Das Sterben der Brillenpinguine
Die Brillenpinguin-Bestände vor Südafrika sind in wenigen Jahren dramatisch eingebrochen. Laut einer neuen Studie in der Fachzeitschrift „Ostrich“ gingen die Populationen auf Dassen Island und Robben Island von 2004 bis 2011 um rund 95 Prozent zurück –
schätzungsweise 62.000 Tiere verhungerten. Ursache sei vor allem ein gravierender Mangel an Sardinen und Sardellen, den Hauptbeutetieren der Pinguine, erklärt Studienautor Richard Sherley. „Zwischen 2004 und 2011 lag der Sardinenbestand konstant unter 25 Prozent seines Höchststandes“, sagt er. Besonders kritisch ist die Mauserzeit, in der Brillenpinguine rund drei Wochen fasten müssen und zuvor genug Fettreserven benötigen. Reichen die Nahrungsbestände davor oder danach nicht aus, droht der Hungertod. Die Art gilt seit 2024 als vom Aussterben bedroht. Südafrika hat rund um sechs Kolonien Fischereiverbote eingerichtet, die in diesem Jahr ausgeweitet wurden.
Achtung: Fake-Anrufe von der 116 116
Die Telefonnummer des Karten-Sperrnotrufs 116 116 kennen die meisten und vertrauen ihr. Diesen Umstand missbrauchen derzeit verstärkt Kriminelle, die bei Anrufen vorgeben, für den Notruf zu arbeiten, um an vertrauliche Daten wie PIN- oder TAN-Nummern zu kommen, warnt der Sperrnotruf 116 116. Dazu fälschen sie mit technischen Tricks die Rufnummer, die auf dem Display angezeigt wird (Call-ID-Spoofing). Damit sieht es für Angerufene so aus, als ob sich der Sperrnotruf bei ihnen meldet. Aber: Der Sperrnotruf ruft niemals über die 116 116 an und fragt nie nach sensiblen Informationen. Auch Kreditinstitute etwa tun das am Telefon nicht. Der Sperrnotruf rät, sofort aufzulegen, wenn ein unerwarteter Anruf kommt, bei dem ein angeblich dramatisches Problem geschildert wird. (dpa)
Renault bringt sechste Generation des Clio
Kurz nach dem Jahreswechsel bringt Renault die sechste Generation des Clio an den Start. Der neue Clio soll vor allem jene Kunden ansprechen, die noch nicht reif sind für den Umstieg auf den elektrischen Renault R5 oder sich die teure E-Technik nicht leisten können. Deshalb liegen die Preise deutlich niedriger und starten bei 19.900 Euro, teilt Renault mit.
Innen gilt das vor allem für das digitale Cockpit mit der Integration der aktuellsten Google-Software für Navigation und Infotainment. Und beim Antrieb steht dafür der Full-Hybrid an der Spitze der Motorenpalette. 118 kW/160 PS stark, kombiniert er einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei E-Motoren und einem 1,4 kWh großen Puffer-Akku. Damit erreicht er auf der Autobahn laut Renault bis zu 180 km/h, fährt aber in der Stadt bis zu 80 Prozent der Strecken voll elektrisch.
Ergebnis: ein Normverbrauch von ab 3,9 Litern (ab 89 g/km CO2) und eine rechnerische Reichweite von 1.000 Kilometern. Alternativ gibt es im Einstiegsmodell einen 1,2 Liter großen Dreizylinder mit 85 kW/115 PS. (dpa)
Komiker
Verfahren eingestellt
Das Kölner Amtsgericht hat ein Verfahren gegen Oliver Pocher wegen übler Nachrede vorläufig eingestellt. Der Komiker soll 15.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen. Darauf einigten sich Pocher, die Staatsanwaltschaft und die Richterin in einem Rechtsgespräch. Pocher war wegen Äußerungen in zwei Videos aus dem Jahr 2020 angeklagt. In seinem Format „Bildschirmkontrolle“ hatte er behauptet, dass sich die Influencerin Anne Wünsche positive Beiträge für ihr eigenes Social-Media-Tun erkauft habe – darunter 96.000 Herz-Emojis. Pocher hatte sich dabei auf die Angaben eines Informanten verlassen, ohne diese zu überprüfen. Pochers Verteidiger sagte, sein Mandant habe die Behauptungen bedauerlicherweise nicht ausreichend nachrecherchiert. Der Comedian stimmte der Einstellung des Prozesses zu: „Bitte einfach beenden“, sagte er vor Gericht. Zuvor war in dem Fall ein Strafbefehl zur Zahlung von 15.000 Euro gegen Pocher erlassen worden. Weil der 47-Jährige dagegen Einspruch eingelegt hatte, kam es nun zum Strafprozess. (dpa)