VSG gewinnt Stadtduell
Im zehnten Spiel unter der Leitung von Trainer Tilman Käpnick zeigte sich der FC Hertha 03 in der Regionalliga Nordost erstmals nicht konkurrenzfähig: Am 18. Spieltag unterlag das „Kellerkind“ aus Zehlendorf dem Stadtrivalen VSG Altglienicke mit 1:3 (Tore: Schulz – Roßbach, Friedrich, Türpitz) und war damit noch gut bedient. Dadurch übernahmen die 03er vor dem Nachholspiel gegen Chemie Leipzig (bei Redaktionsschluss nicht beendet) wieder die Rote Laterne, denn der BFC Preussen ließ sich und seine kleine Serie (vier Spiele, elf Punkte) ausgerechnet beim bisherigen Schlusslicht FC Eilenburg (0:1) ausbremsen. Auch nur zwei Punkte aus den letzten vier Partien verzeichnete der BFC Dynamo (siehe Story in dieser Ausgabe) – zu Hause gegen den Halleschen FC kam man zu einem 1:1 (Tor: Shcherbakovski). Immerhin rückte der BFC damit auf Platz 13 vor, weil Hertha BSC II den Tabellennachbarn ZFC Meuselwitz mit 3:1 (Tore: Berner, Ogbaidze, Rölke) besiegte.
Spitzenquintett ohne Sieg
Die Füchse verteidigten am 16. Spieltag der Berlin-Liga ihre Tabellenführung, obwohl sie in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich (Tore: Haney, Aslan – Medrane, Jobe) zu Hause gegen den SFC Stern 1900 hinnehmen mussten. Denn die Konkurrenz auf den vier folgenden Plätzen konnte ebenfalls nicht voll punkten: So unterlagen die Spandauer Kickers sogar 0:2 (Tore: S. Albrecht, Q. Albrecht) beim SV Empor, der dadurch zunächst die Abstiegszone verließ. Der SC Charlottenburg zog dazu in der Spitzengruppe durch einen 4:2-Erfolg (Tore: Engelsing 2, Reichel, Onyemaobi – Flores Kaya, Weber) im direkten Duell am 1. FC Wilmersdorf vorbei, während Blau-Weiß 90 und Türkspor sich beim 0:0 gegenseitig die Zähler abnahmen. Mit dem zweiten 5:2-Sieg (Tore: Jantzen, Stein, Diezermann, El Dayekh, Gakpeto – Schramm, Haj Youssef) in Folge hat sich dazu Oberligaabsteiger SC Staaken im immer noch dicht gedrängten Tabellenkeller etwas Luft verschafft – Gegner Fortuna Biesdorf rutschte hingegen auf den ersten Abstiegsplatz.
Union verliert, Viktoria gewinnt
Der Abwärtstrend des 1. FC Union in der Frauen-Bundesliga hält an: Durch die 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim sind die Köpenickerinnen jetzt seit sechs Partien ohne Sieg. Zwar hatte Union dabei Rang elf zumindest weiter sicher, aber eine Verringerung des Vorsprungs war noch möglich. Dazu steht am kommenden Montag ein schweres Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf dem Programm. Erst in der Nachspielzeit sicherte sich Viktoria Berlin in der 2. Liga den Sieg bei Schlusslicht VfR Warbeyen – nach der Pausenführung durch Ehegötz drehten die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit das Resultat. Die späten Treffer der „Himmelblauen“ von Metzker (90.+1) und Abu Sabbah (90.+3) sorgten dann aber noch für ein „Happy End“. In der Frauen-Regionalliga Nordost gingen dazu die letzten Partien des Jahres ohne Berliner Beteiligung über die Bühne – hier stand bereits Hertha BSC als Herbstmeister fest.
Oberliga Nord
Top 2 im Gleichschritt
Durch Spielausfälle und -verlegungen ist es praktisch unmöglich, den Herbstmeister 2025/26 in der NOFV-Oberliga Nord zu ermitteln. So musste sich der SV Tasmania am 16. Spieltag mit der Verteidigung der Tabellenführung begnügen – den Neuköllnern gelang ein 4:1-Sieg (Tore: Amamoo, Cruz Magalhaes je 2) gegen Optik Rathenow. Verfolger Lichtenberg 47 (eine Partie weniger, drei Punkte Rückstand) blieb aber durch einen 3:1-Erfolg (Tore: Alfer, Millgramm, Gruber – Koomson) bei TuS Makkabi „virtuell“ gleichauf mit Platz 1. Für Kopfschütteln sorgte einmal mehr Schlusslicht Viktoria: Nach einigen überraschenden Erfolgen in der jüngsten Zeit gab es diesmal beim 0:8 (Tore: Brecht, Zghal je 3, Durmus, Abu Hamid) gegen SD Croatia wieder eine kalte Dusche. Auch Tennis Borussia enttäuschte erneut und verlor mit 0:5 zu Hause gegen Klosterfelde – während der Berliner AK seinem Abwärtstrend mit einem 1:0 (Tor: Suyama) in Schwerin trotzen konnte. Dazu trennten sich der SV Sparta und Eintracht Mahlsdorf 2:2 (Tore: Tonk, Schmüser – Stettin, Mätzke).
Neuer Ausrüster
Der 1. FC Saarbrücken wird ab der Saison 2026/27 von Uhlsport ausgestattet. Der Verein gab am Freitag bekannt, sich nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren für den neuen Ausrüster entschieden zu haben. Die Kooperation umfasst die komplette Ausstattung aller Mannschaften sowie eine erweiterte Zusammenarbeit in den Bereichen Merchandising und Markenauftritt. FCS-Präsidiumsmitglied Dieter Weller bewertet die Entscheidung als wichtigen strategischen Schritt. „Diese Partnerschaft ist ein starkes Signal für die Entwicklung und Neuausrichtung unseres Vereins. Uhlsport teilt und unterstützt unsere Ambition, den nächsten Schritt in der sportlichen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu gehen“, sagte Weller. Auch Uhlsport sieht in der neuen Zusammenarbeit eine langfristig angelegte Partnerschaft. Geschäftsführerin Melanie Steinhilber erklärte: „Mit der neuen Zusammenarbeit zwischen Uhlsport und dem 1. FC Saarbrücken setzen wir unsere Strategie fort, ambitionierte Traditionsvereine mit klarer Perspektive gezielt zu unterstützen.“
Homburg gewinnt
Der FC 08 Homburg hat sein letztes Spiel des Jahres gewonnen und beim 2:0-Auswärtserfolg gegen den Bahlinger SC drei Punkte eingefahren. Die Saarländer verbesserten sich damit auf Tabellenplatz sechs, während Bahlingen im Abstiegskampf weiter unter Druck steht. Homburg bestimmte die Anfangsphase klar und ging nach 22 Minuten in Führung. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld wurde eine Flanke aus dem Halbfeld in den Strafraum gespielt, wo Qenaj einlief und den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte setzte. Joachims vergab später die Möglichkeit auf ein 2:0, da er nur die Latte traf. Die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber im ersten Durchgang hatte Echner kurz vor der Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Homburg zunächst spielbestimmend. Qenaj verpasste frei vor dem Tor das mögliche zweite Tor. In der Schlussphase bemühte sich der BSC stärker um Offensivaktionen, kam jedoch kaum zu Abschlüssen. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute. Nach einem Foul an Petermann entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Baum sicher verwandelte. Kurz darauf hätte Goncalves den dritten Treffer erzielen können, vergab jedoch aus kurzer Distanz. Bahlingen bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz, profitiert aber von der gleichzeitigen Niederlage des Tabellenletzten Schott Mainz. Homburg geht mit dem Sieg auf Rang sechs in die Winterpause.
SFV
Kandidat für Ohlmann-Nachfolge
Beim Saarländischen Fußball-Verband (SFV) steht im kommenden Jahr ein Präsidentenwechsel an. Heribert Ohlmann, seit 2020 im Amt, wird bei den turnusmäßigen Wahlen nicht erneut kandidieren. Sechs Monate vor dem Verbandstag am 6. Juni 2026 hat der bisherige Vizepräsident Lars Diedrich offiziell erklärt, dass er für die Nachfolge antreten möchte. Der SFV bestätigte die Kandidatur am Samstag über Sprecher Michael Scholl. Demnach habe der 45-Jährige, dessen Heimatverein der SV Felsberg ist, seine Bewerbung gegenüber dem Präsidium fristgerecht angezeigt. Diedrich gehört seit 2020 zum Führungsgremium des Verbands und verantwortet dort die Bereiche Verbandsentwicklung und Spielbetrieb. Zuvor war er unter anderem Mitglied der Kommission Qualifizierung. In einer Verbandsmitteilung sagt Diedrich: „Ich möchte mit meinem Vorstandsteam den Saarländischen Fußball-Verband konsequent weiterentwickeln, mit besonderem Fokus auf der Unterstützung des Ehrenamtes, der Qualifizierung und der nachhaltigen Förderung des Frauenfußballs.“ Ohlmann betont die Rückendeckung für die Kandidatur seines bisherigen Stellvertreters: „Lars Diedrich ist eine Persönlichkeit, die den Verband in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet hat. Vorstand und Präsidium unterstützen seine Kandidatur ausdrücklich“, erklärt er. Der Verbandstag findet am 6. Juni in der Gebläsehalle Neunkirchen statt. Rund 400 Delegierte aus den etwa 360 SFV-Vereinen werden erwartet. Je nach Zahl der gemeldeten Mannschaften verfügen die Vereine über eine bis fünf Stimmen. Weitere Kandidaturen sind möglich, theoretisch auch während des Verbandstages. Bislang ist Diedrich der einzige Bewerber für die Nachfolge Ohlmanns, dessen zweite Amtszeit regulär ausläuft. Der SFV zählt rund 97.000 Mitglieder.