Mercedes-AMG dreht den Strom auf
AMG voll unter Strom: Nachdem die schnellen Schwaben bislang nur die elektrischen Serienmodelle der Konzernmutter Mercedes veredelt und verstärkt haben, steht jetzt mit dem Nachfolger des viertürigen GT das erste eigenständige Elektroauto kurz vor dem Start. Aber mit der mehr als 735 kW/1.000 PS starken Serienversion des Vision GT XX will es AMG nicht belassen, kündigte Firmenchef Michael Schiebe an: „Wir bringen auf dieser Plattform noch 2026 auch ein SUV und kurz darauf zudem eine Coupé-Variante dieses Geländewagens.“ Schon im nächsten Jahr sollen dann insgesamt drei rein elektrische AMG-Modelle parat sein und Autos wie dem bis dahin ebenfalls präsentierten Ferrari Elettrica oder dem Lucid Air Sapphire das Leben schwer machen. Auch wenn AMG mit diesen drei Autos seine Eigenständigkeit unterstreicht und zugleich seinen Fußabdruck ganz oben in der Luxusliga vergrößert, verliert der Werkstuner die Modelle der Muttermarke Mercedes nicht aus dem Blick. (dpa)
Signal führt Fixieren von Nachrichten ein
Der Messengerdienst Signal zieht bei einer Funktion nach, die Mitbewerber bereits können: dem Fixieren von Nachrichten. Darauf weist die Signal-Stiftung selbst hin. Fixierte Nachrichten ermöglichen es Nutzern, etwa Text- und Sprachnachrichten, Bilder, Videos, Umfragen und Dateien oben im Chat anzuheften und sie so ohne lästige Suche zügig wiederzufinden. Um eine Nachricht in einer Einzel- oder Gruppenkonversation festzuhalten, müssen Nutzer diese einfach lange antippen, bis sich das Kontextmenü öffnet und die Option „Nachricht fixieren“ preisgibt. Dann können sie sie für 24 Stunden, sieben Tage, 30 Tage oder dauerhaft anheften und mit einem Klick auf das Banner im oberen Bildschirmrand wiederfinden. Unbegrenzt viele Nachrichten lassen sich auf diese Weise aber nicht hervorheben. Signal unterstützt bis zu drei fixierte Nachrichten pro Chat. Jede weitere löst die jeweils älteste ab. (dpa)
Die Geschichte der roten Herzen
Zum Valentinstag boomt das Herzsymbol – doch mit dem menschlichen Organ hat es kaum etwas gemein. Seine Wurzeln liegen in Kunst, Religion und Kulturgeschichte. Bereits im 14. Jahrhundert stellte der Maler Giotto das menschliche Herz erstaunlich anatomisch korrekt dar. Parallel entstand im Mittelalter ein stark vereinfachtes, rotes Herz als Sinnbild für Liebe und Leidenschaft. Beeinflusst von antiken Motiven und christlicher Symbolik setzte sich diese Form rasch durch – nicht als Organ, sondern als Idee. Mit Aufklärung und Säkularisierung wandelte sich die Bedeutung: Aus göttlicher Liebe wurde weltliche Zuneigung, später auch Sexualität. Heute steht das Herz allgemein für Sympathie – vom Liebesbekenntnis bis zum Dankeschön per Emoji. Diese Vieldeutigkeit sorgt für Missverständnisse, vor allem in der digitalen Kommunikation. Das Herzsymbol ist damit weniger entwertet als reduziert: ein universelles Zeichen, das komplexe Gefühle transportiert.
Ehrung
„Mann des Jahres“
US-Schauspieler Michael Keaton ist von der Theatergruppe der ehrwürdigen Harvard-Universität als „Mann des Jahres“ geehrt worden. Der 74-jährige Hollywoodstar, bekannt aus Filmen wie „Beetlejuice“, „Batman“, „Spotlight“ und „Birdman“ sowie der Serie „Dopesick“, nahm den ungewöhnlichen „Hasty Pudding“-Preis in Form eines Puddingtopfes in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) entgegen. Studenten der Theatergruppe in Kostümen und mit Perücken ulkten mit ihm auf der Bühne. Im „Batman“-Kostüm trug Keaton dann einen fiktiven Kampf mit einem als Oscar-Statue verkleideten Schauspieler aus – eine Anspielung darauf, dass dem Emmy- und Golden Globe-Gewinner dieser Filmpreis bislang verwehrt geblieben ist. Der „Hasty Pudding“-Preis für den Mann und die Frau des Jahres wird nach alter Tradition mit witzigen Aktionen und Paraden ausgerichtet.
Die „Hasty Pudding“-Auszeichnung wird seit den 1950er-Jahren für „bleibende und beeindruckende Beiträge in der Welt des Entertainments“ verliehen. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Jon Hamm, Cynthia Erivo, Annette Bening, Barry Keoghan, Halle Berry, Helen Mirren, Anne Hathaway, Meryl Streep, Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Martin Scorsese, Robert De Niro, Harrison Ford und Tom Hanks. (dpa)