Berliner Ensemble
Ehrung für Andreas Döhler
Für seine Rolle in „Kleiner Mann – was nun?“ im Berliner Ensemble wurde Andreas Döhler (52) von der Fachzeitschrift „Theater heute“ als Schauspieler des Jahres 2025 ausgezeichnet. Im Porträt der Zeitschrift wird Döhler als „unablässig suchender Typ“ beschrieben und als Schauspieler mit „ganz eigener Gravitationskraft“. Regisseur Frank Castorf hat die Ursprungsfassung des Romans von Hans Fallada adaptiert und setzt sie in Bezug zu autofiktionalen Texten des Autors, die er größtenteils im Gefängnis und in der Psychiatrie verfasste, wie etwa „Die Kuh, der Schuh, dann du“. Andreas Döhler studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und trat seit 2001 am Nationaltheater Weimar auf. Von 2003 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Hamburger Thalia Theater, wo er mit den Regisseuren und Regisseurinnen Nicolas Stemann, Michael Thalheimer, Dimiter Gotscheff, Armin Petras, Christiane Pohle und Alize Zandwijk arbeitete. Nebenbei ist er in Film und Fernsehen zu sehen, zum Beispiel in „Millionen“ von Fabian Möhrke und „Die Hände meiner Mutter“ von Florian Eichinger. Ab der Spielzeit 2009/10 war er Ensemblemitglied am Deutschen Theater, und seit 2017/18 ist er Teil des Berliner Ensembles.
Ort der Fotokunst
Das Photocentrum der Volkshochschule (VHS) Friedrichshain-Kreuzberg hat eine neue und dauerhafte Wirkungsstätte in der neu entstandenen Fotogalerie Bethanien. Gleichzeitig feiert das Photocentrum dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. In der ersten Etage des Kunstquartiers Bethanien zeigt die Volkshochschule künftig Ausstellungen aus dem Photocentrum in eigenen Galerieräumen und bietet Kurse im dazugehörigen Seminarraum an. Ein Programm mit den Schwerpunkten künstlerische und experimentelle Fotografie, Analogfotografie sowie dokumentarische Fotografie wird in Kursen und Fotoklassen die Ausstellungen begleiten und ergänzen.
Das Photocentrum der VHS steht in einer langjährigen Tradition. Als Fortführung der 1976 an der damaligen VHS Kreuzberg von Michael Schmidt gegründeten Werkstatt für Photographie begleitet es jährlich über 1.000 Menschen in mehr als 100 Kursen, Workshops und Lehrgängen.
Informationen dazu gibt es unter: www.fotogalerie-bethanien.de
Kulturverführung vom 6. Februar 2026
Comic: Ellen schreibt einen Artikel über Rainer Maria Rilke. Sie kennt seinen Namen, aber nicht sein Werk. Dann geschieht das Unmögliche: Sie trifft Rilke persönlich. Eine Liebesgeschichte entspinnt sich – zwischen zwei Zeiten, zwei Weltbildern. Das ist die Geschichte, die Melanie Garanin in ihrem Comic „Mein Freund Rilke“ erzählt. Am 11. Februar, 19 bis 21 Uhr, stellt sie das Werk im Gespräch mit der Comicspezialistin und Journalistin Gesa Ufer von Deutschlandfunk Kultur vor. Melanie Garanin ist 1972 geboren, studierte Zeichentrickfilm in Potsdam-Babelsberg und hat schon für einige Verlage Kinder- und Jugendbücher illustriert. Seit sie 2017 begonnen hatte, an ihrer ersten Graphic Novel „Nils. Von Tod und Wut. Und von Mut.“ (Carlsen, 2020) zu arbeiten, nennt sie sich allerdings Comiczeichnerin und will am liebsten nichts anderes mehr machen, wie sie sagt. Ihren aktuellen Comic versteht sie als Werk für alle, die Rilke lieben oder ihn neu entdecken möchten. Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda, Frankfurter Allee 14A, 10247 Berlin, der Eintritt ist frei. Informationen auch unter: www.berlin.de/stadtbibliothek-friedrichshain-kreuzberg
Party: Nähe, Spaß und sinnliche Entdeckungen – das ist eine für Museen eher ungewöhnliche Angebots-Kombination, aber das Museum für Kommunikation hat sich zum Valentinstag am 14. September etwas Besonderes ausgedacht: eine „Love Night“. „Eingeladen sind alle – ob allein, verliebt, befreundet oder neugierig –, die den Valentinstag jenseits klassischer Konventionen erleben möchten“, teilt Museumssprecherin Sigrid Kohn mit. Es gibt Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung „Apropos Sex“. Die Bachata Academy zeigt den südamerikanischen Tanz Bachata, bevor Besucherinnen und Besucher anschließend in einem Schnupper-Workshop selbst erste Schritte wagen können. Es gibt eine Silent Disco im Lichthof, eine Glitzerbar mit Cocktails, Spielstationen, eine Foto-Box und eine Komplimente-Maschine. Die Love Night Bar ist bis Mitternacht geöffnet. Einlass ist ab 19.30 Uhr, die Party beginnt um 20 Uhr. Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin, Informationen und Anmeldung: www.mfk-berlin.de
Theater: Erich ist wieder da – nein, nicht Honecker, Erich Kästner betritt wieder die Berliner Bühne. In der literarisch-musikalischen Revue „Erich und die Detektive“ machen sich fünf schräge Ermittler auf die Suche nach dem humorvollen, scharfzüngigen Dichter.
Hermann Hesse schrieb über Kästner: „Das Zeitgemäße konnte nicht zeitloser gesagt werden.“ Auch der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki war begeistert: Er nannte Erich Kästner einen „Moralist, der zugleich ein Spaßmacher ist!“ Gespielt wird die Revue bis 21. Februar. Schlosspark Theater, Schlossstraße 48, 12165 Berlin, Informationen und Tickets: www.schlossparktheater.de Martin Rolshausen