Keine Berliner Siege
Zum Abschluss der Hinrunde in der Regionalliga Nordost gab es am 17. Spieltag keinen Dreier für einen der fünf Vertreter aus der Hauptstadt. Im direkten Aufeinandertreffen trennten sich etwa der BFC Preussen und die VSG Altglienicke 1:1, Adekunles Führungstor für die Gastgeber nach der Pause konterte VSG-Torjäger Nietfeld mit dem Ausgleichstor keine zehn Minuten später. Der BFC Dynamo (16 Punkte) war in Chemnitz nach dem 1:0 durch Reincke nah dran, musste aber fünf Minuten vor Schluss das 1:1 hinnehmen. Glücklicher mit seinem 1:1 dürfte Schlusslicht FC Hertha 03 (acht Punkte) in Greifswald gewesen sein – Schulz glich den Rückstand in der Hansestadt noch vor der Pause aus, wodurch die Zehlendorfer die rote Laterne an den nun punktgleichen FC Eilenburg abgaben. Ganz leer ging Hertha BSC II (18 Punkte) aus – auf eigenem Platz handelte man sich eine 0:2-Niederlage gegen Babelsberg 03 ein.
Füchse jetzt vorne
Nach dem 14. Spieltag trennen in der Berlin-Liga Platz eins und elf nur sechs Punkte. Der bisherige Tabellenführer 1. FC Wilmersdorf verlor das Topspiel im Volkspark durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:4 (Tore: Izal, Weber, Kupfer – El Taib, Bakal, El Sadani, Lieberam) gegen die VSG Altglienicke II. Dadurch konnten sich die Füchse mit einem 2:1-Erfolg (Tore: Sunday, Yildirim – Schanda) im vorgezogenen Spiel bei Polar Pinguin vorerst an der Spitze festsetzen. Die Spandauer Kickers sind nach dem 5:1 gegen TSV Mariendorf nun punktgleich Zweiter. Tastan glänzte mit drei Toren. Am Tabellenende konnte der SSC Südwest Boden gutmachen: Den Steglitzern gelang ein 1:0-Erfolg (Tor: Olsowski) gegen den Berliner SC, während von den fünf Clubs vor dem SSC in der Tabelle nur BW Hohen Neundorf einen Zähler (1:1 gegen Biesdorf; Tore: Draski – Steinke) erreichte. Düsterer sieht es für den SC Staaken aus: Nach dem 0:1 (Tor: Struck) gegen Blau-Weiß 90 bleibt der Oberligaabsteiger Vorletzter.
Hertha-Frauen bleiben Erste
Die beiden obersten nationalen Ligen im Frauenfußball hatten aufgrund der Länderspiele am vergangenen Wochenende Pause. Am Sonntag tritt das Bundesligateam des 1. FC Union (Platz 11) dann beim Tabellensiebten TSG Hoffenheim an und könnte sich mit einem Erfolg von den letzten drei Plätzen weiter absetzen. Auch die Frauen von Viktoria Berlin (Platz 7) könnten mit einem Sieg beim Schlusslicht VfR Warbeyen Punkte für den Klassenerhalt sichern. In der Regionalliga Nordost wurde dagegen gespielt: Die Frauen von Hertha BSC machten es am elften Spieltag den Männern nach und siegten 1:0. Den Treffer erzielte einmal mehr Torjägerin Wellhausen. Die Herthanerinnen bleiben dadurch mit drei Punkten Vorsprung auf Rang eins, gefolgt vom 1. FC Union II, der einen Rückstand dank Toren von Okoro und Schulz noch in einen 2:1-Sieg über den 1. FC Magdeburg verwandelte. Im Berlin-Brandenburger Duell setzte sich dazu Türkiyemspor mit 1:0 gegen BW Hohen Neuendorf durch.
Oberliga Nord
Die reinste Torflut
Souverän setzte sich Spitzenreiter SV Tasmania am 15. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord beim 3:0-Erfolg (Tore: Baak, Amamoo, Cruz Magalhaes) zu Hause gegen das formstarke Team von Eintracht Mahlsdorf durch. Doch „Verfolger“ Lichtenberg 47 hielt in einem wahren Krimi dank eines 4:3-Siegs bei Tennis Borussia den Anschluss. Bereits sechs Punkte dahinter folgt TuS Makkabi bei einem Spiel mehr – die Charlottenburger gewannen ihre Partie gegen SD Croatia mit 2:1 (Tore: Koomson, Gefrörer – Durmus). Für Verwunderung sorgte Viktoria Berlin: Das Schlusslicht führte zehn Minuten vor der Pause bereits mit 4:0 (Tore: Zekir Oglou, Tchadjei je zwei) gegen FC Hansa II und fuhr den wichtigen Dreier am Ende trotz zweier Gegentore ein. Weiter aus dem Tritt präsentiert sich hingegen der SV Sparta, der beim 3:4 (Tore: Gashi, Schmüser, Hänsch) zu Hause gegen Neuling SV Siedenbollentin die dritte Niederlage in den letzten vier Partien kassierte. Auch der Berliner AK erlitt beim 1:2 (Tor: Jojkic) gegen Neustrelitz einen weiteren Rückschlag.
Essen reagiert
Nach dem Spiel gegen Energie Cottbus stand Rot-Weiss Essen nicht nur wegen eines Becherwurfs auf den vierten Offiziellen unter Beobachtung, sondern auch wegen diskriminierender Gesänge, die nach Abpfiff von Teilen der Westtribüne angestimmt wurden. Obwohl das Stadion bereits weitgehend leer war, verbreiteten sich die Szenen schnell. Gesänge wie „Hey, was geht ab, wir schieben sie alle ab“ oder „Zickzack, Zigeunerpack“ sorgten für deutlichen Widerspruch aus dem Verein. „Das können wir überhaupt nicht nachvollziehen und auch nicht tolerieren“, sagte Vorstandsmitglied Alexander Rang. Der Austausch mit der Fanszene wurde in den vergangenen Tagen fortgesetzt.
Um strukturiert gegenzusteuern, hat RWE einen „Arbeitskreis Fans“ ins Leben gerufen, an dem Vertreter der Stadt, der Polizei und der organisierten Fanszene teilnehmen sollen. Parallel arbeitet der Klub an der Aufklärung des Becherwurfs. Dem Täter drohen ein Stadionverbot, eine Anzeige wegen Körperverletzung sowie zivilrechtliche Ansprüche des Vereins im Hinblick auf die zu erwartende DFB-Geldstrafe.
Jugendförderung
Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wurde das Kurt-Gluding-Dorf in Bachem am Freitag offiziell in die Verantwortung der Gemeinde Losheim am See übergeben. Bürgermeister Helmut Harth sowie der Bachemer Ortsvorsteher Johannes Kautenburger nahmen die Anlage vom Saarländischen Fußballverband entgegen. Der bisherige Name bleibt erhalten und auch der ursprüngliche Zweck: Die Gemeinde plant, das Gelände künftig freizeit- und bildungsbezogen weiterzuentwickeln. Das Kurt-Gluding-Dorf ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der regionalen Jugendarbeit. Benannt wurde es nach dem früheren SFV-Präsidenten Kurt Gluding, der den Verband von 1982 bis zu seinem Tod 1993 prägte und sich mit großem persönlichem Einsatz für den Bau des Jugenddorfes starkmachte. Bereits im März 1993 hatte der Gemeinderat Losheim dem Projekt zugestimmt, im Mai 1994 wurde die Anlage eingeweiht.
Homburg siegt
Im letzten Heimspiel des Jahres empfing der Fußball-Regionalligist FC Homburg im Waldstadion den SC Freiburg II. Im Hinspiel am zweiten Spieltag kassierte der FCH im Breisgau eine verdiente 3:5-Niederlage. Am vergangenen Sonntag wollte die Mannschaft von Cheftrainer Roland Seitz trotz der enttäuschenden vergangenen Monate einen versöhnlichen Heim-Abschluss erreichen. Und das gelang auch. Die Partie startete mit angezogener Handbremse, viel tat sich in der Anfangsphase nicht vor den Toren. Nach einer Viertelstunde saß die zweite ernsthafte Annäherung bei dem Homburger dann aber schon: Manuel Kober kam fast an der Außenlinie an einen zweiten Ball und chippte ihn mit viel Gefühl zum 1:0 ins lange Eck (15.) Bismark Adomah konnte wenig später ausgleichen. Noch vor der Pause brachte Nicolas Jörg den FCH abermals in Führung. In der zweiten Halbzeit schlug dann die Stunde von Routinier Markus Mendler, der zweimal traf und am Ende für einen beruhigenden Vorsprung sorgte.
3. Liga
Coskun verlängert
Der MSV Duisburg hat den Vertrag mit Außenverteidiger Can Coskun vorzeitig verlängert. Sportchef Chris Schmoldt sprach von einem „wichtigen Baustein“ für die Kaderplanung und verweist auf Coskuns Rolle als zuverlässigen Leistungsträger: „Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem MSV, geht im Training voran und liefert in entscheidenden Momenten.“ Trainer Dietmar Hirsch lobte den 27-Jährigen als einen Spieler, „der immer wieder mit Qualität und Willen überzeugt“. Coskun war im Sommer 2024 nach Duisburg gekommen und absolvierte seitdem 53 Pflichtspiele für die Zebras, darunter alle bisherigen 16 Partien dieser Saison. Drei Tore und zwei Vorlagen unterstreichen seinen Wert, vor allem aber seine Konstanz. „Er passt perfekt zum Spielverein“, sagte Hirsch, „und ich freue mich auf den gemeinsamen Weg.“ Der Linksverteidiger selbst betonte seine Bindung an Verein und Umfeld: „Ich bin seit dem ersten Tag sehr gut angekommen und möchte mit dem Spielverein gemeinsam wachsen. Ich hab’ richtig Bock auf die Saison und auf die Zeit mit euch.“ Gerade in einer Phase, in der der MSV um Stabilität ringt, setzt der Club damit ein Zeichen der Kontinuität.