„Tatort“ Berlin
Letzter Fall für Harfouch
Auf einer Industriebrache am Rande Berlins wird ein Obdachloser mit Bissspuren tot aufgefunden. Möglicherweise wurde er von einer Wölfin gerissen. Susanne Bonard (Corinna Harfouch) und Robert Karow (Mark Waschke) übernehmen die Ermittlung. Darum geht es in „Gefahrengebiet“, dem Berlin-„Tatort“, den die ARD am 1. Februar um 20.15 Uhr ausstrahlt. Während Bonard im Unterholz mit Kälte und Dunkelheit kämpft, denkt sie über ihren Abschied von der Kriminalpolizei nach. Für Corinna Harfouch ist es nämlich der letzte Auftritt in der Rolle als Berliner LKA-Ermittlerin. Die 71-Jährige verabschiedet sich nach nur fünf Einsätzen aus dem Team. Das sei von Anfang an so geplant gewesen – auch weil sie in ihrem Alter als Kriminalbeamtin längst in Pension sei, die Rolle also nicht mehr passe, heißt es. Corinna Harfouch ermittelt mit Mark Waschke seit dem Ausscheiden von Meret Becker aus dem Berliner „Tatort“-Team 2023. In der nächsten Folge wird Mark Waschke als Robert Karow alleine ermitteln, dann soll feststehen, wer neu ins Team kommt. Corinna Harfouch spielt derzeit am Deutschen Theater im Stück „Spirit and the Dust“.
Titanic-Ausstellung
Die Titanic-Ausstellung gastiert noch bis 28. Februar in der Metropolis-Halle im Filmpark Babelsberg. Sie präsentiert Artefakte vom Wrack des Schiffs. Jahrzehntelang hat die Titanic die Menschen in ihren Bann gezogen, indem sie in die wahren Geschichten von Heldentum, Liebe, Angst und unmöglichen Entscheidungen eintauchten. Das Sinken der Titanic war ein Punkt in der Weltgeschichte, der einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen hat. Beim Betreten von „Titanic – Die Ausstellung“ werden die Gäste in den April 1912 zurückversetzt, als das Schiff zu seiner ersten und letzten Reise aufbrach. Die Gäste erhalten eine nachgebildete Bordkarte, schlüpfen in die Rolle eines Passagiers und verfolgen eine Reise durch das Leben auf der Titanic – vom Bau des Schiffes über das Leben an Bord bis hin zum Untergang. Auch die Bemühungen um die Bergung von Artefakten und die Konservierung des Wracks für wissenschaftliche Analysen werden behandelt.
Informationen und Karten im Internet: www.titanic-ausstellung.com
Kulturverführung vom 23. Januar 2026
Ausstellung: Welche Rolle hat die Natur in 800 Jahren deutscher Geschichte gespielt? Um diese Frage geht es in der Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte – Glaube – Biologie – Macht“. Von Hildegard von Bingens Begriff der „viriditas“, der grünen Schöpferkraft, im 12. Jahrhundert bis zu der frühen Anti-Atomkraft-Bewegung in Wyhl und den unterschiedlichen Naturkonzepten in beiden deutschen Staaten im späten 20. Jahrhundert wird der Bogen gespannt. Die Vereinnahmung des angeblich Natürlichen war zudem eine der ideologischen Grundlagen für die NS-Diktatur, die sowohl die „äußere“ als auch die „innere“ Natur mit einer Unzahl von Gesetzen in ihre Definitionsmacht und Gewalt bringen wollte. Fünf Stationen stellen Ereignisse oder Entwicklungen vor, in denen der Naturbegriff auf markante Weise verändert oder geprägt wurde. Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin, Informationen: www.dhm.de
Konzert: Der Ungarische Tanz Nr. 5 g-Moll von Johannes Brahms in „Der große Diktator“ mit Charlie Chaplin, „Platoon“ mit Samuel Barbers Adagio für Streichorchester, „Sieben“ mit Johann Sebastian Bacha Air aus der Ouvertüre D-Dur BWV 1068, „Odyssee im Weltraum“ mit „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn) und „Apokalypse Now“ mit Richard Wagners Ritt der Walküren – das sind nur einige der Stücke, die das Deutsche Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Robert Reimer bei seinem „Klassik im Film“-Konzert am 7. Februar spielt. Die Wurzeln des Orchesters reichen bis ins Jahr 1918 zurück, als die Universum Film AG (UFA) das Sinfonieorchester in Babelsberg als erstes Filmorchester Deutschlands gründete. Zu den bedeutenden Projekten in der Anfangszeit des UFA-Sinfonieorchesters zählten legendäre Stummfilme wie Fritz Langs „Metropolis“ (1926), Carl Mayers „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) und Walter Ruttmanns „Berlin: Symphonie einer Großstadt“ (1927). Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin, Karten und weitere Informationen: www.konzerthaus.de
Kabarett: Deutschland im Jahr 2025. Die Bahn ist marode, die Brücken sind kaputt und der Fachkräftemangel ist bis in die neue Regierung vorgedrungen. Und dann wollen auch noch immer alle Recht haben: Links, Rechts, Mitte, Oben, Unten. Dabei sollte doch mittlerweile längst klar sein: Es hat nur einer Recht – Richard David Precht. Sagt Richard David Precht. Ein Blackrocker ist Kanzler, ein Vollidiot amerikanischer Präsident und ein Amerikaner Papst. Und das, obwohl Markus Söder für alle drei Jobs zur Verfügung stand. Das Ensemble der Distel packt das alles in ein 100-Minuten-Kabarett unter dem Titel „Stadt Land Sockenschuss“ – und spielt es auch in diesem Jahr weiter. Kabarett-Theater Distel, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, Informationen und Karten: www.distel-berlin.de Martin Rolshausen