BFC verliert ersten Test
Nachdem der BFC Dynamo acht Tage zuvor noch vom Winterwetter ausgebremst worden war, konnte der Regionalligist vergangenes Wochenende seinen ersten Test 2026 absolvieren – dieser ging dann allerdings mit 0:1 (Tor: Cruz Magalhaes) beim Oberliga-Spitzenreiter SV Tasmania verloren. Die VSG Altglienicke testete bei Zweitligist Eintracht Braunschweig und zog sich beim 1:2 achtbar aus der Affäre. Hertha BSC II setzte sich wiederum am Ende deutlich gegen Lichtenberg 47 durch: Der Oberliga-Zweite war zunächst durch Millgramm in Führung gegangen – Rölke (2), Telib, Trus und Gouram schossen aber noch einen 5:1-Sieg heraus. Der FC Hertha 03 verspielte dagegen eine 2:0-Pausenführung bei Union Klosterfelde (Oberliga Nord) und unterlag noch 2:4 (Tore: Abe, Touré) – am Sonntag setzte sich dazu der BFC Preussen mit 4:2 (Tore: Maric, Breitkreuz, Frank, Testspieler – Can, Soumah) gegen Makkabi durch.
Wechsel in der Oberliga
Die NOFV-Oberliga Nord startet erst Mitte Februar in ihr zweites Halbjahr –
vielleicht ein Grund dafür, dass sich auf dem Transfermarkt bislang noch vergleichsweise wenig bewegt hat. Tabellenführer SV Tasmania hat immerhin bislang zwei Zugänge verkündet: Mit Fatih Baca (vereinslos, zuletzt BFC Dynamo) kommt ein 25-jähriger Verteidiger, der bereits über 100 Regionalligaeinsätze bestritten hat. Dazu wurde Adjakson Ramos (23) für das Mittelfeld verpflichtet, der es auch schon auf 13 Länderspiele für den afrikanischen Inselstaat São Tomé e Príncipe gebracht hat. Lichtenberg 47 hat dagegen bislang nur seinen Kader verschlankt: El Challouf (Füchse), Grundmann (Frohnauer SC) und Schöps (Einheit Zepernick) schließen sich unterklassigeren Clubs an, Gabelmann zieht es in die USA und bei Hildebrandt ist das Ziel noch offen. Auch Aufsteiger SD Croatia verkleinert sein Personal: Basic (SCC), Durmus und Uzuner (beide Hürtürkel) sowie Berjaoui (Union Südost) treten sportlich kürzer, Conte und Ergiligür sind noch ohne neuen Verein.
Missglückte Generalprobe
Die Frauen des 1. FC Union haben ihren letzten Test vor dem Start ins zweite Halbjahr der Bundesliga verloren – in dem Vorbereitungsspiel über drei mal 40 Minuten gegen den Mitaufsteiger Hamburger SV musste sich das Team von Trainerin Ailien Poese trotz dreifacher Führung am Ende mit 3:4 geschlagen geben. Dina Orschmann (2) und Sophie Weidauer trafen für die Eisernen, die am Freitag mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen den 15. Spieltag eröffnen – der Anstoß im Stadion an der Alten Försterei erfolgt um 18.30 Uhr. Den Tabellenneunten aus Köpenick trennen dabei sieben Punkte von den Rheinländerinnen auf Platz 7. Mit von der Partie gegen den HSV war bereits Winterzugang Amber Tysiak – die 25-jährige Innenverteidigerin ist von West Ham United aus der englischen Women’s Super League zum 1. FC Union gewechselt und ist dazu Nationalspielerin ihres Heimatlandes Belgien. Abgegeben hat der Frauen-Bundesligist dagegen Melanie Wagner – die 23-jährige Torhüterin wechselt zu Zweitligist Viktoria Berlin.
Regionalliga
Neubesetzungen
Bei zwei Berliner Regionalligisten wurde vergangene Woche jeweils neues Personal im operativen Bereich vorgestellt. Im Fall der VSG Altglienicke betraf dies auch den Kader – denn bei den Treptowern beenden die Manske-Brüder Johannes (25) und Paul (24) ihre aktive Laufbahn, um in die Geschäftsleitung integriert zu werden. Dort sind die beiden, die jeweils über hundert Einsätze für die VSG absolviert haben, ab sofort für den neu geschaffenen Bereich „Strategie & Vereinsentwicklung“ verantwortlich. Damit wandeln sie sie nun gewissermaßen auch in den Fußstapfen ihres Vaters –
denn Thorsten Manske war lange Jahre Vizepräsident von Hertha BSC und ist heute noch als Funktionär im Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) tätig. Bei Ligakonkurrent BFC Preussen wurde dazu Benjamin Borth im Rahmen der Mitgliederversammlung in die neue Position des Geschäftsführers Fußball gewählt – der 32-Jährige hatte sich beim BAK und Tennis Borussia als sportlicher Leiter einen Namen gemacht und war seit Sommer 2025 als Berater bei Preussen tätig.
Gouras verlässt Homburg
Mittelfeldspieler Minos Gouras hat den Südwest-Regionalligisten FC Homburg auf eigenen Wunsch verlassen. Der 27-Jährige schließt sich ab sofort dem Ligakonkurrenten SGV Freiberg an. Gouras kam vor einem Jahr vom Drittligisten SV Waldhof Mannheim nach Homburg. Zuvor lief der Flügelspieler unter anderem für den 1. FC Saarbrücken und den SSV Jahn Regensburg auf. Für den FCH absolvierte Gouras bis zuletzt 36 Pflichtspiele und erzielte dabei zehn Tore und lieferte sechs Vorlagen.
Zusammenarbeit beendet
Der SV Waldhof Mannheim und Nicklas Shipnoski gehen ab sofort getrennte Wege. Wie die Buwe in der vorigen Woche mitteilten, einigten sich beide Seiten auf eine vorzeitige Vertragsauflösung. Damit endet ein Engagement, das sportlich nie ganz die erhoffte Richtung nahm – und dessen Ende sich zuletzt bereits abgezeichnet hatte.
Denn schon Anfang Januar war der 28-Jährige nicht mehr mit ins Trainingslager der Mannheimer in die Türkei gereist. Für Shipnoski endet die Zeit beim SVW nach eineinhalb Jahren, nachdem er im Sommer 2024 von Arminia Bielefeld zu den Kurpfälzern gewechselt war. In dieser Phase absolvierte der Offensivspieler 50 Pflichtspiele, schaffte acht Tore und bereitete fünf weitere vor. Die Hälfte seiner Treffer erzielte er in der zurückliegenden Hinrunde. Besonders in Erinnerung blieb sein Auftritt gegen Rot-Weiss Essen, als er bei langer Überzahl innerhalb von nur 23 Minuten gleich dreimal traf.
Trotz dieser Ausbeute gehörte Shipnoski jedoch nicht zu den festen Stammkräften. Insgesamt stand er lediglich 445 Minuten auf dem Platz, verteilt auf elf Einsätze. In vier Partien fehlte er sogar komplett im Kader, darunter auch im letzten Hinrundenspiel gegen den FC Ingolstadt. Wohin es den Offensivspieler nun zieht, ist offen. Beim Waldhof ist Shipnoski nach Kennedy Okpala, der zum SC Paderborn wechselte, bereits der zweite Abgang in diesem Winter. Auch Rico Benatelli, der in der Hinrunde ohne Einsatz geblieben war, könnte den Verein noch verlassen.
3. Liga
Thill nach Mannheim
Kurz vor dem Rückrundenauftakt hat der SV Waldhof Mannheim noch einmal auf dem Transfermarkt reagiert und sich mit dem luxemburgischen Nationalspieler Vincent Thill verstärkt. Der 25-Jährige soll die entstandene Lücke nach dem Abgang von Kennedy Okpala schließen und bringt reichlich internationale Erfahrung mit an den Alsenweg.
Für Thill bedeutet der Wechsel zugleich ein Wiedersehen mit Luc Holtz, der zwischen 2010 und 2025 als Nationaltrainer Luxemburgs tätig war und seit 2016 in 57 Länderspielen auf den Offensivspieler setzte. Zuletzt stand Thill in Aserbaidschan bei Sabah FK und Zira FK unter Vertrag, kam dort in 27 Spielen auf fünf Scorerpunkte, war seit Oktober jedoch ohne Verein. Erstliga-Erfahrung sammelte er zuvor auch in Schweden, Portugal und Frankreich, wo er bereits mit 16 Jahren beim FC Metz debütierte. Zudem absolvierte Thill sechs Einsätze in der Qualifikation zur Uefa Conference League. Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber beschreibt den Neuzugang als „sehr dribbelstark“ und mit einem „hohen Spielverständnis“ ausgestattet. Zudem sei Thill variabel einsetzbar und habe auch mit seinen Qualitäten bei Standardsituationen überzeugt. Für den Luxemburger ist der SV Waldhof bereits der 15. Verein seiner Karriere.
Toppmöller muss gehen
Eintracht Frankfurt und Trainer Dino Toppmöller gehen getrennte Wege. Die Verantwortlichen zogen nach dem schwachen Start ins Jahr 2026 die Reißleine. „Dino Toppmöller hat sich jederzeit voll mit Eintracht Frankfurt identifiziert und täglich mit großer Leidenschaft für diesen Club gearbeitet“, sagt Sportvorstand Markus Krösche. Toppmöller war seit Sommer 2023 Trainer der Hessen. Er führte die Eintracht in der vergangenen Saison in die Champions League – als erster Coach überhaupt über die Platzierung in der Bundesliga. Zuvor hatte Toppmöller in Luxemburg trainiert sowie als Co-Trainer bei RB Leipzig und Bayern München gearbeitet.