VSG mit 2:2 in Cottbus
Aufgrund des Winterwetters zu Jahresbeginn entschied sich der Berliner Fußball-Verband zu einer Generalabsage in seinem Wirkungsbereich, zunächst bis Anfang dieser Woche. So kamen nur zwei Berliner Regionalligisten, die außerhalb der Hauptstadt Vorbereitungsspiele absolvierten, zu ersten Einsätzen im neuen Jahr. Vergangene Woche testete die VSG Altglienicke bei Energie Cottbus (2:2 – Tore: Schickersinsky, Qenaj) – am Samstag trat auch der BFC Preussen bei einem Drittligisten an und unterlag im Vergleich mit Hansa Rostock 1:3 (Tor: Adekunle). Unklar blieb zu Redaktionsschluss, ob die für Mittwoch angesetzten Vorbereitungspartien von Hertha BSC II (in Cottbus), der VSG Altglienicke (in Rathenow) und des FC Hertha 03 (gegen Klosterfelde) stattfinden können. Auch die Durchführung der an diesem Wochenende geplanten Testspieltermine aller fünf Regionalligisten aus Berlin bleibt fraglich. In der Nordost-Staffel soll der reguläre Spielbetrieb am 30. Januar weitergehen, Preussen muss bereits am 24. Januar zum Nachholspiel nach Meuselwitz.
Spielerwechsel
Der FC Hertha 03 hat im Kampf um den Klassenerhalt den ersten Wintertransfer getätigt: Diren Günay (22) wechselt aus Greifswald nach Zehlendorf. Der Mittelfeldspieler war zuvor bereits bei Viktoria Berlin in der Regionalliga aktiv. Auch Ligarivale VSG Altglienicke meldet weitere Verpflichtungen: Verteidiger Jonas Weik (25, zuletzt vereinslos), Offensivspieler Erik Tallig (25, Energie Cottbus) sowie Angreifer Nikos Zografakis (26, Kallithea/GRE) verfügen dabei über Drittligaerfahrung. Im Gegenzug wurde Abwehrspieler Ben Wagner an Eintracht Mahlsdorf abgegeben – der Oberligist hat sich dazu die Dienste von Collin Quiring (18, Mittelfeld) und Jerome Scholz (20, Abwehr) gesichert, die beide von Schlusslicht Viktoria Berlin kommen. Die „Himmelblauen“ müssen im zweiten Halbjahr außerdem ohne Anton Kanther (25, zu Union Klosterfelde) und Panzu Ernesto (26, Delay Sports/Bezirksliga) auskommen. Tennis Borussia hat dazu mit Fabian Graupner und Tarik Hadziavdic zwei Abgänge zu verzeichnen.
Union-Frauen starten
Die Frauen-Bundesliga startet an diesem Wochenende mit dem 15. Spieltag in ihr zweites Halbjahr. Das „Eröffnungsspiel“ bestreiten dabei der 1. FC Union und Bayer Leverkusen am Freitag (18.30 Uhr) an der Alten Försterei. Den Tabellenneunten aus Köpenick trennen sieben Punkte von den Rheinländerinnen auf Platz 7 – das Hinspiel verlor Union mit 2:3. Das Team von Trainerin Ailien Poese bezog zuletzt ein einwöchiges Trainingslager an der spanischen Mittelmeerküste, um sich auf das zweite Halbjahr in der Bundesliga und die Mission Klassenerhalt vorzubereiten. Bei idealen Bedingungen hinsichtlich der Witterung und der Infrastruktur gelang dem Team mit einem 8:0-Sieg (Tore: Heiseler 3, Campbell, Eurlings je 2, D. Orschmann) gegen Viertligist CD Castellón der passende Aufgalopp im Jahr 2026. Nach der Rückkehr am Sonntagabend durften die Spielerinnen zwei trainingsfreie Tage genießen, bevor ab Mittwoch die letzten Vorbereitungen zum Ligastart auf dem Programm standen.
Oberliga Nord
Stühlerücken bei „TeBe“
Die Hinrunde von Tennis Borussia in der NOFV-Oberliga Nord verlief enttäuschend – die Lila-Weißen liegen zur Winterpause mit 20 Punkten nur auf Rang 12 der Tabelle. Grund genug für die Vereinsführung, eine umfassende Analyse durchzuführen. Die führte bereits vor Weihnachten zur Trennung von Manuel Cornelius, der erst im Sommer 2025 als „Head of Sports“ installiert worden war, um den gesamten Verein mit einem langfristigen Konzept wieder in bessere Zeiten zu führen. Nun wurden aber unterschiedliche Vorstellungen zur sportlichen Entwicklung festgestellt – parallel dazu bekam das Trainerteam mit Chefcoach Umberto Sacchi jedoch weiterhin das Vertrauen ausgesprochen. Auch im Vorstand der Charlottenburger hat sich etwas getan: Vergangene Woche wurde bekannt, dass drei Mitglieder ausscheiden und zwei Kandidaten nachrücken sollen. Unklar bleibt die Situation des Vorsitzenden Günter Brombosch, der seit Monaten nicht mehr operativ tätig ist – und gegen den der Aufsichtsrat einen Abwahlantrag eingeleitet haben soll.
Trauer um Thierry Steimetz
Der FC 08 Homburg trauert um seinen ehemaligen Spieler Thierry Steimetz, der nach langer, schwerer Krankheit im Alter von nur 42 Jahren verstorben ist. Nach Stationen in Frankreich und Luxemburg, unter anderem beim FC Metz und bei F91 Dudelange, schloss sich Steimetz im Sommer 2014 dem FC 08 Homburg an. In drei Jahren im Trikot der Grün-Weißen absolvierte der Offensivspieler 51 Pflichtspiele und war sowohl sportlich als auch menschlich ein geschätzter Teil der Mannschaft. Seine Karriere musste Steimetz im Sommer 2017 auf tragische Weise beenden. Infolge einer bösartigen Tumorerkrankung musste ihm der rechte Unterschenkel amputiert werden – ein Schicksalsschlag, dem er mit bewundernswerter Stärke begegnete. Trotz aller Rückschläge verlor er nie seinen Kampfgeist. Nach langer Krankheit hat Thierry Steimetz diesen Kampf nun aber leider verloren. Er hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.
Masters-Livestream
Am 1. Februar 2026 findet in der Saarlandhalle Saarbrücken das 32. Volksbanken-Masters statt. Beim traditionellen Hallenfußballturnier des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) treten die acht sportlich besten Teams des Landes an. Die Saarlandhalle verfügt über 3.201 Zuschauerplätze. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und der begrenzten Hallenkapazität wird das Event zusätzlich vom SFV über einen kostenpflichtigen Livestream (Ticketpreis: 4,99 Euro) übertragen. Ziel des Angebots ist es, weiteren Fußballinteressierten die Möglichkeit zu geben, das Turnier live zu verfolgen. Der Livestream ist über die Plattform https://saar-fv.tv/volksbanken-masters buchbar. Nach einer Registrierung kann das Stream-Ticket online erworben werden. Der Zugang ist im Anschluss freigeschaltet.
3. Halbzeit: Chance und Verpflichtung
Die Würfel beim 1. FC Saarbrücken sind gefallen, die Kräfte der Vernunft haben sich durchgesetzt. Die Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag war aus mehreren Gründen aufschlussreich. Ganz wichtig: Die Lauten sind die Mehrheit. Auch wenn eine geringe Minderheit in sozialen Netzwerken den Eindruck erweckte, sie habe Relevanz, zeigte die Veranstaltung das Gegenteil. Dass der größte Verein des Saarlandes auch eine geringe Prozentzahl an Querulanten und Wutbürgern anzieht, die permanent Verschwörungen wittern, muss man wohl akzeptieren.
Mit der Wahl des neuen Aufsichtsrates besteht die Hoffnung, dass das höchste Vereinsgremium künftig geschlossener und professioneller agieren wird. Im Gremium sitzen ausnahmslos Personen, die beruflich schon etwas sind und nicht solche, die mit dem FCS etwas verdienen wollen. Der FCS im Januar 2026 besitzt finanziell eine exzellente Perspektive. Sportlich hingegen erlebt man die erste Krise seit dem Aufstieg 2020. Dennoch waren die vergangenen Jahre, auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, durchaus erfolgreich. Nun müssen sich alle hinter dem Team versammeln. Coach Jürgen Luginger hat in Spanien ein exzellentes Trainingslager absolviert. Nun müssen die Spieler liefern. Parallel dazu muss die Strukturreform kommen, die Kommunikation verbessert werden. Der Verein muss lernen, mit einer Sprache zu sprechen. Wer das mit seinem Ego nicht vereinbaren kann, muss eben gehen. Zudem hat die Mitgliederversammlung auch gezeigt, wo das größte Problem des Vereins liegt. Den Anschluss an digitale Prozesse hat man schlicht verschlafen. Dass eine Versammlung in der heutigen Zeit ohne die Möglichkeit einer elektronischen Abstimmung stattfindet, was dazu führt, dass man elf Stunden braucht, bis die Ergebnisse feststehen, ist nicht mehr zu erklären. Was passiert, sollten künftig 3.000 Mitglieder kommen? Stellt man dann Feldbetten auf? Der 8. Januar 2026 hat wichtige Weichen gestellt. Die finanzielle Lage des Vereins ist stabil, das Potenzial enorm. Das Vertrauen in den neuen Aufsichtsrat ist vorhanden. Das ist eine große Chance, aber auch eine riesige Verpflichtung.
Dominique Rossi, Sport-Redakteur bei FORUM.
Regionalliga
Wechsel nach Jena
Stürmer Amar Suljić verabschiedet sich vom Südwest-Regionalligisten FC 08 Homburg. Der 27-Jährige schließt sich ab sofort dem FC Carl Zeiss Jena in der Regionalliga Nordost an. Über die Wechselformalitäten wurde Stillschweigen unter allen beteiligten Parteien vereinbart.
Suljić kam im Sommer 2024 vom Nordost-Regionalligisten BFC Dynamo nach Homburg. Zuvor ging der Stürmer unter anderem für die 2. Mannschaft des FC Ingolstadt sowie für den 1. FC Schweinfurt 05 auf Torejagd.
Der 27-Jährige absolvierte bis zuletzt insgesamt 36 Pflichtspiele für unseren FCH und erzielte dabei sieben Tore, war aber auch oft verletzt.