Momentan nur Mittelmaß
Rund um den Jahreswechsel hatten die Eisbären volles Programm. Am Tag vor Heiligabend fingen sich die Berliner in der SAP Arena beim Rivalen der vergangenen Jahre, den Adlern Mannheim, gleich vier Tore in nur sechs Minuten ein. Logische Konsequenz: eine 5:8-Pleite. Am zweiten Weihnachtstag brachte das Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg die nächste Niederlage. In einer defensiv orientierten Partie führten die Eisbären 1:0, doch Wolfsburg stellte schon im Mitteldrittel den 1:2-Endstand sicher. Erst zwei Tage später ging an selber Stelle die Niederlagenserie nach vier Schlappen zu Ende. Die Eisbären traten meisterlich auf und schickten die Nürnberg Ice Tigers mit 5:2 geschlagen nach Hause. Der Aufschwung hielt allerdings nicht lange an. Am 30. Dezember in Bremerhaven wogte das Spiel zwischen den Fischtown Pinguins und den Berlinern hin und her, nach einem 3:0-Lauf siegten aber die Männer von der Nordsee mit 6:4. Auch zu Hause in der Uber Arena ließen sich die Eisbären beim Spiel am 2. Januar den Sieg von den Löwen Frankfurt entreißen. Besonders mit dem Mitteldrittel war Chefcoach Serge Aubin unzufrieden: „Wir haben aufgehört zu spielen, und Frankfurt hat die Kontrolle übernommen.“ Lilja schoss im Schlussabschnitt den 2:3-Siegtreffer nur zwei Minuten nach Kirks Ausgleich zum 2:2. Zwei Tage später belohnten sich die Eisbären. Gegen die Gäste der Augsburger Panther flatterten ihnen nach einer 5:0-Führung noch einmal die Nerven, doch bei der Schlusssirene waren die Punkte mit dem 6:3 in Gänze eingefahren. Bereits 24 Punkte hinter Spitzenreiter Kölner Haie, standen die Berliner auf Platz 7 von 14.
Sieg im Topspiel
Nach einem gerade einmal 58 Minuten kurzen Volleyball-Quickie zu Hause gegen Herrsching am 28. Dezember hatten die Berlin Recycling Volleys ob des Pokal-K.o.s gegen den alten Erzrivalen VfB Friedrichshafen am 4. Januar mit den Häflern noch ein Hühnchen zu rupfen. Der VfB hatte zuletzt überlegen die Netzhoppers mit 3:0 demontiert. Am Bodensee behielten die Berliner im Spiel nicht immer die Contenance, aber sie hatten schließlich die besseren Nerven. Der vierte Satz ging erst mit 37:35 zum 3:1-Auswärtssieg an die BR Volleys. Der Lohn: vorerst VBL-Rang zwei hinter Lüneburg.
Alternativlos
Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning hat gegenüber dem rbb betont, die Trennung von Trainer Jaron Siewert und Sportvorstand Stefan Kretzschmar sei „alternativlos“ gewesen. Der neue Trainer und sportliche Leiter Nicolej Krickau habe „neben seiner fachlichen und sozialen Kompetenz (...) die Möglichkeit, Türen zu öffnen.“ Denn: „Wir wissen, dass wir Mathias Gidsel eine Mannschaft hinstellen müssen, die konkurrenzfähig ist und in den nächsten Jahren um die Weltspitze mitspielen kann.“ Nun kämen neue Bausteine wie Simon Pytlick hinzu, er hoffe auch auf Dika Mem.
Nemesis Nolte
Beim Weltcup in Winterberg musste die Berliner Wintersportlerin Lisa Buckwitz der Winterberger Athletin Laura Nolte sowohl im Monobob am 3. Januar als auch tags darauf im Zweierbob den Vortritt lassen. Während Nolte beide Konkurrenzen gewann, wurde Buckwitz im Monobob Dritte, im Zweierbob fuhr die 31-Jährige mit ihrer Anschieberin Kira Lipperheide auf Rang zwei. Mit Blick auf den Saisonhöhepunkt Olympia befand Buckwitz: „Fahrerisch muss ich mich noch verbessern, um an Laura heranzukommen.“
Alba Berlin
Top 4 erreicht
Zum Jahresausklang mussten die Basketballerinnen von Alba Berlin am 28. Dezember in der heimischen Sömmeringhalle permanent gegen harten Widerstand ankämpfen. DBBL-Rivale BC Pharmaserv Marburg erzwang mit 66:66 die Verlängerung, doch hier setzten sich die Berlinerinnen mit 11:3 zum 77:69-Endstand durch. Lena Gohlisch stibitzte Marburg siebenmal den Ball – Ligarekord eingestellt. Am 3. Januar erwies sich die Aufgabe im DBBL-Pokal-Viertelfinale allerdings als deutlich leichter. Beim Süd-Zweitligisten USC Bascats Heidelberg waren die Albatrossinnen sofort präsent und stellten den Einzug ins Top 4 mit 95:48 sicher.
Jo Raflo stellte mit 26 Punkten, davon sechs Dreier, eine neue persönliche Bestleistung auf. Fürs Turnier qualifiziert sind außerdem Titelverteidiger Saarlouis Royals, die Rutronik Starks Keltern und Marburg. Der Ort des Top4 vom 28. Februar bis zum 1. März stand noch nicht fest.
Royals souverän weiter
Die Basketballerinnen der Saarlouis Royals haben sich für das Top-4-Turnier im DBBL-Pokal qualifiziert.
Die Saarländerinnen gewannen ihr Viertelfinalspiel gegen den Herner TC in der Dillinger Sporthalle West am vergangenen Wochenende mit 67:54. Anders als vor einer Woche im Ligaspiel hielt Herne die Partie lange offen. Die Royals gewannen das erste Viertel mit 18:11 und das zweite Viertel mit 23:15.
Die Partie war bis zum Ende umkämpft. Die Royals holten viele Rebounds, vergaben aber auch viele Punkte. In der zweiten Hälfte war Herne stärker, machte mit 13:12 und 15:14 aber zu wenige Punkte, um die Partie noch zu drehen. Wann und wo das Top 4 stattfindet, hat der Verband noch nicht entschieden – alles deutet auf Ende Februar oder Anfang März hin.
Klæbo siegt
Norwegens Langlauf-Superstar Johannes Høsflot Klæbo hat zum fünften Mal die Tour de Ski gewonnen und ist damit nun alleiniger Rekordsieger. Der Sieg beim Final Climb ging aber an einen Landsmann. Die deutschen Läufer spielten im Finale keine große Rolle.
Beim 3,5 Kilometer langen Anstieg zum Ende der 20. Tour de Ski auf die Alpe Cermis ließ Klæbo nach zuvor drei Etappensiegen anderen Athleten den Vortritt, kontrollierte mit etwas Rückstand aber die Gesamtwertung – dank seines Vorsprungs vor der finalen Etappe konnte er sich dieses taktische Mittel erlauben.
So ging der Tagessieg am Sonntag (4. Januar) und die Bergwertung der Tour de Ski an Klæbos Landsmann Mattis Stenshagen, der sich auf den letzten Metern gegen den Franzosen Jules Lapierre durchsetzte. Dritter wurde mit Emil Iversen ein weiterer Norweger. Bester Deutscher am letzten Tag wurde Florian Notz auf Position 18.
Tischtennis
Erster Titel für den 1. FC Saarbrücken TT
Der 1. FC Saarbrücken TT hat den ersten Erfolg auf der Triple-Mission gefeiert: Beim Liebherr-Pokal-Final-Four sicherte sich das Team um Fan Zhendong am Sonntag zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Deutschen Tischtennis-Pokal. Vor 5.200 Fans in der Ratiopharm-Arena Ulm/Neu-Ulm feierte Saarbrücken einen 3:1-Finalsieg gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Mit fast schon beängstigender Routine nahm Fan Zhendong seinen Sieg zur Kenntnis.
Mit 3:0 hatte der Olympiasieger gerade Dimitrij Ovtcharov im Liebherr-Pokal-Final-Four in Schach gehalten und damit die Tür zum Titel weit aufgestoßen für den 1. FC Saarbrücken TT. Eine kurze Siegesfaust, ein Nicken, ein Gruß ins Publikum vor den zahlreichen asiatischen Fans – mehr Emotionen zeigte Fan, gewohnt abgeklärt und bodenständig, in diesem Moment nicht. Dabei hätte er allen Grund zur Euphorie gehabt: Am Sonntag fügte Fan der langen Liste seiner Titel eine weitere Trophäe und die erste in Deutschland hinzu. „Ich bin sehr glücklich über den Titelgewinn“, sagte Fan anschließend. „Es war mein erstes Final Four, und es hat sehr viel Spaß gemacht. Heute war ein besonderer Moment in meiner Karriere. Ich hoffe, in der Zukunft erneut bei diesem Event dabei sein zu können.“
Für Saarbrücken war es der dritte Pokalsieg der Vereinsgeschichte nach 2012 und 2022. Insgesamt zieren nun acht Trophäen die Vitrine des amtierenden Champions-League-Siegers. Fulda dagegen verpasste erneut den erstmaligen Titelgewinn. Zwischen 2013 und 2016 war der TTC viermal in Folge im Pokal-Finale angetreten und jeweils Borussia Düsseldorf unterlegen.
Fans Triumph gegen Ovtcharov war die Ouvertüre für ein spektakuläres, hochklassiges Finale. Denn Fulda gab sich nach der Niederlage von Deutschlands „Mr. Olympia“ keineswegs geschlagen und meldete sich sensationell zurück. Ruwen Filus spielte gegen Franziska auf Topniveau und ließ sich auch von den kraftvollen Angriffen des Saarbrückers nicht verunsichern. Immer wieder meldete sich Filus zurück, etwa nach 8:10-Rückstand im ersten Satz und nach 0:6 im zweiten. Im fünften Satz wehrte der Fuldaer schließlich einen Matchball Franziskas ab, um schließlich mit 14:12 zum 3:2 den Ausgleich für den TTC herzustellen. „Ich hab alles reingeschmissen – und wurde belohnt“, sagte Filus anschließend. Die folgenden Einzel gehörten dann aber wieder dem Favoriten: Darko Jorgić schlug Fanbo Meng mit 3:0, Fan legte ein 3:0 gegen Filus zum Pokalsieg nach.