Volleys geben keinen Satz ab
Die vergangene Woche brachte den BR Volleys Sieg 5 und 6 in Folge. Am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle hielt Aufsteiger Barock Volleys MTV Ludwigsburg mit dem VBL-Topscorer Nyherowo Omene voll dagegen, und so ging Satz 1 erst mit 29:27 an den Meister, der sich dann auch die beiden Folgedurchgänge sicherte. Am Samstag ging es dann in Halle/Saale zu den Volley Goats Mitteldeutschland, zuvor als VC Bitterfeld-Wolfen bekannt. Hier siegten die Berliner auch in den Sätzen sicher ebenfalls mit 3:0 und lagen danach auf Rang drei hinter Lüneburg und Düren. Die Netzhoppers Königs Wusterhausen hatten am Mittwoch zu Hause die Volley Goats 3:1 bezwungen, steckten aber am Sonntag eine 2:3-Niederlage beim TSV Haching München ein und lagen danach auf Rang sieben.
Füchse-Lazarett
Gleich ohne sieben verletzte Spieler wie Welthandballer Mathias Gidsel und Torwart Dejan Milosavljev wollten die Füchse am 4. Dezember dennoch den vorzeitigen Einzug ins Champions-League-Viertelfinale klarmachen. Doch Gastgeber Kolstad Handball im norwegischen Trondheim hatte andere Pläne und fügte mit 28:24 den Berlinern ihre erste CL-Niederlage bei, nach der diese aber weiter die Gruppe A anführten. Für mehr Tiefe auf der Torhüterposition wurde Frederik Höler von Kooperationspartner 1. VfL Potsdam mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Drei Tage später in der HBL bei der TSV Hannover-Burgdorf hatten die Füchse lange Mühe mit den Gastgebern, hatten aber schließlich mit 32:28 die Nase vorn.
Gegen Waspo untergegangen
Ein Sieg, der sich wie eine Niederlage anfühlte, war am 4. Dezember das 13:10 der Wasserfreunde Spandau 04 im Wasserball-EuroCup daheim gegen Steaua Bukarest, denn auch die Gegner von VK Šabac (Serbien) punkteten, sodass rechnerisch das Viertelfinale für Spandau außer Reichweite ist. Eine richtige Niederlage folgte am Nikolaustag an gleicher Stelle in der Bundesliga. Meister Waspo Hannover schenkte den Berlinern zum Hinrundenabschluss mit 20:13 richtig ein, Spandau blieb aber erster Verfolger der Niedersachsen mit drei Punkten Rückstand.
Olympia vorweggenommen
Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollten nach 2023 und 2024 das Grand-Prix-Finale der Eiskunstläufer in Nagoya (Japan) wieder gewinnen. Doch nach schweren Patzern im Kurzprogramm gingen sie nur als Fünfte in die abschließende Kür. Hier allerdings lieferte das Berliner Team mit 149,57 Punkten die beste Leistung ihrer bisherigen Karriere ab und kamen noch auf den dritten Platz hinter den Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara (Japan) und Sara Conti/Niccolo Macii (Italien).
Basketball
Alba schlägt Frankfurt
Während des Länderspielfensters verletzte sich Alba-Point-Guard Martin Hermannsson mit Island gegen Großbritannien schwerer. Statt eines erneuten Kreuzbandrisses muss er „nur“ mit eingerissenen Muskeln rund ums Knie für einige Wochen pausieren. So kam Bennet Hundt im Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle am 7. Dezember gegen die Frankfurt Skyliners zu deutlich mehr Spielzeit. Alba dominierte das 1. Viertel mit 23:8, aber die Hessen leisteten nun erbitterten Widerstand, sodass am Spielende nur Kleinigkeiten den Ausschlag für Alba gaben. Beim 89:83 war Jack Kayil treffsicherster Berliner (21 Punkte). Albas Frauenteam leistete sich am 3. Dezember im DBBL-Pokal-Achtelfinale beim Syntainics MBC in Halle/Saale einen kolossalen Fehlstart, machte aus dem 12:32 allerdings durch in der Folge stark verbesserte Wurfquote noch ein 70:64. Drei Tage später daheim gegen den Meister und Tabellenführer Rutronik Stars Keltern klappte auch zu Beginn wenig, doch diesmal änderte sich nichts daran. Der Kelterner Korb blieb wie vernagelt, und die 51:69-Schlappe war folgerichtig.
Vorzeitige Quali
Der KSV Köllerbach hat vorzeitig das Play-off-Ticket in der Ringer-Bundesliga gelöst. Mit einem souveränen 25:5-Heimsieg gegen Wacker Burghausen und dank der parallelen Niederlage des ASV Mainz 88 gegen Schorndorf (6:19) steht fest: Die Saarländer sind zwei Kampftage vor Schluss nicht mehr aus den Top sechs zu verdrängen. Köllerbach rangiert mit 12:12 Punkten auf Platz fünf, Mainz (7:17) hat keine Chance mehr aufzuholen. Gegen Burghausen geriet der Erfolg nie in Gefahr. Fünf der zehn Duelle beendete der KSV vorzeitig und holte jeweils vier Punkte durch Valentin Seimetz, Hayk Melikyan, Marc-Antonio von Tugginer, Vasile Taran und Oleksandr Khotsianivskyi. Insgesamt gewannen die Köllerbacher acht Kämpfe. Zum Abschluss der Hauptrunde empfängt der KSV am Samstag (19.30 Uhr) den Tabellenzweiten ASV Schorndorf in der Kyllberghalle.
Klatsche für Saarlouis Royals
Die Saarlouis Royals haben in der Basketball-Bundesliga ihre erste große Enttäuschung der Saison hinnehmen müssen. Beim bisher abstiegsgefährdeten Team der Angels Nördlingen unterlag die Mannschaft von Trainer Matiss Rozlapa klar mit 61:81 (27:37). Nach kräftezehrenden Wochen im Eurocup und einer angespannten Personalsituation fanden die Royals nie zu ihrem Rhythmus. Mehrere Leistungsträgerinnen erwischten einen schwachen Tag: Roosa Lehtoranta traf krankheitsbedingt nur einmal aus dem Feld, Neuzugang Jordyn Jenkins kam ebenfalls lediglich auf zwei Treffer, und Nationalspielerin Jessika Schiffer blieb ebenso weit unter Normalform. Zudem verlor Saarlouis das Rebound-Duell deutlich mit 35:51. Nun gilt der Fokus der Saarländerinnen der Regeneration – und dem Pokal: Am vergangenen Montag wurde das Viertelfinale ausgelost, die letzte Runde vor dem Final Four. Für die Saarlouiserinnen geht es dann zu Hause gegen den Herner TC. Gespielt wird am ersten Wochenende des neuen Jahres. Der exakte Termin folgt.
Handball
Heißer Titelfavorit
Die HG Saarlouis hat sich in der 3. Liga endgültig in die Favoritenrolle um den Aufstieg geschoben. Mit einem hart erkämpften 27:20-Auswärtssieg beim TuS Opladen behauptete das Team von Jörg Lützelberger die Tabellenführung und profitiert zugleich vom Patzer des Verfolgers HSG Nieder-Roden. Saarlouis führt nun mit 24:4 Punkten vor Nieder-Roden und Gelnhausen (je 21:5). In Opladen tat sich die HGS lange schwer, lag zur Pause 10:12 hinten und scheiterte mehrfach am starken TuS-Keeper Colin Beckert. Entscheidend war Torwart Finn Zecher, der für den verletzten Michel Fiedler durchspielte und mit 17 Paraden sowie einem gehaltenen Siebenmeter glänzte. Lützelberger lobte „eine besondere Defensivleistung“. In der Schlussphase drehte Saarlouis das Tempo auf und entschied die Partie mit einem 8:0-Lauf. Am Samstag steht das Saarland-Derby beim TV Homburg an (18.30 Uhr). Ein Punktverlust der HGS wäre eine Überraschung.
Norris ist Weltmeister
Lando Norris ist erstmals Formel-1-Weltmeister. Dem 26-jährigen Briten genügte beim Saisonfinale in Abu Dhabi ein dritter Platz, um Max Verstappen zu entthronen und McLaren den ersten Fahrertitel seit 2008 zu bescheren. In das letzte der 24 Saisonrennen war Norris mit einem Vorsprung von zwölf Punkten auf Verstappen und 16 auf Stallrivale Oscar Piastri gegangen. Mit ihm trägt nun ein neuer Typus Rennfahrer das Nummer-eins-Emblem. Norris spricht offen über mentale Herausforderungen. „Ich möchte einfach mein Leben genießen. Das ist eine Einstellung, die vielleicht nicht unbedingt mit Killer-Instinkt gleichzusetzen ist“, sagt er über sich selbst. Dass Fahrer offen auch über ihre Schwächen sprechen, ist ungewöhnlich in dem doch harten Motorsport. „Es ist großartig zu sehen, welches Vorbild Lando in der Formel 1, aber auch außerhalb geworden ist“, lobte daher der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel.