Moderne Galerie
Nora Gomringer zu Gast
In der aktuellen Ausstellung in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums bringt der Künstler Sigurd Rompza seine Arbeiten in den Dialog mit den Werken des kürzlich verstorbenen Schriftstellers und Lyrikers Eugen Gomringer. Zehn Gedichte von Gomringer treten in Verbindung mit Werken von Rompza.
Die Ausstellung zeigt rund 60 von Rompzas Wandobjekten aus unterschiedlichsten Werkphasen, wobei das Spektrum von monochromen Reliefs über raumschaffende Wandplastiken bis hin zu farbstarken Bildern der jüngsten Zeit reicht. Mit Eugen Gomringer, der am 21. August 2025 im Vorlauf zur Ausstellung verstarb, verbindet Sigurd Rompza eine langjährige und auch künstlerisch produktive Freundschaft. Anlässlich der Ausstellung gastiert Nora Gomringer, die Lyrikerin und Tochter des verstorbenen Dichters, in Saarbrücken. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen deutscher Gegenwartsliteratur. Am 4. Februar, 18 Uhr, stellt sie sich in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums dem Publikum mit einem Zwiegespräch aus ihren und den Texten Eugen Gomringers vor. Unter dem Titel „Gomringer 101“ spricht, singt und rezitiert Nora Gomringer die Werke ihres Vaters und stellt ihre Arbeiten in Beziehung.
Kosten: Eintritt 10 Euro und 7 Euro ermäßigt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Es ist keine Voranmeldung notwendig.
Zeitloser Humor
Seine scharfsinnigen Beobachtungen entlarvten die Absurditäten des Alltags, bürgerliche Sprachlosigkeit und soziale Ungeschicklichkeiten. Loriots Werk ist zeitlos. Nicht nur die bekannten Sketche und Zeichentricksequenzen im Fernsehen zeigen diese Qualität. Die Ausstellung, die am 30. Januar in der Ludwig Galerie Saarlouis eröffnet wird, rückt Loriot als Künstler in den Fokus und präsentiert mehr als 300 originale Zeichnungen und Skizzen. Durch seine Beobachtungsgabe zielt Loriots delikater Humor auch hier auf das Selbstverständnis der kleinbürgerlichen Gesellschaft. Seine Zeichenkunst hat durch ihren hohen Wiedererkennungswert bis heute ikonischen Charakter.
Aber auch das Schaffen als Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur wird in der Schau beleuchtet. Zu sehen sind etwa auch Loriots Phasenzeichnungen für seine berühmten Zeichentrick-Cartoons wie „Herren im Bad“.
Vernissage: 30. Januar, 19 Uhr, Ludwig Galerie Saarlouis. Weitere Infos und Termine: www.saarlouis.de
Ausstellung: Den 125. Geburtstag des Neunkircher Malers Walter Bernstein (1901–1981) nimmt die Städtische Galerie Neunkirchen in Kooperation mit der Förderstiftung Walter Bernstein zum Anlass, seine Werke zu zeigen. Bernstein befasste sich mit den industriellen Landschafts- und Arbeitswelten des Saarlandes. Fabrikhallen, Maschinenparks und Förderanlagen interessierten ihn ebenso wie schwer arbeitende Menschen, Bergleute und Hüttenarbeiter. Bernstein blieb bis ins hohe Alter künstlerisch aktiv und hinterließ ein Œuvre von über 4.000 Arbeiten. In der Jubiläumsausstellung werden Gemälde, Zeichnungen und grafische Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen zu sehen sein. „Industrie/Bilder – Walter Bernstein zum Jubiläum“, 6. Februar bis 8. März, Eröffnung: Freitag, 6. Februar, 19 Uhr; Führung: Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr; geöffnet: Mittwoch bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertag 14 bis 18 Uhr, Städtische Galerie Neunkirchen, Marienstraße 2, 66538 Neunkirchen, www.staedtische-galerie-neunkirchen.de
Musik: Das Kammerorchester „The Chambers” verfügt über eine große musikalische Spannbreite von Vivaldi über Piazzolla bis zu Queen – Arrangements und Filmmusik von Morricone. „The Chambers – die Virtuosen aus Köln“, Sonntag, 25. Januar, 17 Uhr, Abendkasse: 35 Euro, ermäßigt 25 Euro, Theater am Ring, Kaiser-Friedrich-Ring 26, 66740 Saarlouis
Musik: „JazzZeit“, die Konzertreihe der Landeshauptstadt Saarbrücken in Kooperation mit der Breite63, wird fortgesetzt und startet in diesem Jahr mit großer Besetzung. Das 21-köpfige Jazzorchester der Hochschule für Musik Saar vereint Studierende aus den Bereichen Klassik und Jazz. Musikerinnen sind im Jazz noch immer selten anzutreffen, aber da ändert sich was – und hat sich auch schon geändert. Claudia Döffinger ist in Baden-Württemberg aufgewachsen, sie lernte mit acht Jahren Klavier und studierte Jazz-Piano im schweizerischen Luzern. Heute ist sie zudem eine mit Preisen ausgezeichnete Komponistin und Arrangeurin. „Nachtwache“ heißt das Album, das sie im Vorjahr herausgebracht hat. „Love in Pieces“ heißt der Musikabend in Saarbrücken: Liebesstücke oder zerstückelte Liebe oder Liebe in Stücken oder ...? Und, wenn die Liebe in Teilen, sprich, nicht mehr vollständig ist, kann man sie wieder zusammensetzen? Oder war’s das dann? Ihre musikalischen Ideen zu Herzschmerz und Rebellion, Wut und Sehnsucht wird Claudia Döffinger vorstellen und das große Ensemble dirigieren. Drei Gesangssolisten werden auch auf der Bühne stehen. JazzZeit: „Love in Pieces“ mit dem Jazzorchester der HfM Saar, Freitag, 30. Januar, 20 Uhr, Karten: telefonisch unter 0681-94757290 sowie online: www.breite63.de, www.saarbruecken.de/jazzzeit Michaela Auinger