Zurück von der EM
Am 11. Februar ließen die Füchse in ihrem HBL-Gastspiel dem Tabellenvorletzten HSG Wetzlar keine Chance. Beim 41:27 trafen Tobias Gröndahl (elf Tore) und Mathias Gidsel (9) am besten für die Berliner. Gidsel machte dann noch einen Hattrick anderer Art klar: Der 27-jährige Däne wurde zum dritten Mal in Folge zum Welthandballer des Jahres gewählt – einzigartig. Füchse-Manager Bob Hanning meldete auch Vollzug bei einem Top-Transfer. Da Torwart Dejan Milosavljev zur neuen Saison nach Kielce wechselt, stößt der 39-jährige schwedische Keeper Andreas Palicka für ein Jahr zum Team. Bei ihm soll sich Lasse Ludwig möglichst viel absehen. Das Heimspiel gegen den TVB Stuttgart am 15. Februar war eine zähe, zeitweise ruppige Angelegenheit. Gleich drei Schwaben sahen die Rote Karte. Die Füchse kämpften sich von einem Drei-Tore-Rückstand zur Pause zurück, gewannen mit 37:32 und bleiben Tabellenzweite.
CL-K.o. für BR Volleys?
Der Plan: Bei Guaguas Las Palmas am 12. Februar deutlich gewinnen, um so eine gute Chance auf Platz eins oder zwei in Champions-League-Gruppe C und damit die K.-o.-Runde zu haben. Doch die BR Volleys verloren stattdessen nach gewonnenem ersten Satz auf Gran Canaria den Faden und dann das Spiel 1:3. In der Bundesliga rissen die Berliner drei Tage später auch keine Bäume aus, durch das 3:0 bei den Barock Volleys Ludwigsburg hielten sie aber Schritt mit VBL-Spitzenreiter SVG Lüneburg.
Souverän ins Final Four
Der TTC Berlin Eastside hat in den beiden Viertelfinalspielen der Tischtennis-Champions-League der Frauen gegen PGE Fibrain AZS Politechnika Rzeszów (Polen) seine Ambitionen auf den siebten Titelgewinn nachdrücklich unterstrichen. Nicht eingeplant war am 12. Februar, dass sich Shan Xiaona noch von Zuzanna Wielgos den sicheren Sieg wegschnappen ließ. Dadurch angestachelt verloren die Berlinerinnen kein Match mehr. Nina Mittelham (1) und Yuka Kaneyoshi (2) punkteten zum 3:1 im Karpatenvorland. Noch deutlicher wurde es beim Rückspiel zwei Tage später in Berlin. „Nana“ Shan fungierte nur als Trainerin, statt ihrer kam Sabina Šurjan zum Einsatz. Nachdem Kaneyoshi und Mittelham das 2:0 herausgespielt hatten, schlug Berlins Serbin im vierten Satz gegen Wielgos mit 11:0 die Tür zum 3:0-Sieg zu. Somit steht Eastside im erstmals angesetzten Final-Four-Turnier, das am 23. und 24. Mai beim alten Erzrivalen Tarnobrzeg mit ihren Stars He Zhuojia und Han Ying ausgetragen wird, unweit der ukrainischen Grenze.
Basketball
Alba kämpft sich durch
In dieser Spielzeit ist Alba Berlins Männerteam nie aus dem Spiel. Es mangelt nie an Willen, Hustle und Mut, selbst wenn lange kein Wurf fällt. So auch am 10. Februar in der Champions League gegen Tofaş Bursa (Türkei). Das Spiel definierte sich auf beiden Seiten nur über die Defensivarbeit. Am Ende rang Alba Bursa auch ohne den lange verletzten Spielmacher Martin Hermannsson und dank der herausragenden Justin Bean und Jack Kayil mit 69:60 nieder. Grund für Zuversicht der Albatrosse auch am 15. Februar beim alten Rivalen Bamberg Baskets: Hier war beiderseits von Beginn an Offensive Trumpf, und diesmal riss das Wurfglück der Berliner nicht ab. Obwohl außer Hermannsson auch andere Spielmacher wie Kayil und Bennet Hundt, Malte Delow und Moses Wood ausfielen. Auftritt für vier junge Leute aus Albas Farmteam in der Pro B, Lok Bernau: Point Guard Guy Artman, Forward Richard Schmitt, Center Nevio Bennefeld und Guard Anton Nufer. Entscheidend für den Berliner 98:92-Erfolg in „Freak City“ waren allerdings der omnipräsente Jonas Mattisseck (22 Punkte, 5/7 Dreier) und die Nervenstärke an der Freiwurflinie. Albas Frauenteam fegte parallel zu den Männern Gastgeber Panthers Osnabrück mit 83:58 aus der Halle und hielt so die Chance auf Platz drei vor den DBBL-Play-offs aufrecht.
3. Halbzeit: Zwei Abschiede
Dass der moderne Fußball sehr schnelllebig ist, ist kein Geheimnis mehr. Doch die Geschwindigkeit, in der sich der Saar-Fußball in den vergangenen Tagen veränderte, ist atemberaubend. Ein paar Wochen ist es her, da war Jürgen Luginger noch der ruhende Pol beim 1. FC Saarbrücken. In einem Verein, in dem verschiedene Strömungen um die Macht rangen, war der 58-Jährige ein Vermittler. „Onkel Jürgen“, wie ihn einige Fans nennen, konnte irgendwie mit jedem. Es gab und gibt Leute, die sagen, Luginger hätte sich deutlicher positionieren müssen. Der Niederbayer blieb sich stets treu. Er war das beständige, bodenständige Gesicht eines Vereins, der seit Monaten um Struktur und eine Richtung ringt. Nun ist Luginger zum zweiten Mal FCS-Geschichte. Rund zehn Minuten habe das Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Daniel Hager zu seiner Freistellung gedauert. „Das wird ihm nicht gerecht“, sagen die einen. „Das ist das Geschäft“, kontern die anderen. Luginger kennt die Mechanismen des Marktes. Er selbst hat vor einigen Monaten Chefcoach Alois Schwartz gefeuert und selbst die Nachfolge angetreten. Es war auch eine Chance für ihn, sich wieder auf dem Trainermarkt zu positionieren. Das hat nicht funktioniert. Sorgen muss man sich um den Netzwerker aus Dingolfing aber keine machen. Lange arbeitslos war Luginger nie. Das liegt sicher auch daran, dass er bei seinem Abschied nie schmutzige Wäsche gewaschen hat, den Verein stets durch den Vordereingang verlassen hat. Dass es irgendwann ein drittes Luginger-Kapitel beim FCS geben wird, sollte man ohnehin nicht ausschließen. Dass Marc Strauß in diesem Leben noch einmal für die SV Elversberg tätig sein wird, ist dagegen recht unwahrscheinlich. Noch vor wenigen Wochen wurde der 41-Jährige in die Kommission „Finanzen“ der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gewählt, was die SVE in einer ausführlichen Pressemitteilung feierte. Deutlich kühler waren die dürren Zeilen, mit denen der Club Strauß’ Abschied in der vergangenen Woche bekannt gab.
Dessen Flirt mit dem 1. FC Kaiserslautern war ein bisschen zu früh durchgesickert. Die SVE handelte schnell und konsequent. Nicht vergessen sollte man dabei, dass Strauß den Verein fit für den Profifußball gemacht hat. Nun zieht er weiter. Die Fans diskutieren sehr emotional, aber am Ende ist auch diese Entscheidung ein Teil des Geschäfts. Dominique Rossi, Sport-Redakteur bei FORUM.
Sieg und Niederlage
Der 1. FC Saarbrücken Tischtennis hat nach dem Einzug ins Finalturnier der Champions League am vergangenen Freitagabend zwei Tage später den Bundesliga-Gipfel bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf nach einer 2:0-Führung mit 2:3 verloren. Nach der Niederlage im Prestigeduell gegen den Spitzenreiter, der gegen den Post SV Mühlhausen ebenfalls ins Finalturnier der Königsklasse eingezogen war, bleibt der FCS Tabellendritter und liegt sechs Punkte vor dem Fünften TTF Ochsenhausen und hat immer noch beste Karten, in die Play-offs einzuziehen. Beim Final-Four-Turnier der Königsklasse am 16. und 17. Mai in der Saarlandhalle, wird der polnische Club KS Orlen Bogoria Grodzisk Mazowiecki der Halbfinal-Gegner sein. Das Halbfinale fand in Trier statt, weil die Saarlandhalle bereits gebucht war. Nach einem 2:0 im Hinspiel bei GF Hennemot war das Weiterkommen am Ende nicht mehr als eine Pflichtaufgabe.
HGS legt nach
Aufgrund der schweren Verletzung von Hubert Kornecki sah sich die HG Saarlouis veranlasst, kurz vor Ende der Transferfrist nochmals auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Verpflichtet wurden zwei Rückraumspieler vom schwedischen Erstligisten Eskilstuna Guif: Zeb Bjerneld ist 23, Linkshänder und verstärkt den rechten Rückraum, Olle Österhall ist ebenfalls 23 Jahre alt und im Rückraum sehr flexibel einsetzbar. HGS-Sportdirektor Markus Baur ist überzeugt, dass sich alle in Saarlouis auf zwei gut ausgebildete Spieler mit Erfahrung auf hohem Niveau freuen können. Für beide sei es der erste Schritt ins Ausland in ihrer Karriere, beide seien ehrgeizig, hätten sich schnell für Saarlouis entschieden und würden „unserem Team sicher sofort helfen können“.