Tischtennis Pokal
Eastside ist Pokalsieger
Die Generalprobe war fast ein Muster ohne Wert. Da der TSV Dachau sein Bundesliga-Heimspiel am 4. Januar gegen den TTC Berlin Eastside nur stark ersatzgeschwächt bestreiten konnte, besonders Sabine Winter fehlte den Gastgeberinnen sehr, konnten sich die Berlinerinnen ungefährdet mit 6:1 durchsetzen. Beim Pokalwochenende am 10. und 11. Januar im bayerischen Kolbermoor überstand Eastside die Gruppenphase am Samstag verlustpunktfrei. Im Halbfinale tags darauf gegen Ausrichter SV DJK Kolbermoor um Olympionikin Annett Kaufmann brachte erst das Doppel die Entscheidung. Shan Xiaona und Nina Mittelham verloren jeweils ihr Einzel, Yuka Kaneyoshi holte die beiden Berliner Punkte, bevor Eastsides Duo Nina Mittelham/Sabina Šurjan sich gegen Huang Yu-Chiao/Tijana Jokić zum 3:2 im Match durchsetzte. Das Endspiel gegen den Deutschen Meister TTC 1946 Weinheim war dagegen sehr einseitig. Natalia Bajor, die im Halbfinale pausiert hatte, sowie Kaneyoshi und Mittelham überspielten Weinheims Top-Besetzung Chien Tung-Chuan, Yuan Wan und Veronika Matiunina glatt mit 3:0. Der elfte Pokalgewinn insgesamt, der sechste in Serie, war perfekt.
Tiebreak-Triumphe
In der UNYP Arena forderten die Gastgeber von Lvi Prag am 8. Januar die Berlin Recycling Volleys stark, und der Deutsche Meister konnte erst im Tiebreak den 3:2-Erfolg sichern – der zweite Sieg im zweiten Gruppenspiel der Champions League. Zurück in der Bundesliga, empfingen die zweitplatzierten Berliner die SWD Powervolleys Düren. Beide Teams sicherten sich je einen engen und einen einseitigen Satz. Doch im Tiebreak hatten die Hausherren die Nase deutlich vorn und festigten Platz 2 hinter Spitzenreiter SVG Lüneburg. Einen Verlust steckten sie allerdings ein. Co-Trainer Markus Steuerwald wird zur neuen Spielzeit Chefcoach bei Ligakonkurrent Helios Grizzlys Giesen.
Königstransfer
Die Füchse konnten den Wechsel nun offiziell verkünden: Der 28-jährige Weltklasse-Rückraumschütze Dika Mem verstärkt sie ab Sommer 2027 für vier Jahre. Bis dahin steht der Franzose noch beim FC Barcelona unter Vertrag. Laut der Deutschen Presse-Agentur ist auch der Nachfolger für Torwart Dejan Milosavljev gefunden. Der 39-jährige Schwede Andreas Palicka soll in der neuen Saison von Kolstad IL (Norwegen) kommen.
Play-off-Kurs
Vergangene Woche Dienstag gelang den Eisbären ihr erster DEL-Sieg der Saison gegen Red Bull München. Im SAP Garden lagen die Gäste aus der Hauptstadt zunächst zurück, trafen dann dreimal in Folge zum 3:2-Erfolg. Zwei Tage darauf in Iserlohn hieß es im Schlussdrittel auch 3:2 für die Eisbären, doch die Roosters siegten per Doppelschlag noch 4:3. Wochenhöhepunkt war das „Winter Game“ unter freiem Himmel im Rudolf-Harbig-Stadion von Dresden. Rund 32.000 frostresistente Fans sahen am Samstag in der regulären Spielzeit je zwei Treffer der Dresdner Eislöwen und der Berliner Eisbären. Nach 14 Sekunden der Verlängerung sorgte Liam Kirk für die Entscheidung für den Deutschen Meister.
Absoluter Glücksgriff für Alba Berlin
Wenn eine 47-fache deutsche Nationalspielerin wie Alina Hartmann plötzlich auf dem Markt ist, schlägt Alba Berlin zu. Zuletzt in Italien aktiv, ist sie nun von einer Meniskusverletzung genesen. Beim DBBL-Auswärtsspiel am 10. Januar beim Herner TC kam sie gleich zum Einsatz und steuerte beim 73:59-Erfolg schon elf Zähler bei. Albas Männerteam hatte tags darauf zu Hause mit BBL-Schlusslicht MLP Academics Heidelberg keine Schwierigkeiten. Auch dank 19 Punkten von Jack Kayil siegten die Berliner mit 87:62.
Handball
Sieg in letzter Sekunde
Mit einem dramatischen 30:29-Auswärtssieg beim Longericher SC Köln ist die HG Saarlouis erfolgreich ins Handballjahr 2026 gestartet. Vor 420 Zuschauern in der gut gefüllten Halle von Longerich – darunter erneut eine lautstarke Fan-Kolonie aus dem Saarland – sprach Cheftrainer Jörg Lützelberger von „zwei wirklichen Big Points und einem tollen Einstieg“. Die Geschichte der Partie schrieb vor allem das Torhüter-Trio der HGS. Mit insgesamt 21 Paraden lieferten Daniel Schlingmann, Finn Zecher und Michel Fiedler ihre bislang beste Saisonleistung ab. Schlingmann avancierte mit 18 Paraden über 55 Minuten zum „Fels in der Brandung“ und war maßgeblich an der 17:12-Pausenführung beteiligt. In der Schlussphase steuerte Zecher zwei wichtige Paraden bei, ehe Fiedler nach der Schlusssirene mit einem gehaltenen Siebenmeter von Lennart Nienhaus den Sieg sicherte. Die Begegnung begann zerfahren, geprägt von Fehlern auf beiden Seiten und starken Torhütern. Erst kurz vor der Pause setzte sich Saarlouis mit einem 5:0-Lauf entscheidend ab. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Longerich jedoch heran, verkürzte mehrfach bis auf einen Treffer.
Trotz wachsenden Drucks behielt die HGS die Nerven, legte immer wieder vor und schien beim 30:27 knapp zwei Minuten vor Schluss enteilt. Doch erst Fiedlers Parade in letzter Sekunde machte den Auswärtserfolg endgültig perfekt – glücklich vielleicht, aber, wie Lützelberger betonte, auch „eine Form von Qualität“.
Schröder gesperrt
Basketball-Star Dennis Schröder ist von der NBA für drei Spiele gesperrt worden. Der Vorwurf: Er soll versucht haben, einen Gegenspieler zu schlagen. Dabei geht es laut US-Medien um Luka Doncic. Die NBA teilte mit, dass die Sperre aufgrunde einer „Konfrontation und eines versuchten Schlags“ erfolge.
Der Vorfall ereignete sich der Liga zufolge bereits am 28. Dezember „etwa 40 Minuten“ nach der 101:125-Niederlage von Schröders Sacramento Kings gegen sein Ex-Team Los Angeles Lakers. Schröders Sperre greift ab sofort und gilt damit für das Spiel der Kings in der Nacht zum Mittwoch –
dann sind erneut die Lakers Gegner. Schröder verpasst außerdem die Spiele gegen die Houston Rockets und die New York Knicks. Eine NBA-Sperre führt zum sofortigen Gehaltsverlust für die Dauer der Suspendierung.
Laut übereinstimmenden Medienberichten aus den USA soll es sich bei dem konfrontierten Spieler um Lakers-Superstar Luca Doncic gehandelt haben. Schröder und Doncic hatten sich schon im Spiel mehrfach verbal angegriffen. Laut ESPN verspottete Doncic den deutschen Welt- und Europameister während einer Auszeit und sagte ihm, er „hätte den Vertrag unterschreiben sollen“ – in Anspielung auf die vierjährige Vertragsverlängerung über 82 Millionen Dollar, die Schröder vor einigen Jahren von den Lakers abgelehnt haben soll. Schröder selbst hatte dieses konkrete Angebot in der Vergangenheit mehrfach dementiert. Schröder schrieb bei Instagram: „Ich werde bald zurück auf dem Feld sein.“
Aus im Halbfinale
Die Ringer des KSV Köllerbach haben das Halbfinale der Bundesliga-Play-offs verpasst. Die Saarländer mussten sich im Viertelfinal-Rückkampf beim SV Weingarten mit 14:16 geschlagen geben. Weingarten hatte vor einer Woche den Vorkampf in Köllerbach bereits mit 18:11 gewinnen können. Trotz des Rückstands von sieben Punkten investierten die KSV-Ringer im Rückkampf alles. Sie konnten fünf Kämpfe gewinnen, fünf Kämpfe gewannen die Gastgeber. Weingarten trifft im Halbfinale auf Schorndorf.
WM-Traum lebt
Deutschlands Box-Hoffnung Agit Kabayel hat seine Pflichtaufgabe souverän gelöst und darf auf einen WM-Kampf im Schwergewicht hoffen. Der 33 Jahre alte Bochumer besiegte in Oberhausen den Polen Damian Knyba durch technischen K. o. in der dritten Runde und verteidigte den Titel des WBC-Interimsweltmeisters erfolgreich. Ein Duell mit dem ungeschlagenen Champion Alexander Usyk (Ukraine) war bisher noch nicht zustande gekommen.