Top in Deutschland und Europa
Der TTC Berlin Eastside bleibt in dieser Saison ungeschlagen. Am 20. Dezember rangen in der Berliner Paul-Heyse-Straße Nina Mittelham, Liu Weishan und Shan Xiaona in der Tischtennis-Champions-League Saint-Denis TT 93 mit 3:2 nieder und stehen als Gruppensieger fest. Neuzugang Liu punktete zweimal. Ihr Ex-Club, der Deutsche Meister TTC Weinheim, kam in der Bundesliga tags darauf bei Eastside (Mittelham, Sabina Šurjan, Mia Griesel, Josi Neumann) mit 1:6 unter die Räder. Eastside ist Vorrundenmeister.
Gebrauchte Woche
Eine 2:0-Führung und fünf Treffer insgesamt beim DEL-Tabellenführer ERC Ingolstadt reichten den Eisbären am 18. Dezember nicht. Sie erhielten nach dem Traumstart zu viele Zeitstrafen und steckten alleine vier Treffer in Unterzahl ein. Die Vielzahl der Undiszipliniertheiten „in verschiedenen Bereichen“, so Trainer Serge Aubin, bereiteten den Weg zum 8:5-Endstand für die Ingolstädter. Beim Heimspiel drei Tage später gegen die formstarken Kölner Haie ließen die Eisbären bei 3:2-Führung beste Chancen zum 4:2 aus. Stattdessen glich Nate Schnarr zum 3:3 aus. Köln überstand sogar eine Zeitstrafe in der Overtime schadlos. Im Penaltyschießen versenkte dann Schnarr den Puck zum 4:3-Erfolg für die Haie.
Gruppensieg
Alba Berlin steht als Sieger der Gruppe B der Basketball Champions League direkt in der Runde der letzten 16 ab Ende Januar. Das letzte Puzzleteil dafür war am 16. Dezember der Sieg im Heimspiel gegen den BC Sabah aus Baku (Aserbaidschan). Zur Halbzeit lagen die Berliner noch mit vier Zählern in Rückstand, trafen in der Folge aber ihre Distanzwürfe und profitierten auch von nachlassenden Kräften der Gäste. Am Ende stand ein deutlicher 106:82-Erfolg der Albatrosse. Vier Tage später beim Bundesliga-Heimspiel gegen Vizemeister Ratiopharm Ulm war hingegen die Enttäuschung groß. Nach verschlafenem Beginn führte Alba lange, sogar teils deutlich, bis Ulm besser verteidigte und so den Berlinern noch mit 67:66 den Sieg entriss. Albas Frauenteam musste am 21. Dezember zum Syntainics MBC nach Halle/Saale und fand wenig Zugriff zum Spiel. Die Dreier fielen nicht, auch am Brett ging wenig, Ballverluste wurde durch den MBC bestraft, der verdient mit 70:64 etwas Wiedergutmachung für das Pokal-Aus gegen Alba betrieb.
Handball
Final Four erreicht
Am 18. Dezember trafen die Füchse in der Berliner Max-Schmeling-Halle im Viertelfinale um den DHB-Pokal auf den THW Kiel. Dabei lagen sie zuerst 3:7 zurück. Dann allerdings lief Berlins Torwart Dejan Milosavljev zur Hochform auf und startete das Comeback seines Teams. Nach einer Viertelstunde gingen die Füchse erstmals in Führung – 10:9. Kiel und Berlin blieben fortan auf Augenhöhe, der THW führte 17:16 zur Halbzeit. Nach der Halbzeit profitierten die Füchse häufig von Kieler Fehlern, als diese mit sieben Feldspielern, aber ohne Torwart agierten, und so einfache Gegentreffer zuließen. Doch erst nach einer THW-Zeitstrafe kurz vor Ende setzten sich die Füchse auf zwei Tore Vorsprung ab und brachten ein 32:30 über die Ziellinie. Im Final Four in der Kölner Lanxess Arena am 18. und 19. April treffen sie im Halbfinale auf den TBV Lemgo Lippe. Den zweiten Finalisten spielen der Bergische HC und der SC Magdeburg aus. Nach dem Spiel gegen Kiel wurde offiziell: Nach sieben Jahren verlässt Dejan Milosavljev zum Saisonende 2026 die Füchse und wechselt zu Industria Kielce (Polen). Im Bundesligaspiel beim Tabellen-Sechzehnten GWD Minden am 21. Dezember stand statt seiner Lasse Ludwig zwischen den Berliner Pfosten und hielt ebenso herausragend. Trotz diverser technischer Fehler hatten die Füchse leichtes Spiel und siegten mit 38:29.
Ehrung
Sportler des Jahres 2025
Premiere für Leo Neugebauer und Franziska Preuß, Wiederholungscoup für Dennis Schröder und seine Dauersieger: Der Zehnkampf-Weltmeister, die Gesamtweltcupsiegerin im Biathlon und die Basketball-Europameister sind Sportler des Jahres 2025. Bei der Zeremonie im Kurhaus von Baden-Baden kamen 720 geladene Gäste am Abend des vierten Advents zusammen, um die sportlichen Höchstleistungen im Zwischenjahr zwischen Olympia in Paris und den schon im Februar steigenden Winterspielen zu würdigen. Im festlich geschmückten Bénazetsaal ging der Blick schon voraus auf das Mega-Sportjahr 2026 mit Olympia in Italien und der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Doch im Fokus standen die Sieger der Journalistenwahl, die im abgelaufenen Sportjahr Großes vollbrachten. Das galt auch und vor allem für Leichtathlet Neugebauer, der im Gegensatz zu den weiteren Siegern kurz vor Weihnachten nicht mehr im Wettkampfstress steckt. Der 25-Jährige hatte sich am verregneten Schlusstag der WM in Tokio erstmals zum König der Athleten gekrönt. Aus dem bayerischen Wasserburg am Inn kommt die Biathletin Preuß, die im fortgeschrittenen Sportleralter die beste Saison ihrer Karriere erlebte. „Es lief von vorn bis hinten alles perfekt“, sagte Preuß nach ihrer Ehrung. Die große Kristallkugel als Gesamtsiegerin im Weltcup, dazu Gold und drei weitere Medaillen bei der WM in Lenzerheide heimste sie ein. „Ich muss mir und auch sonst niemandem mehr etwas beweisen“, sagte die 31 Jahre alte Preuß. Nach 2023 erneut geehrt wurden die Basketballer, die im September in Riga mit EM-Gold das Titeldouble, bestehend aus Welt- und Europameistertitel, perfekt gemacht haben. Die NBA-Profis um Kapitän Schröder und Jungstar Franz Wagner führten das Team von Bundestrainer Alex Mumbru im Finale gegen die Türkei zur nächsten großen Trophäe.
Herbert gefeuert
Deutschlands Weltmeistertrainer Gordon Herbert ist nicht mehr Coach der Basketballer des FC Bayern München. Nach einer Niederlagenserie in der Euroleague gab der Deutsche Meister das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit mit dem 66-Jährigen bekannt. Die Entscheidung sei „zum Wohle des Teams und des Vereins“ gefallen, betonten laut Mitteilung beide Seiten. Herbert besitzt ab dem kommenden Sommer einen Vertrag als Auswahlcoach in seinem Heimatland Kanada.
TVH unterliegt auswärts
In der dritten Handball-Liga hat der TV Homburg einen Auswärtssieg verpasst. Das Team unterlag bei der Zweiten Mannschaft von Melsungen mit 30:31. Gegen Ende der ersten Halbzeit kam Melsungen heran, glich aus und ging zeitweise in Führung. Mit einem knappen 15:14 für Homburg ging es in die Halbzeitpause. Danach blieb es zunächst knapp. In der letzten Viertelstunde konnte sich Melsungen absetzen. Vier Homburger Treffer in Folge kamen am Ende des Spiels zu spät. In der insgesamt zerfahrenen, von technischen Fehlern geprägten Partie sei Melsungen nach dem Seitenwechsel einfach „aggressiver“ gewesen. „Und dann mussten wir Robin Egelhof nach seiner Roten Karte ersetzen“, erklärte Trainer Pedro Vieira. Rückraumspieler Tim Altmeyer pflichtete gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ bei: „Wir haben einige unnötige Fehler gemacht, die eben in der 3. Liga sofort bestraft werden.“ So geht der TV Homburg mit nur drei Punkten als Tabellenletzter ins neue Jahr.