Volleys wieder meisterlich
Um die aufsteigende Form weiter zu stabilisieren, war Aufsteiger SV Warnemünde für die Berlin Recycling Volleys als Gegner ideal. Am 29. Oktober konnten die Berliner ohne Druck weiter an kleinen Stellschrauben drehen und schickten die Mannen von der Ostsee in 71 Minuten mit einer 3:0-Machtdemonstration nach Hause. Damit waren die Volleys gerüstet für das Topspiel beim Tabellenführer Helios Grizzlys Giesen in Hildesheim drei Tage später. Traditionell sind sich beide Fanlager eng verbunden, diesmal hatten die Zuspieler auf beiden Seiten sogar dieselben Eltern: Fedor Ivanov (24, vor zwei Jahren noch bei den Grizzlys aktiv) trat gegen seinen Bruder Ilya (22) an. Und der ältere der beiden Finnen, dessen Leistung mitunter in der Kritik stand, trumpfte diesmal groß auf. Unterstützt durch den lange vermissten Aufschlagdruck und viel Präzision im Angriff, dominierten die Berliner das Spiel bis zum 3:0-Endstand.
Sieg entglitten
Die Berliner Paarläufer Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin lagen vergangene Woche Freitag beim Eiskunstlauf-Grand-Prix im kanadischen Saskatoon nach makellosem Kurzprogramm noch in Führung. In der Kür tags darauf lernten allerdings beide die Härte des Eises je einmal bei Stürzen kennen. So zog das kanadische Duo Deanna Stellato-Dudek und Maxime Deschamps noch an ihnen vorbei. Hase/Volodin wurden Zweite. Lakonischer Kommentar von Hase: „Wir haben noch viel Raum für Verbesserungen.“
Nächster Ausfall
Nach dem Saison-Aus für Rückraumschütze Fabian Wiede (Kreuzbandriss) haben die Füchse den nächsten Rückschlag erlitten und dies in ihrer spielfreien Zeit. Nils Lichtlein wurde in die Nationalmannschaft berufen und zog sich dort eine schwerere Muskelverletzung im Adduktorenbereich zu – mehrere Wochen Pause. Bis zur Rückkehr des 23-Jährigen will Manager Bob Hanning „unseren Profi-Kader mit Spielern aus der Akademie auffüllen.“
Eastside zusammen mit Borussia Düsseldorf
In der Aufstellung Yuka Kaneyoshi, Natalia Bajor (nur im Einzel), Sabina Šurjan, Mia Griesel und (nur im Doppel) Josephina Neumann gewannen die Tischtennis-Ladies vom TTC Berlin Eastside am 2. November ihr Bundesliga-Auswärtsspiel beim ESV Weil mit 6:4. Unter der Woche hatte Eastside zusammen mit Borussia Düsseldorf einen Doppelspieltag für den 18. Januar 2026 angekündigt. Im Sportforum Hohenschönhausen tritt dann zuerst um 10.30 Uhr Eastside zum Rückspiel gegen den ESV Weil an, gefolgt vom TTBL-Match der Düsseldorfer um Dang Qiu, Anton Källberg und Kanak Jha gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit seinen Stars Dimitrij Ovtcharov, Cheng-Jui Kao und Jonathan Groth. Als Stargast rundet Timo Boll mit seiner Anwesenheit das Großevent ab.
Alba Berlin
Fünfter Sieg in Serie
94:78 gewann Alba Berlin sein Champions-League-Heimspiel am 28. Oktober gegen den tschechischen Serienmeister ERA Nymburk. Doch gegen nicht durchweg komplett austrainiert wirkende, aber routiniert von außen treffende Gegner taten sich die Berliner lange schwer, bevor die nächste Stufe zündete. Sam Griesel überzeugte mit 18 Punkten. Am 2. November bei den Telekom Baskets Bonn (BBL) verspielte Alba zwar eine hohe Führung, sammelte sich aber genug, um die Partie sicher 84:70 zu gewinnen. An alter Wirkungsstätte war Griesel bester Berliner (14). Albas Frauenteam musste unter der Woche einen Schock verkraften, denn Leoni Kreyenfeld zog sich einen Kreuzbandriss und Innenbandanriss zu. Saisonende für die 21-Jährige. Dennoch spielten die Alba-Ladys in Saarlouis am 2. November erst groß auf. Doch die 19-Punkte-Führung reichte nicht, denn fortan blieb der Royals-Korb für sie wie vernagelt. Die Quittung: eine sehr vermeidbare 63:68-Niederlage.
Handball
Hart erkämpfter Sieg
Wichtiger Erfolg für den Tabellenführer der 3. Handball-Liga Südwest: Die HG Saarlouis gewann am Samstagabend ihr Heimspiel gegen die SGSH Dragons aus dem Sauerland mit 32:26 (16:15). Rund 1.100 Zuschauer in der Stadtgartenhalle sahen eine Partie, die lange ausgeglichen verlief, ehe die Gastgeber nach dem Seitenwechsel die Kontrolle übernahmen.
Trainer Jörg Lützelberger zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden: „Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte er und lobte zugleich die Gäste, die trotz ihres Tabellenplatzes stark aufgetreten seien. Die SGSH Dragons nutzten in der Anfangsphase ihre Chancen konsequent und führten nach wenigen Minuten mit 5:3. Saarlouis tat sich zunächst schwer, auch weil die Mannschaft personell umgebaut werden musste.
Nach der Niederlage in Nieder-Roden sei es „ganz normal“ gewesen, dass das Team Anlaufschwierigkeiten hatte, so Lützelberger. Torwart-Neuzugang Finn Zecher bekam zunächst wenig Unterstützung von seiner Abwehr, während die Gäste mutig aufspielten. Erst nach rund einer Viertelstunde übernahm Saarlouis beim 10:9 durch Lars Weißgerber erstmals die Führung. Kurz darauf verlor die HGS allerdings Wladi Kurotschkin, der nach einem unabsichtlichen Foul in der Abwehr disqualifiziert wurde. In der Folge übernahmen Sven Eberlein, Philipp Kockler, Yves Kunkel und Joshua Reitz Verantwortung. Drei Minuten vor der Pause führte die HGS bereits mit 16:12, ehe einige Nachlässigkeiten den Gästen noch einmal den Anschluss ermöglichten.
Nach dem Seitenwechsel spielte der Tabellenführer deutlich konzentrierter. Beim 22:17 durch Reitz nach 40 Minuten war der Weg zum Heimsieg geebnet. Saarlouis ließ nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit. Trainer Lützelberger zeigte sich mit der Leistung insgesamt zufrieden: „Natürlich hätten wir das Ergebnis gerne etwas klarer gestaltet, aber entscheidend war, dass wir als Team geschlossen aufgetreten sind. Besonders freut mich, dass unsere jungen Spieler Verantwortung übernommen haben.“ Mit dem Erfolg festigt die HG Saarlouis ihre Tabellenführung und sammelt wichtige Punkte im Rennen um den Aufstieg.
Favoriten-Siege
Mia Blichfeldt aus Dänemark und Jonatan Christie aus Indonesien haben am Sonntag die Einzelwettbewerbe bei den Badminton Open in der Saarbrücker Saarlandhalle gewonnen. Blichfeldt, die Nummer zwei der Setzliste, besiegte im Endspiel die topgesetzte Putri Kusuma Wardani aus Indonesien in drei Sätzen. Sie entschied die Partie mit 21:11, 7:21 und 21:12 für sich. Christie setzte sich ebenfalls in einem indonesisch-dänischen Duell durch. Er schlug Magnus Johannesen in zwei Sätzen mit 21:14 und 21:14. Die Badminton Open sind ein Turnier der Super-500-Serie.