Füchse-Galas
In der Handball-Champions-League haben die Füchse Berlin ihre Serie auf sieben Siege in Folge ausgebaut. Am 13. November musste der Deutsche Meister zu Sporting Lissabon. „Von außen betrachtet, glaube ich, dass dieses Spiel große Werbung für unseren Sport war“, schwärmte Füchse-Coach Nicolej Krickau. Er hatte Hoch-Tempo-Handball von beiden Seiten gesehen mit dem besseren Ende für die Füchse, die mit 38:37 gewannen. Wenig Durchschnaufpause vor dem nächsten Topspiel nur zwei Tage später, dem HBL-Heimspiel gegen den THW Kiel. Vor ausverkauftem Haus führten die Berliner lange, Kiel kam immer wieder heran, doch die Berliner hatten mit 32:29 das bessere Ende für sich. Füchse-Manager Bob Hanning meinte, die letzten zehn Minuten sei das Team „einfach stehend k. o.“ gewesen und kündigte an, in den „nächsten 14 Tagen“ einen „erfahrenen Spieler, der uns hilft“ zu verpflichten.
Pflichtsieg
Am 12. November trat Alba Berlins Männerteam beim tschechischen Meister ERA Nymburk an. Hatten die Berliner zwei Wochen zuvor beim Hinspiel in der Champions League daheim einen 94:78-Erfolg eingefahren, so gelang in Prag, wohin Nymburk in der BCL ausweichen muss, ein 88:75. Alba trat als Team auf, alle Spieler trafen, am besten Norris Agbakoko (13 Punkte). Die Hauptstädter lagen damit auf Rang zwei der Gruppe B hinter Chalon (Frankreich). Nur die Erstplatzierten der acht Gruppen qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale.
Fünf-Punkte-Woche für die Eisbären
Die Eisbären haben ihre ersten beiden DEL-Spiele nach dem Deutschland-Cup gewonnen. Vergangene Woche Freitag bei den Nürnberg Ice Tigers führten sie schon mit zwei Treffern, doch die Franken kamen stark zurück. Eine Minute vor Ende brauchte es einen Treffer von Ty Ronning zum 4:4, um noch die Verlängerung zu erreichen, die torlos blieb. Im Penaltyschießen besiegelte Liam Kirks Tor zum 5:4 den Eisbären-Sieg. Am 16. November mussten die Eisbären zu Hause harten Widerstand der Löwen Frankfurt brechen. Erst Yannick Veilleux’ Empty-Net-Treffer zum 4:2 brachte die Entscheidung.
Traumstart in die Champions League
Die Gruppe 3 der Tischtennis-Champions-League der Frauen gilt als die am stärksten besetzte überhaupt mit Rekord-Champion TTC Berlin Eastside, Saint-Denis TT 93 (Frankreich) und dem zweimaligen Titelgewinner Linz AG Froschberg (Österreich). Doch Nina Mittelham, Miyuu Kihara und Xiaona Shan machten für Eastside am 12. November beim Auswärtsspiel in Saint Denis mit 3:0 wenig Federlesen, und auch das Heimspiel vier Tage darauf gegen Froschberg gewannen Yuka Kaneyoshi, Natalia Bajor und Shan sicher 3:1.
Volleyball
Volleys auf der Suche
Noch sind die BR Volleys nicht auf dem meisterhaften Level der vergangenen Spielzeiten. Beim Spitzenspiel am 12. November gegen die SVG Lüneburg in der Max-Schmeling-Halle starteten die Berliner zwar schwungvoll in den ersten Satz, doch dann stieg ihre Fehlerquote, und sowohl Aufschlag als auch Annahme verließen sie: Satz Lüneburg. Dasselbe Bild in den beiden Folgesätzen, am Ende stand eine folgerichtige 0:3-Niederlage, schon die zweite derart klare Schlappe der Saison. Drei Tage danach ging es zur FT 1844 Freiburg. In der kleinen Act-Now-Halle trotzten die Volleys auch der im Volleyball ungewöhnlich frenetischen Unterstützung des Freiburger Fanclubs „Affenbande“. Angeführt von Diagonalangreifer Daniel Malescha, der statt Jake Hanes Spielzeit bekam, und Matt Knigge (100 Prozent Angriffsquote), fuhren die Berliner einen standesgemäßen 3:0-Auswärtssieg ein. Dabei schwächelten die Berliner im dritten Satz noch einmal, setzten sich aber doch durch.
Para-Sportler des Jahres
Die Para-Sportler des Jahres 2025 stehen fest. Para-Sportlerin des Jahres ist die Saarländerin Johanna Recktenwald (Para Ski nordisch), Para-Sportler des Jahres Josia Topf (Para-Schwimmen) und als Para-Team des Jahres wurde die U23-Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft ausgezeichnet. Para-Nachwuchssportlerin des Jahres ist Jule Roß (Para-Leichtathletik). Auffällig: Keiner der Gewinner ist älter als 24 Jahre. Entschieden wurde die Wahl von einem Expertengremium und rund 12.000 Teilnehmenden in einer Online-Abstimmung. „2025 war ein herausragendes Jahr für den Para Sport“, sagt DBS-Vorstand Leistungssport Marc Möllmann. Es freue ihn, dass „ein großes Scheinwerferlicht auf einige der herausragenden Persönlichkeiten“ geworfen werde, die zwar „erst am Anfang ihrer Karriere stehen, aber schon jetzt großartige Erfolge vorweisen können“.
Saarländer im DLV-Kader
Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat seinen Kader für 2026 vorgestellt. Insgesamt gehören bundesweit 455 Athletinnen und Athleten dem Olympiakader, Perspektivkader und Nachwuchskader 1 an. Für das Saarland besonders erfreulich: Neben Marathonläufer Richard Ringer (LC Rehlingen, Jahrgang 1989), der weiterhin Teil des Perspektivkaders bleibt, sind gleich drei junge Athleten erstmals in einen Bundeskader aufgenommen worden. Timo Port (SV GO! Saar 05, 2006) steigt im Hammerwurf in den Perspektivkader auf. Ksenia Helios (SV GO! Saar 05, 2005) wird im Sprint über 100 Meter Teil des Nachwuchskaders 1, ebenso wie Lucca Agostini (SV GO! Saar 05, 2006) im Langsprint über 400 Meter. Die Kaderzugehörigkeit eröffnet ihnen Zugang zu Trainings- und Fördermaßnahmen und Lehrgängen des DLV. Der Verband hatte seine Kaderstruktur zuvor angepasst, um Talente altersgerecht zu fördern – jüngere Athletinnen und Athleten starten im Nachwuchskader 1, der Perspektivkader gilt erst ab Jahrgang 2006. Für die saarländischen Sportler markiert die Nominierung einen starken Abschluss einer erfolgreichen Saison.
Handball
Sieg für die HG Saarlouis
Die HG Saarlouis hat in der 3. Liga den fünften Auswärtssieg gefeiert. Beim 32:29 (20:13) gegen die Bergischen Panther dominierten die Saarländer zunächst klar, machten es nach der Pause aber, wie Trainer Jörg Lützelberger es formulierte, „unnötig spannend“. Nach einer starken ersten Hälfte führte die HGS zwischenzeitlich 19:10. Eberlein, Noh und Weißgerber prägten den starken Offensivauftritt, ehe im zweiten Durchgang mehrere Fehlwürfe und ein 5:0-Lauf der Gastgeber die Partie wieder öffneten. Lützelberger zog früh die Notbremse und lobte später die Reaktion seines Teams: Angeführt von Tom Paetow ließ Saarlouis den Gegner „nicht näher als auf zwei Tore herankommen“. In der Schlussphase setzten die Routiniers Yves Kunkel und Hubert Kornecki entscheidende Akzente, ehe Noh vom Siebenmeter und Treffer von Weißgerber sowie Kornecki den Auswärtserfolg sicherten. „Wir haben uns jetzt die Möglichkeit für ein Top-Spiel geschaffen“, so Lützelberger mit Blick auf das Heimspiel gegen den TV Gelnhausen an diesem Samstag (20 Uhr) in der Stadtgartenhalle.
Verpasste Chance
Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat die Chance verpasst, die Tabellenführung in der Tischtennis-Bundesliga zu übernehmen. Trotz einer 2:0-Pausenführung verlor der FCS am achten Spieltag gegen den TTC Bad Homburg noch im Schlussdoppel. Die Saarländer konnten damit den überraschenden Ausrutscher des bisherigen Spitzenreiters Werder Bremen nicht nutzen. Ohne Patrick Franziska und Topstar Fan Zhendong lag das Team um Darko Jorgic zunächst auf Kurs: Yuto Muramatsu brachte Saarbrücken mit einem 3:1 über Juan Perez in Führung, Jorgic erhöhte mit einem klaren Dreisatzsieg gegen Csaba Andras auf 2:0. Nach der Pause drehte Bad Homburg die Partie. Benno Oehme holte seinen ersten Saisonsieg, Andras glich gegen Eduard Ionescu aus, und im entscheidenden Doppel unterlag der FCS knapp in fünf Sätzen. Saarbrücken steht nun mit 10:6 Punkten auf Rang drei hinter Bremen und Tabellenführer Borussia Düsseldorf. Bad Homburg bleibt Zehnter.