Reimlexikon zurückgreifen musste. „Es ist kein Problem, auf Englisch eine Pizza zu bestellen oder einem Anwalt Anweisungen zu geben, aber ein Liebeslied in einer erlernten Sprache zu schreiben, ist ein schwieriger Job“, bekennt die Sängerin mit dem markanten Hüftschwung. Trotzdem bescherten ihr dann in den Nullerjahren englische Songs den internationalen Erfolg. „Whenever, Wherever“, „Hips Dont Lie“, „Underneath Your Clothes“, „La Tortura“ oder der Fußball-WM-Song „Waka Waka (This Time for Africa)“ machten Shakira zum gefeierten Weltstar. Insgesamt hat sie über 100 Millionen Alben verkauft. Für ihre Erfolge wurde sie 2023 in ihrer nordkolumbianischen Heimatstadt Barranquilla mit einer sechseinhalb Meter hohen Statue in Tanzpose geehrt. Ausgezeichnet ist auch Shakiras soziales Engagement: 1997 gründete sie die Stiftung „Pies Des­calzos“, die sich um die Bildung kolumbianischer Kinder kümmert. Mit ihrer Stiftung „ALAS“ unterstützt sie Umweltmaßnahmen mit hohen Millionensummen und ist auch an weiteren globalen Brennpunkten im Hilfsein­satz. Seit 2003 bereist sie als Unicef-Botschafterin von Klimakatastrophen betroffene Regionen.

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