Auszeichnung
Grammy für Dalai Lama
Der Dalai Lama hat seinen ersten Grammy gewonnen – für seine Erzählstimme. Er setzte sich mit dem Hörbuch „Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama“ durch. Der Dalai Lama selbst war nicht anwesend, um die Auszeichnung in Los Angeles entgegenzunehmen. Stellvertretend tat dies der Songwriter und Komponist Rufus Wainwright. „Die Erzählung des tibetischen spirituellen Führers fesselte die Abstimmenden mit ihrer tiefen Weisheit und ihrer sanften Vortragsweise und bot den Zuhörern eine tief meditative Erfahrung, die über das typische Hörbuchformat hinausgeht“, hieß es auf der Homepage der Grammys. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger. Die Kategorie, in der der Dalai Lama gewann, war „Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling“. Er setzte sich unter anderem gegen Ketanji Brown Jackson durch, die Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ist. „Zum ersten Mal kann man sich bei einer Grammy-Niederlage an den Obersten Gerichtshof wenden“, scherzte Moderator Trevor Noah während der Verleihung. (dpa)
Gemini hilft Radfahrern und Fußgängern
Chatbot Gemini kann in Google Maps nun auch in den Modi für Fußgänger und Radfahrer genutzt werden. Die Funktion kommt für Android und iOS. Bislang war Gemini in Maps nur für die Auto-Navigation verfügbar. Hinter der Integration steckt die Idee, in natürlicher Sprache mit der Kartenanwendung interagieren zu können, erklärt Google und nennt zwei Beispiele. Zum einen einen Guide für Fußgänger: Fragen kann man etwa, in welchem Stadtviertel man sich gerade befindet, oder man lässt sich Restaurants entlang des Weges anzeigen – basierend auf Daten von Google Maps. Zum anderen einen Assistenten für Radfahrer. Hier kann man nach der voraussichtlichen Ankunftszeit und nach Kalendereinträgen fragen oder eine Nachricht formulieren und verschicken – ohne die Hände vom Lenker zu nehmen, wenn das Smartphone dort sicher in einer Halterung steckt. Voraussetzung für die Nutzung ist die Installation der Gemini-App, ein Google-Konto und die Auswahl von Gemini als digitalen Assistenten. (dpa)
Probleme mit Pestiziden
Mehr als zwei Drittel der Böden in Europa sind einer Studie zufolge mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet. Ein internationales Forschungsteam berichtet in Nature, dass in 373 Bodenproben aus 26 Ländern zahlreiche Wirkstoffe nachgewiesen wurden – darunter Fungizide, Insektizide sowie Rückstände und Abbauprodukte von Glyphosat. Die Mittel fanden sich nicht nur auf landwirtschaftlichen Flächen, sondern auch in Wäldern und Wiesen, vermutlich durch verwehten Sprühnebel. Die Forschenden warnen vor Folgen für das Ökosystem Boden. „Das Problem verschiedener Pflanzenschutzmittel besteht darin, dass sie nicht nur Schädlinge bekämpfen, die unsere Nutzpflanzen beeinträchtigen, sondern auch nützliche Bodenorganismen“, heißt es in einer Mitteilung der Universität Zürich. Betroffen seien unter anderem Pilze sowie wirbellose Bodenbewohner, die organisches Material zersetzen.
Mercedes S-Klasse wird überarbeitet
Zum Sommer schickt Mercedes zu Preisen ab 121.356 Euro eine überarbeitete S-Klasse ins Rennen. Sie tritt an gegen BMW 7er, Tesla Model S und die neue Elite aus China. Wie der Hersteller mitteilt, werden dafür mehr als die Hälfte der verbauten Komponenten ausgetauscht oder verbessert. Auch die Antriebspalette werde überarbeitet: Der V8-Motor des Topmodells S 550 leistet nun 395 kW/537 PS und fährt mit Mild-Hybrid-Technik entspannter. Die drei Liter großen Reihensechszylinder im S 450 (280 kW/381 PS) und im S 500 (330 kW/449 PS) haben mehr Drehmoment und beschleunigen besser. Die Plug-in-Hybriden mit bis zu 100 Kilometer elektrischer Reichweite haben nun im besten Fall 55 kW/75 PS mehr Systemleistung. Es gibt sie als S 450 e mit 320 kW/435 PS oder als S 580 e mit 430 kW/585 PS. Außerdem werden die beiden Sechszylinder-Diesel im 230 kW/313 PS starken S 350 d und im S 450 d mit 270 kW/367 PS für kommende Schadstoffnormen ertüchtigt und auf Mild-Hybrid-Technik umgestellt. Zudem hat Mercedes den Grill für mehr Präsenz um 20 Prozent vergrößert und mit LED-Technik beleuchtet. (dpa)