Sechster Alba-Sieg in Serie
Vergangene Woche Mittwoch war der Kader bei Alba Berlins Männerteam dann endlich komplett. Drei Tage nach Unterzeichnen seines Vertrages bis Saisonende bekam US-Guard Alex O’Connell (26) im Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC auch schon seine erste Spielzeit. In dieser Zeit hatte er sich offenkundig schon viele Spielzüge gut eingeprägt, zog mutig zum Korb und warf bereitwillig. Die Berliner lagen häufig leicht zurück, übernahmen aber im Schlussviertel das Kommando und hätten höher als 88:80 gegen den Tabellenführer aus Weißenfels gewinnen können. Überragend Martin Hermannsson (19 Punkte), Jack Kayil und Justin Bean (je 16). Albas Frauenteam spielte parallel beim amtierenden DBBL-Meister Rutronik Stars Keltern gut mit, musste schließlich aber doch eine 62:70-Niederlage quittieren.
Indianapolis siegt im Olympiastadion
Millionen Karten waren angefragt, dabei sein konnten am 9. November nur 72.203 Football-Fans – nicht nur aus Berlin, sondern aus aller Welt. Beim ersten regulären Saisonspiel der National Football League in Berlin trafen als offizielles Heimteam die Indianapolis Colts, bei denen der aus Berlin-Reinickendorf stammende NFL-Botschafter Björn Werner früher in der Defense aktiv war, und die Atlanta Falcons aufeinander. Schon seit dem 5. November war rund ums Olympiastadion und in den Fanzonen am Potsdamer Platz und Brandenburger Tor viel für die Football-Anhänger geboten. Im Spiel selbst blieben die Falcons gegen den Favoriten Colts gleichwertig, auch wegen verpasster Kicks, die Indianapolis vier Punkte kosteten. Dank der herausragenden Leistung von Star-Running-Back Jonathan Taylor und starker Passfänge von Rookie-Tight-End Tyler Warren retteten sich die Colts in die Verlängerung. Nachdem Atlanta nicht scoren konnte, marschierte Indianapolis übers Feld. Hand-off von Quarterback Daniel Jones zu Taylor: Touchdown Colts zum 31:25-Sieg. Die Colts rangieren nun bei acht Siegen und zwei Niederlagen, Atlantas Bilanz steht bei 3:6. 2027 und 2029 will die Liga wieder ein Spiel in Berlin ansetzen. Die Stadt Berlin unterstützt das mit 12,5 Millionen Euro, die NFL mit 48 Millionen. Bis mindestens Ende 2026 bleibt das 1.000 Quadratmeter große Wandbild am S-Bahnhof Savignyplatz mit Björn Werner und dem Berliner Bären als Footballer erhalten.
Spandau in guter Form
Beide Wasserball-Teams der Wasserfreunde Spandau 04 sind in der Bundesliga noch ungeschlagen, die Frauen in ihren ersten beiden Spielen. Sie holten den Supercup (15:11 gegen Blau-Weiß Bochum), kassierten aber eine heftige Niederlage gegen Rapallo (9:20) in der Champions League. Die Männer holten am 5. November ihren vierten DWL-Sieg, mit einem 31:8-Sieg bei der SG Neukölln. Im Eurocup gab es eine Niederlage gegen Savona und einen Sieg bei Steaua Bukarest.
Volleyball
Pflichtaufgabe erfüllt
Achtelfinal-Wochenende im DVV-Pokal. Am 8. November mussten die Berlin Recycling Volleys zur in der Regionalliga antretenden Reserve von Bundesligist TSV Herrsching reisen. Nachdem sich BRV-Zuspieler Fedor Ivanov krank gemeldet hatte, lag die Spielregie komplett beim erst 20-jährigen Arthur Wehner. Nach Anfangs-Rucklern kam der hohe Favorit aus Berlin, bei dem auch der zweite Rookie Maximilian Treiter Spielzeit bekam, in die Gänge und dominierte das Match standesgemäß. BRV-Topscorer war der Ex-Herrschinger Daniel Malescha: 21 Punkte, darunter sieben Asse. Tags darauf schieden die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 0:3 beim VfB Friedrichshafen aus. Am 25. oder 26. November steht für die BR Volleys das Viertelfinale beim SV Warnemünde an.
Saarlouis Royals gehen ungeschlagen in die Pause
Die Saarlouis Royals gehen als ungeschlagener Tabellenführer in die Länderspielpause der DBBL Frauen. Zum Abschluss feierte das Bundesliga-Team einen hart erkämpften 61:57-Sieg gegen den BC Marburg – und baute damit seine Siegesserie weiter aus. Es ist einer der besten Saisonstarts in der Vereinsgeschichte der saarländischen Basketballerinnen. Während die Hälfte des Kaders nun für ihre Nationalteams aufläuft – unter anderem Emma Eichmeyer und Jessika Schiffer für Deutschland sowie Roosa Lehtoranta und Elina Koskimies für Finnland – erhalten die übrigen Spielerinnen drei Tage Spielpause.
In Abwesenheit des Cheftrainers Matiss Rozlapa übernehmen Assistant Coach Michael Bellmann und Athletiktrainer Rahbari Parsa die Trainingsarbeit in dieser Zeit. Das nächste Spiel in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga bestreiten die Royals denn am 23. November auswärts bei den Eisvögeln USC Freiburg.
ADAC Saarland wird regionaler
Der ADAC Saarland zieht sich zur Saison 2026 als Promotor der Internationalen Deutschen SuperMoto-Meisterschaft (IDSM) zurück. Nach 22 Jahren Verantwortung für die Serie soll künftig der ADAC Hessen-Thüringen alleiniger Ausrichter werden. Der ADAC Saarland setzt damit bewusst neue Prioritäten: Im Fokus stehen künftig die Förderung regionaler Motorsportstrukturen, die Nachwuchsarbeit im Landessportverband sowie die Unterstützung der Ortsclubs und insbesondere auch regionaler Veranstaltungen.
„Mit der SuperMoto-WM in St. Wendel bleiben wir Gastgeber eines Top-Events, das Sportbegeisterte und Familien gleichermaßen in seinen Bann zieht“, so Oliver Warken, Vorstand für Motorsport im ADAC Saarland. „Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, gezielt in die regionale Entwicklung des Motorsports zu investieren, und zwar dort, wo unser Herz schlägt – im Saarland.“
Ringen
Wichtige Punkte
Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach hat zum Start der Rückrunde einen wichtigen Schritt im Kampf um die Playoff-Plätze gemacht. In der Kyllberghalle setzte sich die Mannschaft von Teamchef Thomas Geid am Samstag mit 17:12 gegen Germania Weingarten durch und verbesserte sich damit auf Rang fünf (6:10 Punkte). Nach einer frühen Schulterniederlage von Florian Zimmer drehte der KSV den Kampf. Oleksandr Khotsianivskyi, der nach dem Stilartwechsel wieder im Schwergewicht eingesetzt wird, punktete klar mit 9:0. Auch Valentin Seimetz (6:0 gegen Horst Lehr) und Hayk Khloyan (16:0 gegen Peter Öhler) holten deutliche Siege und stellten die Weichen früh auf Erfolg. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) tritt Köllerbach beim ASV Mainz an – ein möglicherweise richtungsweisendes Duell im Rennen um die ersten sechs Tabellenplätze, die zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen.
Sieg für den TV Homburg
Der TV Homburg hat in der 3. Liga seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Die „Honigdachse“ setzten sich nach intensiven 60 Minuten mit 41:37 (19:17) gegen die Bergischen Panther durch und beendeten damit ihre Negativserie. Die Mannschaft von Trainer Pedro Vieira lag dabei über die gesamte Spielzeit nie zurück. Nach ausgeglichener Anfangsphase erspielte sich der TVH kurz vor der Pause einen kleinen Vorsprung. Auch in der zweiten Hälfte hielt das Team das Tempo hoch und baute den Abstand zwischenzeitlich auf fünf Treffer aus. Die Panther kamen zwar mehrfach wieder heran, letztmals beim 38:36 kurz vor Schluss, doch ein starker Schlussspurt um Jan-Ole Schimmel und Peter Gohl sicherte den verdienten Heimerfolg. Bester Torschütze war Ante Grbavac mit 13 Treffern, gefolgt von Robin Egelhof (9). Die Jubelszenen nach der Schlusssirene machten deutlich, wie groß die Erleichterung beim TVH war. Nun gilt es, das positive Momentum mitzunehmen. Weiter geht es für Homburg am 15. November beim Tabellenzweiten TV Gelnhausen (19.30 Uhr).