„Dada“ trifft doppelt
Aufgrund der weitreichenden witterungsbedingten Absagen in Berlin waren jene Klubs noch gut dran, die im Rahmen der Vorbereitung zumindest kurzfristig noch einen bespielbaren Platz und einen Gegner organisieren konnten. In der Hauptstadt waren selbst Testspiele nur im Olympiapark möglich: So erzielte Hertha BSC II im Duell der Regionalligisten gegen den Halleschen FC unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen beachtlichen 5:0-Sieg. Ligarivale BFC Dynamo wich am Freitag nach Neuruppin aus und bezwang dort den sechstklassigen MSV 3:1 – erfreulich dabei, dass neben Torjäger Dadashov (2) auch Neuzugang Lebersorger traf. Tags darauf gewannen dazu die Füchse (Berlin-Liga) am selben Ort gegen Landesligist Eintracht Alt Ruppin 5:3 (Tore: Gök 2, Sunday, Eigentor, Brechler). Die VSG Altglienicke zog es außerdem bereits zum zweiten Mal aufgrund der schwierigen Wetterlage nach Braunschweig: Nach dem knappen 1:2 im Test gegen die Profis am 17. Januar unterlag man vergangenen Sonntag der Eintracht-Zweitvertretung (Oberliga) mit 0:3.
Personalwechsel
Regionalligist BFC Dynamo hat Brandon Happi Monthe (Ziel unbekannt) und Enrique Pereira da Silva (Kapfenberg/AUT) nach einem halben Jahr wieder ziehen lassen. Dafür wurde mit Kevin Lebersorger (20, vom LASK/AUT) ein Außenverteidiger verpflichtet. Beim BFC Preussen wird der Kader weiter verschlankt: So wechselte Shean Mensah zum Oberligaersten SV Tasmania. Eine Verlängerung mit Trainer Daniel Volbert wurde aber noch nicht erreicht – ein Abschied des 53-Jährigen im Sommer scheint nicht unwahrscheinlich. Der FC Hertha 03 hat für den Abstiegskampf mit den Verteidigern Rocco Capoano (20, BAK) und Louis Schulze (21, Rot-Weiß Erfurt) nachgelegt, Trainer Tilman Käpnick bekommt dazu mit Niko Klarkowski einen neuen Assistenten an die Seite. In der Oberliga hat Tennis Borussia zwar mit Bilbija (RSV Eintracht) und Danko (Tasmania) zwei Stammkräfte abgegeben – Erdogan (Tor, BAK), Gencel, Halimi (beide Viktoria) und Moradi (zuletzt Hertha 03) schließen sich aber den Lila-Weißen an.
Absagen und Ausfälle
Die winterlichen Bedingungen haben am vergangenen Wochenende zum Ausfall aller Partien der Regionalliga Nordost geführt. Auch das für letzten Dienstag angesetzte Nachholspiel BFC Dynamo – Luckenwalde war betroffen. Durch die zahlreichen Absagen steht den Klubs zusätzlich eine Englische Woche ins Haus. Die Berliner Vertreter BFC Preussen und FC Hertha 03 haben dabei mit nun drei Ausfällen in der Nordost-Staffel die meisten Begegnungen nachzuholen. Der Berliner Fußball-Verband (BFV) verlängerte dazu die Generalabsage in seinem Wirkungsbereich gleich bis einschließlich 8. Februar – mit weiteren Konsequenzen. „Da auch der Trainingsbetrieb für die meisten Berliner Teams weiter ruhen wird, wurde beschlossen, den Rückrundenauftakt zu verschieben, um so eine angemessene Vorbereitung zu gewährleisten“, hieß es in einer Mitteilung des BFV. Bei den Männern finden die ursprünglich für 13. bis 15. Februar angesetzten Partien nun Ende März statt, die Terminierung bei den Frauen steht noch aus.
Frauen-Bundesliga
Sieg in Essen
Wichtiger Schritt für den 1.FC Union in der Frauen-Bundesliga – mit einem 4:2-Erfolg bei der SGS Essen konnte man den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf neun Punkte ausbauen. Dabei geriet das Team von Trainerin Ailien Poese trotz anfänglicher Feldüberlegenheit zunächst durch Treffer von Platner (36.) und Maier (43.) 0:2 in Rückstand. Das Anschlusstor von Lisa Heiseler vor dem Seitenwechsel (45.+3) war daher wichtig. Nach Wiederanpfiff gingen die Köpenickerinnen auch deutlich zielstrebiger ans Werk. Eileen Campbell (51., 62.) sorgte mit einem Doppelpack schnell für die Wende und Unions Defensive konnte in der Folge die Bestrebungen der Essenerinnen weitgehend unter Kontrolle behalten. Tief in der Nachspielzeit gelang Winterzugang Lia Kamber (90.+9) dann per Kopfball die endgültige Entscheidung. Am Sonntag (16 Uhr, Alte Försterei) könnten gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena nun weitere Punkte gesammelt werden. In der 2. Liga unterlag Viktoria Berlin dem FC Ingolstadt 0:1, bleibt aber auf Rang 5.
Drei Neue
Der FC 08 Homburg hat kurz vor Transferschluss gleich mehrfach auf dem Transfermarkt agiert. Mit Stürmer Sean Busch und Offensivspieler Robert Geller verstärken zwei 22-Jährige die Grün-Weißen, zudem stößt Angreifer Kaan Inanoglu auf Leihbasis zum Regionalligisten. Gleichzeitig wurde der Vertrag mit Ken Mata einvernehmlich aufgelöst.
Busch wechselt von der U23 von Hannover 96 nach Homburg und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer. Der Mittelstürmer wurde bei Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg ausgebildet. Nach seiner Rückkehr nach Hannover überzeugte Busch zunächst in der Regionalliga mit neun Torbeteiligungen in neun Spielen, kam anschließend auch in der 3. Liga zum Einsatz. In der laufenden Saison erzielte er für Hannover II drei Tore. Geller kommt von der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC und bindet sich bis 2027 an den FCH. Der Linksaußen durchlief sämtliche Jugendteams des KSC, sammelte später Regionalliga-Erfahrung beim VfB Stuttgart II und kehrte 2024 nach Karlsruhe zurück. Dort war er Stammspieler der neu gegründeten U23 und hatte mit neun Toren und fünf Vorlagen maßgeblichen Anteil am Aufstieg. Zudem debütierte er im DFB-Pokal und kam mehrfach in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Mit Inanoglu leiht der FCH zudem einen 20-jährigen Stürmer von Eintracht Frankfurt aus. Der frühere türkische U19-Nationalspieler erzielte in der vergangenen Saison 14 Tore für die Frankfurter U21.
Neuer Verteidiger
Der SV Waldhof Mannheim hat nach dem defensiven Fehlstart ins neue Jahr personell reagiert und Außenverteidiger Sanoussy Ba verpflichtet. Der 22-Jährige wechselt bis Saisonende auf Leihbasis von Eintracht Braunschweig zu den Buwe. In den ersten beiden Rückrundenspielen hatte der SVW neun Gegentore kassiert. Ba ist beidfüßig einsetzbar und kann beide Außenverteidigerpositionen bekleiden. Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber hebt seine Physis und Vielseitigkeit hervor und erwartet eine sofortige Belebung des Konkurrenzkampfs.
Ein Rückkehrer
Rhani Abdennour ist vorzeitig vom Leihgeschäft mit der SpVgg Ansbach zum 1. FC Saarbrücken zurückgekehrt. Eigentlich war der 20-Jährige noch bis zum Saisonende an den Viertligisten verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Dieses Ziel erfüllte sich jedoch nicht: In der Hinrunde kam das Saarbrücker Eigengewächs lediglich auf zehn Einsätze. Bereits in der Vorsaison hatte Abdennour – auch verletzungsbedingt – nur vier Partien absolviert. Wie es für den Defensivspieler nun weitergeht, ist offen. Eine sportliche Perspektive beim abstiegsgefährdeten Drittligisten gilt derzeit als unklar. Im Umfeld wird spekuliert, dass es den 20-Jährigen perspektivisch in seine französische Heimat ziehen könnte. Eine Entscheidung über seine Zukunft steht bislang aus.
2. Liga
Drei Abschiede
Der 1. FC Kaiserslautern verzeichnet kurz vor Ende der Transferperiode mehrere Abgänge. Nach dem Wechsel von Außenstürmer Faride Alidou zu Eintracht Braunschweig hat sich auch Mittelfeldspieler Afeez Aremu dem schottischen Erstligisten Aberdeen FC angeschlossen. Für den 26-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, wird eine Ablöse von rund 150.000 Euro fällig. Aremu war 2023 vom FC St. Pauli auf den Betzenberg gewechselt, konnte sich aber auch verletzungsbedingt nicht dauerhaft durchsetzen und blieb in 28 Einsätzen ohne Torbeteiligung. In Aberdeen unterschrieb er bis 2028.
Zudem verlässt Innenverteidiger Jan Elvedi den FCK vorübergehend. Der Schweizer wechselt bis Saisonende auf Leihbasis zur SpVgg Greuther Fürth, eine Kaufoption gibt es nicht. Elvedi kam 2023 nach Kaiserslautern und absolvierte seither 86 Pflichtspiele, hatte in dieser Saison jedoch keinen festen Stammplatz mehr. Sein Vertrag beim FCK läuft noch bis 2028.