Nicht nur an Land in Afrika gibt es die sogenannten Big Five. Auch verschiedene Bewohner der Meere wurden mit diesem Titel geadelt. Sie stehen stellvertretend für all die spannenden und wunderbaren Tiere in den Ozeanen.
Der Große Tümmler kann sich selbst im Spiegel erkennen und benutzt Werkzeuge, die größten Pinguin-Kolonien der Erde überleben bei bis zu minus 70 Grad, Buckelwale versuchen offenbar, mit Menschen zu kommunizieren, Kap-Pelzrobben-Männchen liefern sich beeindruckende Kämpfe, und Haie können Blut in einer Verdünnung von eins zu einer Million noch wahrnehmen. Nur ein paar von vielen spannenden Fakten zu diesen faszinierenden Tieren, die zu den sogenannten Big Five der Meere gezählt werden. Zu Marketingzwecken wurde diese Kategorie mal erdacht, zu der nur bestimmte Arten, die in Südafrikas Küstenregion heimisch sind, gezählt werden. Quasi als Pendant zu den Big Five der afrikanischen Landtiere. Die „Großen Fünf“ der Ozeane sind so spannende Tiere, dass man natürlich Bücher damit füllen kann. Sie stehen hier stellvertretend für alle Bewohner der Meere, von denen jede Gattung einzigartig ist. Und schützenswert. Denn, wen wundert es, der Mensch ist die größte Bedrohung, oft auf eine schreckliche Art und Weise.
Schutz des Ökosystems
So stieg zum Beispiel laut der Deutschen Stiftung Meeresschutz von 2012 bis 2019 die Zahl der durch Hai-Finning getöteten Haie von 76 Millionen auf 80 Millionen. Dabei werden gefangenen Haien die Flossen abgetrennt, und die Tiere werden lebend wieder zurück ins Meer geworfen, wo sie elendig zugrunde gehen. Delfine sterben leider häufig qualvoll als „Beifang“ in den Netzen von Fischern, für Wale ist der Schiffsverkehr ein großes Problem, immer wieder kommt es für die Meeresgiganten zu tödlichen Kollisionen. Und natürlich leiden alle unter den Folgen des Klimawandels, der Überfischung und Verschmutzung der Meere. Doch es gibt auch Positives. Laut dem Nabu bemühen sich Regierungen weltweit, sichere Lebensräume durch die Ausweisung von Meeresschutzgebieten zu schaffen. Bis zum Jahre 2030 sollen 30 Prozent der Weltmeere unter Schutz stehen – aktuell sind es lediglich 8,2 Prozent. Zu oft stehen noch wirtschaftliche Interessen im Weg. Bleibt nur zu hoffen, dass der Schutz dieses einzigartigen Ökosystems weiter vorangetrieben wird. Damit wir auch in Zukunft seine wunderbaren Bewohner in ihrem Lebensraum bestaunen können.