Wieder ein Titel
Die deutschen Tischtennis-Frauen sind Europameisterinnen. Im Finale im kroatischen Zadar gewann das DTTB-Team gegen die topgesetzten Rumäninnen mit 3:0 und sicherte sich den Titel zum insgesamt zehnten Mal. Bei der EM in Kroatien verlor das Team um Bundestrainerin Tamara Boros kein einziges Spiel. Schon bei den letzten beiden Ausgaben des Turniers gewann Deutschland im Finale gegen Rumänien. Beim Finale am Sonntag führten Sabine Winter, Annett Kaufmann und Nina Mittelham die Serie fort. „Ich bin sehr dankbar für dieses Team“, sagte Kaufmann nach dem Triumph. Seit 2007 haben Auswahlen des DTTB bei EM-Turnieren immer mindestens einen der beiden Mannschaftstitel gewinnen können. Die Männer waren im Halbfinale an Frankreich gescheitert.
Klare Niederlage
Der KSV Köllerbach hat in der Ringer-Bundesliga auswärts beim SV Wacker Burghausen eine klare und in dieser Höhe nicht erwartete Niederlage hinnehmen müssen. Die Saarländer unterlagen den Gastgebern mit 2:35. Nur der Köllerbacher Ahmed Bataev konnte seinen Kampf mit einem 7:1-Punktsieg gegen Erik Sven Thiele in der 98-Kilo-Klasse im Freistil gewinnen. Alle anderen Kämpfe gingen an die Gastgeber. Nico Hauch, Florian Zimmer, Nils Klein, Marc-Antonio von Tugginer, Andriy Shiyyka, Vincent Schiffler, Igor Makuch, Yves Touna und Kilian Schäfer verloren ihre Kämpfe. Die Saarländer mussten dabei auf ihren Top-Ringer Etienne Kinsinger verzichten. „Das Team des fünffachen Deutschen Meisters beeindruckte nicht nur mit der Anzahl von neun Einzelerfolgen, es begeisterte darüber hinaus das Publikum auch mit einer Vielzahl an sehenswerten Aktionen, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt“, schrieb der siegreiche Verein auf seiner Internetseite.
Handball
HGS siegt auswärts souverän
Gemeinsam mit den mitgereisten Fans durfte Handball-Drittligist HG Saarlouis am Samstagabend in der Hanauer Main-Kinzig-Halle den nächsten Auswärtserfolg bejubeln. Mit 32:25 (16:13) erledigte das Team die erste von zwei aufeinanderfolgenden Aufgaben in fremder Halle. HGS-Cheftrainer Jörg Lützelberger zeigte sich zufrieden – auch wenn er „den einen oder anderen Offensivfehler zu viel“ gesehen hatte. Die von Axel Spandau gut vorbereiteten Gastgeber wollten von Beginn an deutlich machen, dass sie im dritten Heimspiel endlich den ersten Sieg einfahren und den Tabellenführer ärgern wollten. Vor allem Kreisläufer David Rivic setzte wiederholt Akzente. Bis zum 6:6 (10.) verlief die Partie ausgeglichen. „Mit zunehmendem Spielverlauf werden wir defensiv immer stabiler, und Hanau muss lange für Abschlüsse arbeiten“, beschrieb Lützelberger diese Phase. Schritt für Schritt übernahm Saarlouis die Kontrolle und ging durch das 7:9 (15.) erstmals in Führung. Von da an liefen die Hausherren einem Rückstand hinterher – auch, weil der eingewechselte Michel Fiedler im Tor der Saarländer einen starken Abend erwischte. Kurz vor der Pause konnte sich die HGS deutlicher absetzen, als Elyas Noh auf 11:16 stellte. Hanau ließ sich jedoch nicht abschütteln, nutzte Fehler der Gäste und verkürzte durch konsequentes Nachsetzen bis zum Halbzeitpfiff des umsichtig leitenden Damen-Gespanns Katarzyna Feldmann/Bärbel Hönes auf 13:16. Nach dem Wechsel übernahmen die Saarländer endgültig das Kommando. Eberlein, Kornecki, Weißgerber, Geis und Kockler bauten die Führung kontinuierlich aus, sodass Spandau nach gut 43 Minuten beim Stand von 18:24 bereits seine zweite Auszeit nehmen musste. Lützelberger sah in der Offensive seiner Mannschaft zwar weiterhin „den einen oder anderen Fehler zu viel“ und forderte mehr Reife, Kontrolle und Präzision. Am Ende war der Auswärtssieg aber ungefährdet. Spätestens beim 24:29, gut fünf Minuten vor Schluss, war die Partie entschieden. Für die HG Saarlouis geht es am Samstag mit der nächsten schweren Auswärtsaufgabe weiter – dann beim aktuellen Tabellendritten HSG Nieder-Roden.
Verteidiger gesucht
Die Champions League ist seit vergangener Woche Mittwoch für die Eisbären Berlin beendet. Bei der 1:4-Niederlage am letzten Vorrundenspieltag beim EC Red Bull Salzburg traf nur Lean Bergmann für die Berliner, die nun schon vier langzeitverletzte Verteidiger zu beklagen haben. Nach Kai Wissmann, Markus Niemeläinen und Marco Nowak hatte sich im DEL-Spiel am 12. Oktober auch Korbinian Geibel verletzt. Seine schwere Beinverletzung erforderte eine schnelle Operation, er fällt monatelang aus. Am 17. Oktober empfingen die Eisbären in der DEL die Grizzlys Wolfsburg. In der engen Partie hatten die Eisbären am Ende knapp mit 3:2 die Nase vorn. Auch zwei Tage später beim Tabellenvorletzten Iserlohn Roosters musste sich der Deutsche Meister die Punkte hart erkämpfen. Bei 4:3 für Berlin nahm Iserlohn den Goalie für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis, schaffte aber nicht mehr den Ausgleich zur Verlängerung.
Zwei Welten
Nachdem die Wasserfreunde Spandau 04 an der Qualifikation zur Wasserball-Champions-League gescheitert sind, treten die Berliner einen Wettbewerb tiefer an, im Euro Cup. Am 16. Oktober war der Tabellenführer der italienischen Liga, RN Savona, in der Schwimmhalle Schöneberg zu Gast. Doch auch eine 4:0-Führung reichte Spandau nicht gegen das ligurische Topteam, das sich mit 14:13 durchsetzte. In der Bundesliga zwei Tage später hatten die Wasserfreunde leichtes Spiel (25:9) gegen den OSC Potsdam, während die SG Neukölln beim ASC Duisburg eine 9:18-Abfuhr einsteckte.
Alba-Frauen souverän
Vergangene Woche Samstag reiste Alba Berlins DBBL-Team zu einem traditionsreichen Basketballstandort, der Universitätsstadt Marburg. Die gastgebenden BC Pharmaserv Blue Dolphins hatten zuvor alle ihre drei Spiele gewonnen. Alba zeigte sich aber defensiv hellwach, stark im Rebound und im Angriff deutlich treffsicherer als ihre Kontrahentinnen. Marburgs letztes starkes Aufbäumen im Schlussviertel konterten die Alba-Damen mit einem 15:1 und fuhren das Spiel mit 68:50 in den sicheren Hafen. Berliner Topscorerinnen waren Deeshyra Thomas (17 Punkte) und Jo Raflo (16).
Generalprobe misslungen
Die beiden letzten Tests vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison haben die Berlin Recycling Volleys verloren. Allerdings gegen hochkarätigste polnische Gegnerschaft beim Turnier in Zalasewo. Im Halbfinale am 18. Oktober war eine 2:1-Satzführung gegen den späteren Turniersieger ZAKSA Ke¸dzierzyn-Koz´le nicht genug. Nach der Tiebreak-Niederlage wurde es am Folgetag um Platz 3 gegen PGE GiEK Skra Bełchatów mit 0:3 deutlicher.
Füchse Berlin
Spitzenleistung
Donnerstagabend ist Champions-League-Zeit bei den Handballern. Und so empfing der Deutsche Meister Füchse Berlin am 16. Oktober den norwegischen Meister Kolstad Handball. Zu Beginn hielten die Norweger die Begegnung noch offen, mit der Zeit wurde allerdings auch in dem Maße, wie Dejan Milosavljev warm wurde, ein Klassenunterschied deutlich. Ab Minute 23 durfte dann der Langzeitverletzte Nils Lichtlein wieder bei den Füchsen mitmischen. Zur Halbzeit stand es 19:14. Auch nach der Pause taten die Berliner so viel, wie nötig war, um das defensivschwache Kolstad bequem auf Distanz zu halten. Auch so reichte es zu einem klaren 38:27-Erfolg, dem fünften im fünften CL-Spiel. In der HBL stand drei Tage später die Pflichtaufgabe beim TVB Stuttgart an. Nach zeitweiligem Rückstand berappelten sich die Füchse genug, um schließlich mit einem 36:30-Arbeitssieg die Heimreise anzutreten.