„Tas“ siegt zweistellig
Am zehnten Spieltag der NOFV-Oberliga Nord schoss der SV Tasmania ergebnismäßig den Vogel ab: Im Heimspiel gegen das leidgeprüfte Schlusslicht Viktoria Berlin (Foto) gelang ein 10:3-Erfolg – Cruz Magalhaes (3) und Amamoo (2) waren beste Schützen bei „Tas“. Trotz der 2:3-Niederlage beim SV Sparta (Tore: Nikol 2, Gashi) blieb TuS Makkabi (ein Spiel und zwei Punkte mehr) aber Tabellenführer – die Aufholjagd durch die Treffer von Koomson und Siakam kam jedoch zu spät. Zur Verfolgergruppe mit Tasmania gehört auch weiter Lichtenberg 47 nach dem 5:2-Sieg bei SD Croatia (Tore: Gruber 3, Alfer, Millgramm – Zghal 2). Bei Tennis Borussia wechseln sich dazu weiter Sieg und Niederlage ab: Diesmal mussten sich die Lila-Weißen bei Aufsteiger SV Siedenbollentin mit 0:2 geschlagen geben. Der Berliner AK wiederum verdaute den Pausenrückstand durch ein Eigentor in Rathenow und drehte das Ergebnis in einen 2:1-Erfolg (Tore: Keles, Jojkic), während Eintracht Mahlsdorf beim 2:2 gegen Dynamo Schwerin eine Führung nach Stettin-Doppelpack verspielte.
Hertha-Frauen patzen
Am achten Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost hat Hertha BSC zwei Punkte liegen gelassen – gegen Aufsteiger SV Eintracht Leipzig-Süd reichte es trotz Führungstor von Elfie Wellhausen am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden. Damit rutscht das Team von Tobias Kurbjuweit auf Rang 4 ab und hat – bei einem Spiel weniger – nun sechs Punkte Rückstand zu Spitzenreiter Carl Zeiss Jena II. Überholt wurden Herthas Frauen dabei vom 1. FC Union II – die Bundesligareserve der „Eisernen“ setzte sich im Berliner Duell mit 3:1 gegen Türkiyemspor durch. Unions Pausenführung durch Carla Jenete Okoro konnte Angelina Lübcke dabei zunächst egalisieren, Vivien Angelina Stibal und Megan Reichenbach sorgten aber letztlich für den Erfolg der Köpenickerinnen. Die liegen somit weiter drei Zähler hinter Platz 1, während Türkiyemspor mit neun Punkten auf dem siebten Rang bleibt. Aufsteiger BW Hohen Neuendorf (fünf Punkte) musste dazu eine 0:4-Niederlage bei RB Leipzig II hinnehmen.
„Spaki“ bleibt spitze
Die Spandauer Kickers verteidigten in der Berlin-Liga Platz 1: Im Topspiel gegen VSG Altglienicke II gelang ein 3:1-Erfolg. Die Führung der Gäste durch Schenkel konterte „Spaki“ dabei dank der Treffer von Tastan, Agyei-Yeboah und Odoubiyi Cocou. Zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter bleibt der 1. FC Wilmersdorf, der im Heimspiel gegen Türkspor ebenfalls ein 0:1 (Tor: Kapan) durch Ghandour und Izal noch in einen Dreier verwandeln konnte. Tabellendritter ist nun der SC Charlottenburg nach dem 2:0-Sieg im Verfolgerduell gegen den Frohnauer SC, Maykowski traf dabei doppelt. Punktgleich mit dem SCC sind außerdem der TSV Mariendorf, der 2:2 gegen Empor spielte (Tore: Veilert, Yorguner – Zander, S. Albrecht) sowie der SFC Stern 1900 nach dem 4:0 über Blau-Weiß 90 (Tore: Medrane 2, Drost, Dankou). Der Aufsteiger holte so nur einen Punkt aus den letzten vier Partien und steht auf Platz 13. Auch der SC Staaken steckt nach dem 1:3 (Tore: Gakpeto – Weiß, Nassri, Karadayi) beim SSC Südwest weiter in der „Gefahrenzone“.
Regionalliga Nordost
BFC und Preussen siegen
Nach dem Rückschlag der 1:2-Niederlage bei Hertha 03 hat der BFC Dynamo am 13. Spieltag wieder zurück in den Aufwärtstrend gefunden: Im Heimspiel gegen den FC Eilenburg gelang ein 2:1-Sieg – trotz frühen Rückstands sicherte Fritzsche mit zwei Treffern den Erfolg. Der BFC Preussen (Tore: Stein, Kireski, Breitkreuz) bezwang den FSV Zwickau dazu nach 1:2-Pausenrückstand noch mit 3:2. Ein Ende erlebte der jüngste Aufschwung des FC Hertha 03 (s. Beitrag in diesem Heft): Das Schlusslicht unterlag nach drei Partien ohne Niederlage erstmals wieder beim 1:2 in Chemnitz – Doll hatte per Foulelfmeter für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Zehlendorfer mit dem Pausenpfiff gesorgt. Einen Rückschlag musste auch das Team von Hertha BSC II hinnehmen: Telib hatte die „Bubis“ bei Chemie Leipzig zwar schon in der ersten Minute in Führung gebracht, am Ende aber stand eine 1:3-Niederlage. Die Partie der VSG Altglienicke beim 1. FC Magdeburg II wurde auf Dienstag verlegt und war bei Redaktionsschluss nicht beendet.
Geldstrafen für Schweinfurt, Duisburg und Mannheim
Das DFB-Sportgericht hat erneut mehrere Drittligisten wegen unsportlichen Fanverhaltens belangt. Der 1. FC Schweinfurt muss 2.100 Euro zahlen, nachdem Anhänger beim Spiel gegen den MSV Duisburg am 16. September sechs Blinker gezündet hatten. Der MSV selbst wurde mit 600 Euro belegt, weil bei der Partie in Verl am 30. August zwei Gegenstände auf das Spielfeld geworfen worden waren. Für den SV Waldhof Mannheim setzte es eine Strafe von 350 Euro, nachdem am 4. Oktober beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück ein Knallkörper gezündet worden war. In der laufenden Strafentabelle liegt Duisburg mit einer Gesamtsumme von 7.550 Euro auf Rang sechs, Mannheim folgt auf Platz acht (4.900 Euro), Schweinfurt rückt mit 4.200 Euro auf Rang neun vor. Der DFB setzt die Geldbußen regelmäßig nach Art, Anzahl und Gefährdungspotenzial der Vorfälle an. Besonders Pyrotechnik und Wurfgegenstände gelten als schwerwiegende Verstöße, da sie potenziell Spieler und Zuschauer gefährden.
FCH verspielt Sieg
Der FC Homburg hat in der Regionalliga Südwest am Sonntag bei Barockstadt Fulda 3:3 gespielt. Homburg fand gut ins Spiel und kam bereits in der zweiten Minute zu einer Großchance. Nicolas Jörg schoss aus kurzer Distanz über das Tor. In der siebten Minute brachte Phillipp Steinhart dann den FCH in Führung. Wenig später gab es Elfmeter für die Gastgeber. Der Ex-Saarbrücker Tim Korzuschek (23.) verwandelte zum 1:1. Fulda wurde danach stärker und ging nach 33 Minuten durch Sebastian Schmitt in Führung. Homburgs Justin Petermann glich erst aus (67.) und brachte den FCH fünf Minuten später per Kopf in Führung. Zum 3:3-Endstand traf dann aber Ex-Profi Marvin Pourié kurz vor dem Schlusspfiff. Mit 21 Punkten stehen die Grün-Weißen derzeit auf dem neunten Tabellenplatz. Vor der Saison hatten sich die Verantwortlichen sicherlich mehr erhofft. Am Sonntag kommen die Stuttgarter Kickers ins Waldstadion.
3. Liga
Abschied ohne Dank
Nach zweieinhalb Jahren endet für Erdal Celik das Kapitel bei Alemannia Aachen. Der 37-Jährige wurde vergangene Woche gemeinsam mit Cheftrainer Benedetto Muzzicato und Co-Trainer Noah Hach freigestellt. Auf Social Media verabschiedete sich Celik nun mit emotionalen Worten, sprach von einer „wundervollen Zeit“ und zeigte sich „unendlich dankbar für die großartigen Erlebnisse und wertvollen Momente“. Seine Botschaft richtete sich vor allem an die Fans, „die uns immer unterstützt und angefeuert haben“. Auffällig war, dass er der Vereinsführung keinen Dank aussprach – eine Geste, die nach den jüngsten Spannungen kaum überrascht.
Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi hatte die Trennung unter anderem mit mangelndem Vertrauen begründet und Celik vorgeworfen, durch „unrealistische Transfers“ eine falsche Erwartungshaltung erzeugt zu haben. Innerhalb der Mannschaft sei der langjährige Funktionär dennoch „sehr würdevoll“ verabschiedet worden, wie Interimscoach Ilyas Trenz berichtete. Celik selbst hatte das Team zuvor noch einmal angesprochen, über den Inhalt wurde Stillschweigen bewahrt.
Der frühere Profi war 2023 als Assistent der Geschäftsführung zur Alemannia gekommen und nur ein halbes Jahr später zum Technischen Direktor aufgestiegen. Nach dem Abgang von Sportdirektor Sascha Eller hatte er im Sommer die Kaderplanung federführend verantwortet, ehe Azzouzi im August übernahm.
Wiesbaden trennt sich von Nils Döring
Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen hat der SV Wehen Wiesbaden die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Nils Döring beendet. Der 45-Jährige wurde am Wochenende mit sofortiger Wirkung freigestellt. Bis auf Weiteres übernehmen die bisherigen Co-Trainer Frank Steinmetz und Giuliano Modica die sportliche Leitung.
Döring hatte die Hessen im Sommer 2024 offiziell übernommen, nachdem er zuvor interimsweise eingesprungen war und den Abstieg aus der 2. Liga nicht mehr verhindern konnte. Zuletzt war der SVWW in der Tabelle auf Rang zwölf abgerutscht – bei nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze. „Wir waren lange überzeugt, mit ihm unsere Ziele erreichen zu können“, erklärte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver. „Letztlich sind wir jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass eine Veränderung notwendig ist, um eine Trendwende einzuleiten.“ Döring habe dem Club über viele Jahre „mit großem Engagement“ gedient, betonte Stöver, und zollte „höchsten Respekt“ für dessen Loyalität. Der gebürtige Wiesbadener war seit 2010 in verschiedenen Funktionen im Verein tätig – zunächst als Spieler, später als Co-Trainer und Nachwuchscoach.