VSG verliert zu Hause
Die VSG Altglienicke bleibt nach dem 14. Spieltag zwar die beste Berliner Mannschaft in der Regionalliga Nordost, hat aber als Vierter bereits elf Punkte Rückstand auf Platz eins. Durch die 1:2-Heimniederlage gegen den Greifswalder FC setzte sich dabei die Durststrecke der Vorwochen fort – in den vergangenen fünf Partien erreichte man nur fünf Zähler. Tabellenführer Lok Leipzig gewann aber gegen den BFC Dynamo, der binnen einer Viertelstunde drei Treffer zum 0:3-Endstand kassierte. Einen Erfolg verzeichnete der BFC Preussen, der sich trotz zweifachen Rückstands bei Babelsberg 03 mit 5:2 durchsetzte. Nach nur einem Sieg in elf Spielen konnte Hertha BSC II gegen den Halleschen FC dazu einen 1:0-Sieg feiern. Die kurzfristige Absage der Partie FC Hertha 03 – Chemie Leipzig wegen Unbespielbarkeit des Platzes sorgte für Ärger auf beiden Seiten.
Union-Frauen verlieren
Am achten Spieltag der Frauen-Bundesliga unterlag der 1. FC Union dem SV Werder Bremen mit 0:3 und musste dadurch die Kontrahentinnen in der Tabelle vorbeiziehen lassen. In der weiteren englischen Woche standen gegen den VfL Wolfsburg (4. November, bei Redaktionsschluss nicht beendet) und beim FC Bayern (7. November) dazu noch zwei ganz schwere Proben auf dem Programm. In der 2. Liga feierte Viktoria Berlin nach dem Premierensieg in Bochum am 9. Spieltag gleich den nächsten Dreier: gegen den FC Bayern München II gelang ein deutlicher 7:0-Erfolg (Tore: Ezebinyuo, Abu Sabbah je 2, Grincenco, Ursem, Höfker). Mit einem weiteren Sieg am Sonntag beim Tabellenvorletzten Eintracht Frankfurt II könnten sich die Berlinerinnen weiter von den Abstiegsrängen absetzen. Nach einem 5:1-Sieg (Tore: Stibal, Tzatzo je 2, Kähler) über Turbine Potsdam II sind die 2. Frauen von Union in der Regionalliga Nordost mit Spitzenreiter Jena II gleichgezogen – auch Türkiyemspor gewann deutlich (4:1 gegen Hansa Rostock).
Spitze rückt zusammen
Am elften Spieltag der Berlin-Liga hat Spitzenreiter Spandauer Kickers zwei Punkte eingebüßt: bei BW Hohen Neuendorf reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden, den frühen Rückstand durch Schremf konnte Senninger für „SpaKi“ zehn Minuten vor dem Ende zumindest noch ausgleichen. Nur noch zwei Zähler zurück liegen somit zwei Teams: die VSG Altglienicke II ließ dabei mit einem 7:1 (Tore: El Sadani 3, Sahin, Schenkel, Fayoumi, Lieberam – Zeidler) gegen Polar Pinguin die Muskeln spielen. Die Füchse (Tore: Sivaci, Eliraqui) konnten mit dem 2:0 im Nordderby beim Frohnauer SC auch einen Sieg für die Moral erringen. Gleich ein Quartett dahinter schlug jedoch kein Kapital aus dem Remis des Tabellenführers: der SCC (1:1 bei Blau-Weiß 90) sowie der TSV Mariendorf (0:0 beim Berliner SC) verkürzten dabei jeweils ihren Rückstand nicht, der 1. FC Wilmersdorf (1:3 beim SV Empor) sowie der SFC Stern 1900 (2:4 bei Fortuna Biesdorf) büßten sogar noch einen weiteren Punkt zu Platz eins ein.
NOFV-Oberliga
Trio führt Tabelle an
Der bisherige Spitzenreiter TuS Makkabi (ein Spiel mehr) büßte am elften Spieltag die „Poleposition“ in der NOFV-Oberliga Nord ein. Die Charlottenburger mussten sich zu Hause gegen den starken Aufsteiger SV Siedenbollentin mit einem 0:0 begnügen. Somit ist nun der SV Tasmania punktgleich Tabellenführer: Die Neuköllner siegten 3:0 (Tore: Stagge, Amamoo, Cruz Magalhaes) bei Anker Wismar. Mit dem selben Resultat gewann Lichtenberg 47 (Tore: Gruber, Gawe, Reiniger) bei der TSG Neustrelitz und schob sich dadurch noch vor Makkabi auf Rang zwei. Für eine dicke Überraschung sorgte ausgerechnet Schlusslicht Viktoria – beim 4:1 (Tore: Güleryüz 2, Tchadjei, Halimi – Gampe) über den SV Sparta fuhren die Himmelblauen den ersten Saisonsieg ein. Im zweiten Berlin-Derby der Runde unterlag Tennis Borussia dazu zu Hause mit 0:1 gegen Eintracht Mahlsdorf (Tor: Mätzke). SD Croatia (Tor: Daskan) zog im Duell der Aufsteiger bei Union Klosterfelde mit 1:3 den Kürzeren, während die Begegnung des Berliner AK gegen Hansa Rostock II abgesagt wurde.
Löwen ohne Schifferl
Der TSV 1860 München muss länger auf Innenverteidiger Raphael Schifferl verzichten. Der 26-Jährige hat sich eine Bänderverletzung zugezogen und wird nach Angaben von Trainer Markus Kauczinski bis zum Jahresende ausfallen. Eine Operation sei nicht notwendig. Als Alternativen gelten Max Reinthaler, Philipp Maier und Youngster Lasse Faßmann. Auch bei Kapitän Jesper Verlaat, der seit Mitte September mit einer Oberschenkelverletzung pausiert, sowie bei Morris Schröter (Sehnenriss) ist ein Comeback vor dem Jahreswechsel unwahrscheinlich.
Hildmann kein Thema
Bei Alemannia Aachen steht die Entscheidung über den neuen Cheftrainer kurz bevor – fest steht jedoch bereits: Sascha Hildmann wird es nicht.
Wie die „Aachener Zeitung“ berichtet, habe der 53-Jährige eine Anfrage von Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi abgelehnt. „Er hatte in den vergangenen Wochen eine Reihe konkreter Anfragen aus der 3. Liga, die er abgesagt hat. Aachen ist ein toller Club, aber Sascha steht aktuell hier nicht zur Verfügung“, sagte Hildmanns Berater Markus Buchberger. Die Kandidatenliste wurde zuletzt „erheblich reduziert“, so Azzouzi. In den kommenden Tagen sollen die finalen Gespräche stattfinden. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken saß erneut Interimscoach Ilyas Trenz auf der Bank.
Kreuzbandriss bei Brandt
Bittere Nachricht für den SV Waldhof Mannheim: Neuzugang Jascha Brandt hat sich im Training das hintere Kreuzband gerissen und fällt damit monatelang aus. Für den 22-jährigen Linksaußen ist es ein Rückschlag, nachdem er bereits zuletzt verletzungsbedingt gefehlt hatte. Erst Ende September stand Brandt erstmals im Kader, gegen 1860 München gehörte er erneut zum Aufgebot, kam aber nicht zum Einsatz.
„Wir wünschen dir eine gute und vollständige Genesung, Jascha Brandt“, teilte der Verein auf seinen Social-Media-Kanälen mit.
FCH siegt
Der FC 08 Homburg hat in der Regionalliga Südwest zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers gewonnen. Vor rund 1.200 Zuschauern siegten die Grün-Weißen mit 2:1. Dabei traf Minos Gouras doppelt. Das einzige Tor für die Gäste erzielte David Tomic drei Minuten vor dem Ende. Zuvor war er per Straßstoß gescheitert. „Wir haben über weite Strecken eine sehr konzentrierte Leistung gebracht und am Ende auch verdient gewonnen. Auch wenn man gegen einen solchen Gegner immer achtsam bleiben muss“, sagte FCH-Trainer Roland Seitz.
3. Liga
Rassistischer Vorfall
Unschöner Vorfall beim Spiel zwischen 1860 München und Energie Cottbus: FCE-Stürmer Justin Butler ist rassistisch beleidigt worden. Die Partie wurde zwischenzeitlich für sieben Minuten unterbrochen. Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz plädierte gar für einen Abbruch, der laut Schiedsrichter Konrad Oldhafer aber „kein Thema“ gewesen sei. Wie Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz anschließend im Interview mit „Magenta Sport“ berichtete, habe sich das Präsidium der Löwen direkt nach Spielende beim FC Energie für den Vorfall entschuldigt. Das hätten sie nach Ansicht des 60-Jährigen jedoch gar nicht tun müssen, da es sich um einen einzelnen Fan gehandelt habe. „Weder der Verein noch die Spieler können etwas dafür. Dennoch braucht das keiner, aber es passiert immer wieder.“ Daher habe er dem Schiedsrichter angeboten, die Partie abzubrechen, „um ein Zeichen zu setzen“. Die Niederlage – zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag Cottbus mit 0:2 hinten – hätte er akzeptiert. „Wir reden immer, aber keiner handelt. Das ist traurig für den Spieler, 1860 und auch alle anderen. Wir haben alle nicht die Haltung, die man braucht. Einfach mal reingehen, dass alle Leute dann mal nachdenken.“