Hyundai Ioniq 6 N-Version mit 650 PS
Wenn Hyundai zum Frühjahr den Ioniq 6 auch als N-Modell an den Start bringt, wird die schnittige Limousine zum elektrischen Sportwagen. Losgehen soll es dem Hersteller zufolge bei rund 75.000 Euro. Technisch bedienen sich die Koreaner dabei am Schwestermodell Ioniq 5 N, das seit knapp zwei Jahren verkauft wird. Wo bislang bei 239 kW/325 PS Schluss war, leisten die beiden E-Maschinen jetzt 478 kW/650 PS und bieten bis zu 770 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt der Ioniq 6 N im besten Fall in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht bis zu 260 km/h. Bislang war die Höchstgeschwindigkeit auf 185 km/h beschränkt. Die Energie dafür liefert ein 800-Volt-Akku mit 84 kWh, der sich auch speziell für den Einsatz im Motorsport konditionieren lässt. Im Normzyklus dürfte die Reichweite dagegen bei rund 400 Kilometern liegen. Die Energie dafür liefert ein 800-Volt-Akku mit 84 kWh. (dpa)
Mehr Nierenerkrankungen weltweit
Die Zahl der Menschen mit chronischer Nierenkrankheit hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. 2023 litten weltweit rund 788 Millionen Menschen daran, 1,48 Millionen starben daran, berichtet ein Team um Theo Vos von der University of Washington in „The Lancet“. Diabetes, Fettleibigkeit und Bluthochdruck zählen zu den häufigsten Ursachen. „Chronische Nierenerkrankungen erfahren in der Gesundheitspolitik weiterhin deutlich weniger Aufmerksamkeit als andere nicht übertragbare Krankheiten“, so Vos. Die Erkrankung war 2023 weltweit die neunthäufigste Todesursache und verursachte fast 12 Prozent der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders betroffen sind Nordafrika und der Nahe Osten mit rund 18 Prozent der Bevölkerung. Deutschland liegt mit 8,4 Prozent darunter. Lauryn Stafford betonte: „Chronische Nierenerkrankungen stellen eine wachsende globale Gesundheitskrise dar, deren Folgen größtenteils vermeidbar sind.“
Pariser Metro schafft Papier-Tickets ab
Die traditionellen Pariser Metro-Tickets aus Papier sind bald Geschichte. Der Verkauf der Fahrkarten wurde jetzt im gesamten Pariser Metro- und S-Bahnnetz eingestellt, teilten die Pariser Verkehrsbetriebe RATP mit. An die Stelle treten elektronisch aufladbare Karten und Abos sowie Tickets auf dem Smartphone, die von einem Großteil der Reisenden bereits genutzt werden. Vor zwei Jahren war bereits das gerade bei Touristen beliebte „Carnet de 10“ abgeschafft worden, ein Stapel von zehn früher auch aneinanderlaminierten Einzelfahrkarten zu einem reduzierten Tarif. Die Abschaffung der Fahrkarten soll auch dem Umweltschutz dienen. Zum Start der Umstellung schätzte die RATP, dass jedes Jahr mehr als 500 Millionen Papiertickets verkauft werden – und im Müll oder auf der Straße landen. Die Tickets aus kräftigem Papier wurden gleich mit der Eröffnung der ersten Pariser Metro-Linie vor 125 Jahren eingeführt. (dpa)
Kritik
„Einfach mal machen“
Die frühere Eiskunstläuferin Katarina Witt meint, dass ihre Generation „den Laden am Laufen“ halte. Das sagte die 1965 geborene Witt, die am 3. Dezember 60 Jahre alt wird, dem Magazin „Focus“. Witt gehört zur Generation X, die etwa die Jahrgänge 1965 bis 1980 umfasst. Diese hätten mit „Fleiß und Disziplin“ viel aufgebaut. Sie frage sich, ob die jüngere Generation „über die nötige Resilienz verfüge“, so Witt weiter. „Wenn mich heute ein 28-Jähriger unschlüssig anschaut und ernsthaft meint, er müsse noch drüber nachdenken, ob sein Job das Richtige sei, dann muss ich schon sagen: Wir haben einfach mal gemacht und losgelegt“, erzählte die zweimalige Olympiasiegerin. Ältere Menschen seien ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Wenn diese älter werde und sich dadurch verändere, solle man das „umarmen“ – und nicht problematisieren.
Witt wurde 1984 und 1988 Olympiasiegerin. Die in Berlin-Staaken geborene Sportlerin trat zunächst für die DDR und später für das wiedervereinigte Deutschland an. Inzwischen ist sie unter anderem Unternehmerin. Die Chancen, die ihr das Leben geboten habe, habe sie „immer bei den Hörnern gepackt“ und zu 95 Prozent das Leben geführt, das sie habe führen wollen, sagte Witt. (dpa)