Basketball
Alba schlägt die Bayern
Anders als Alba, hat der FC Bayern durch die Euroleague weiterhin enormen Reisestress unter der Woche inklusive Verletzungen wichtiger Akteure. So fehlten den Münchenern beim Duell alter Rivalen am 26. Oktober in der Berliner Uber Arena sechs Leistungsträger. Bei Alba gleich ganz weg ist allerdings Topscorer Rejean „Boogie“ Ellis, der Mitte der Woche zum Euroleague-Neuling BC Dubai abwanderte. Man brauche „Spieler, die sich mit ihrem ganzen Engagement bei uns einbringen, weshalb wir dem Wechselwunsch letztlich zugestimmt haben“, ärgerte sich Sportdirektor Himar Ojeda. Auf dem Parkett bekamen die Youngster Nevio Bennefeld und Anton Kemmer Spielzeit, Jack Kayil (12 Punkte) traf wichtige Dreier. Veteran Martin Hermannsson (12) und Collegestar J’Wan Roberts (12) übernahmen viel Verantwortung. Die Bayern andererseits leisteten sich viele Fehler, trafen kaum von außen. Auch Andreas Obst, mit der beste Schütze Europas, erwischte einen gebrauchten Tag. Die Albatrosse kämpften sich von einem Neun-Punkte-Rückstand fünf Minuten vor Schluss zurück und besiegten den Favoriten noch mit 67:61. Tags zuvor hatten sich die Alba-Frauen in der DBBL in der Berliner Sömmeringhalle mit genauso viel Einsatz 72:64 gegen den bislang sieglosen MBC aus Halle/Saale durchgesetzt.
Zweimal knapp verloren
Vor der DEL-Auswärtspartie bei Red Bull München am 23. Oktober wurden die Eisbären auf dem Transfermarkt aktiv. Jean-Sébastien Dea heißt der neue Stürmer, ist Kanadier und kommt vom russischen KHL-Club Neftekhimik Nizhnekamsk. Der 31-Jährige spielt als Center. Dennoch unterlagen die Berliner in München 2:3. Die Verletztenmisere bei den Verteidigern lindern soll Les Lancaster, der pikanterweise von den Münchenern zu den Eisbären stieß, aber gegen diese schon nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Im Heimspiel gegen die Augsburger Panther am 25. Oktober debütierte der 30-jährige US-Amerikaner, konnte aber wie Dea, der einmal traf, die 3:4-Niederlage nicht verhindern.
Nur ein Punkt
Sind der VfB Friedrichshafen und die SWD Powervolleys Düren auch starke Gegner, so wollten die BR Volleys nach dem Gewinn des Ligapokals doch beide Spiele gewinnen und danach sechs Punkte auf dem Konto haben. Stattdessen funktionierte daheim gegen die Häfler am 21. Oktober so gut wie nichts. Friedrichshafen war das klar bessere Team und siegte vor über 6.000 Fans in der Max-Schmeling-Halle 3:0. Wiedergutmachung bei Tabellenführer Düren drei Tage später? Nur ansatzweise. Zwar ging der Meister 2:1 in Führung und sicherte so einen Zähler, ließ sich aber dann Satz 4 und den Tiebreak noch zum 2:3 nehmen.
Starker Auftritt
Der TTC Berlin Eastside trat am 26. Oktober in Top-Besetzung beim SV DJK Kolbermoor an. Nina Mittelham, Natalia Bajor, Sabina Šurjan und Mia Griesel gewannen beide Doppel und gaben nur zwei Einzel gegen Nationalspielerin Annett Kaufmann und eines gegen Swastika Gosh ab. Am Ende stand ein jederzeit souveräner 6:3-Erfolg. Im Anschluss wurden die Gruppen für das Pokalwochenende am 10. und 11. Januar 2026 in Kolbermoor ausgelost. Dabei trifft Eastside auf ESV Weil und TuS Fürstenfeldbruck.
Saison-Aus für Fabian Wiede
Hiobsbotschaft für Fabian Wiede und die Füchse Berlin: Die im Champions-League-Spiel in Veszprém erlittene Verletzung am rechten Knie ist so schwer, wie viele befürchtet hatten. Der 31-Jährige hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für den Rest der Spielzeit aus. „Das wird jetzt ein langer und harter Rehaweg. Aber auch zu wissen, dem Team nicht helfen zu können, fällt sehr schwer“, schrieb der Rückraumschütze den Berliner Fans.
Zverev knapp geschlagen
Jannik Sinner bleibt auf den Hartplätzen dieser Welt das Maß aller Dinge und kaum zu schlagen: Der Italiener setzte sich auch im packenden Finale des ATP-500-Turniers gegen Alexander Zverev nach einer überaus starken Leistung mit 3:6, 6:3 und 7:5 durch. „Es fühlt sich fantastisch an. Ich habe versucht, mein bestes Tennis zu spielen. Es war eine Achterbahnfahrt im dritten Satz, aber ich habe immer versucht, Druck zu machen“, sagte Sinner.
Guter Auftakt
Die deutschen alpinen Skirennfahrer haben beim Saisonauftakt in Sölden ein Ausrufezeichen gesetzt. Im ersten Weltcup-Riesenslalom des Olympia-Winters fuhr Anton Grammel auf Rang elf und sicherte sich die halbe Olympianorm. Fabian Gratz als 17. und Jonas Stockinger auf Rang 19 ließen ebenfalls ihr Potenzial aufblitzen. Den ersten Sieg feierte aber der Schweizer Marco Odermatt. Platz zwei ging an den Österreicher Marco Schwarz.
Klarer Sieg
Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat sein Heimspiel in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle am Sonntag mit 3:0 gegen den SV Mühlhausen gewonnen. Eduard Ionescu konnte in seinem Einzel gegen Ivo Quett alle drei Sätze für sich entscheiden. Darko Jorgic setzte sich gegen Ovidiu Ionescu mit 3:2 (12:10, 7:11, 11:8, 11:13, 11:7) durch. Auch das dritte Einzel zwischen Patrick Franziska und Erik Schreyer ging an den FCS. Franziska sorgte durch einen 3:0-Sieg (11:3, 11:6, 11:4) für die Entscheidung für Saarbrücken. In der Tabelle belegt der FCS den zweiten Platz. Am 11. November ist der FCS bei Grünwettersbach zu Gast. Olympiasieger Fan Zhendong war am Wochenende nicht für den FCS im Einsatz.
Handball
Bittere Niederlage für die HGS
Im Topspiel der 3. Handball-Liga Südwest hat die HG Saarlouis am Samstagabend bei der HSG Nieder-Roden vor 600 Zuschauern mit 32:34 (15:16) verloren. Es ist die zweite Saison-Niederlage, nachdem die HG vor zwei Wochen bereits bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen (U23 der HSG Wetzlar) unterlegen war. „Die Enttäuschung ist groß. Wir halten unseren Kurs ganz lange in dem Spiel, und es hat nicht viel gefehlt für diese Big Points“, erklärte Trainer Jörg Lützelberger.
Beide Teams lieferten sich vom Anpfiff weg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schließlich ging es mit einem knappen 15:16 aus Saarlouiser Sicht in die Pause. Im zweiten Durchgang änderte sich das. Die HG Saarlouis agierte in einem hitzigen Spiel konsequenter und führte auch dank ihres Kapitäns Tom Paetow (mit neun Treffern bester Saarlouiser Werfer) nach 43 Minuten mit 26:23. Doch nur zwei Minuten später wurde HG-Kreisläufer Muhamet Durmishi aufgrund zu vieler Zeitstrafen disqualifiziert. Und Paetow handelte sich zehn Minuten vor Ende die insgesamt zehnte Zeitstrafe für die HG ein. Nieder-Roden nutzte die Saarlouiser Fehler und Abschlussschwäche am Ende gnadenlos aus und kämpfte sich erst zum 28:28-Ausgleich (53. Minute) und zog dann mit einem Drei-Tore-Lauf zum Sieg davon. „Letztendlich sind es zwei Dinge, die uns den Sieg kosten. Zum einen war unser eigenes Überzahlspiel nicht gut genug. Zum anderen erhalten wir doppelt so viele Zeitstrafen wie unser Gegner. Da waren wir nicht clever genug. Das darf uns nicht passieren und ist auswärts in einer vollen Halle dann ganz schwer zu lösen“, erklärte Lützelberger gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“.
Nach Minuspunkten ist die HG Saarlouis jetzt nur noch das viertbeste Team – und liegt damit erstmals hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Nur die ersten zwei erreichen die Aufstiegsrunde zur 2. Liga.