Testspiele
Die Regionalligisten Hertha BSC II und BFC Preussen verabredeten nach der Absage ihrer Punktspiele eine Ersatzpartie – genau wie schon eine Woche zuvor. Hatte sich die Hertha-Reserve damals mit 3:1 durchgesetzt, trennten sich die „Bubis“ diesmal in dem Test mit 2:2 von Preussen (Tore: Richter, Rölke – Fontein, Adekunle). Die VSG Altglienicke bestritt ihre Generalprobe gegen die Füchse (Berlin-Liga) und setzte sich mit 4:1 durch: Winterzugang Tallig sorgte für die Pausenführung – nach dem Wechsel erhöhten Türpitz, Wagner und Qenaj, ehe Abdul-Hamid für die Gäste traf. Der BFC Dynamo konnte dazu zum Abschluss auf dem Kunstrasenplatz im Sportforum einen 4:0-Sieg (Tore: Gunte, Dadashov, Reincke, Shcherbakovski) gegen den Oberligazweiten Lichtenberg 47 feiern. Der FC Hertha 03 egalisierte außerdem durch Treffer von Doll und Jones noch einen 0:2-Rückstand beim RSV Eintracht (Oberliga Süd).
Weiter in der Warteschleife
Der Winter hat den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost auch am vergangenen Wochenende weiter ins Stocken gebracht – so ging der 23. Spieltag mit lediglich fünf Partien über die Bühne. Insgesamt konnten im Jahr 2026 von den vorgesehenen 36 Spielen der Nordost-Staffel nur acht ausgetragen werden – der „Stau“ an Nachholspielen dürfte Vereine und Verantwortliche dabei in immer ärgere Terminschwierigkeiten bringen.
Besonders betroffen sind dabei die fünf Berliner Vertreter in der Nordost-Staffel, die in diesem Jahr noch keine ihrer jeweils vier Begegnungen bestreiten konnten und diese nun bis zum Saisonende Mitte Mai in zahlreichen englischen Wochen aufholen müssen. „Spitzenreiter“ der Staffel im Hinblick auf nachzuholende Ligaspiele sind dabei Schlusslicht FC Hertha 03 sowie der BFC Preussen (jeweils sechs zusätzlich zum regulären Restprogramm) – es folgt der BFC Dynamo (fünf, zusammen mit Luckenwalde, Meuselwitz und Chemie Leipzig) sowie VSG Altglienicke und Hertha BSC II (jeweils vier).
„Tas“-Sieg auf Kunstrasen
Auch die NOFV-Oberliga Nord konnte – nach Absage aller Spiele eine Woche zuvor – aufgrund der Witterung nur mit einem abgespeckten Programm starten. Spitzenreiter SV Tasmania wich dabei auf den Kunstrasenplatz im Stadion Neukölln aus und bezwang den Vorletzten SD Croatia spät durch einen Treffer von Cruz Magalhaes und ein Eigentor mit 2:0. Am Sonntag muss „Tas“ zum ärgsten Verfolger: Der SV Lichtenberg 47, der in Wismar nicht spielen konnte, liegt nun sechs Punkte und zwei Partien zurück.
Eintracht Mahlsdorf festigte Rang drei dank eines Tors von Stettin in der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand – die Führung durch Behrend hatte der Gast aus Neustrelitz noch ausgleichen können. Dazu behielt der SV Sparta mit 3:1 (Tore: Tonk, Nikol, Thomala) im Duell mit Hansa Rostock II die Oberhand, während Schlusslicht Viktoria beim 1:5 (Tor: Xiao) gegen Union Klosterfelde eine herbe Pleite kassierte. Die weiteren Partien wurden abgesagt.
Frauen-Bundesliga
Poese geht in Unions NLZ
Vergangene Woche gab der 1. FC Union bekannt, dass sich Trainerin Ailien Poese gegen eine Vertragsverlängerung bei den Bundesliga-Frauen entschieden hat. Die 41-jährige Fußballlehrerin bleibt dem Verein aber ab Sommer als Verantwortliche für die Juniorinnen im DFB-zertifizierten Leistungszentrum der „Eisernen“ erhalten. Unbeeindruckt von Poeses Ankündigung zeigten sich die Frauen am 19. Spieltag: Vor 5.500 Zuschauern an der Alten Försterei gelang ihnen ein 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln. Tore von Dina Orschmann und Eileen Campbell sorgten für den ersten Heimsieg nach fünf Ligaauftritten in Köpenick – und nun beste Aussichten auf den Klassenerhalt. Nach der länderspielbedingten Pause geht es für Unions Bundesligateam dann erst Mitte März weiter. In der 2. Liga gewann Viktoria Berlin das Duell der Aufsteigerinnen beim VfL Wolfsburg 3:1 – die Himmelblauen profitierten dabei von zwei Eigentoren, Nina Ehegötz gelang der dritte Treffer. Damit hat „Viki“ mit nun zwölf Punkten vor den Abstiegsrängen den Klassenerhalt fast sicher.
Alemannia Aachen verschärft Kontrollen
Bei Alemannia Aachen sorgt der Missbrauch von vergünstigten Kindertickets für Konsequenzen. Beim Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen wurden verstärkte Kontrollen durchgeführt, nachdem zahlreiche Personen unberechtigt mit Ein-Euro-Tickets für Kinder bis einschließlich elf Jahre ins Stadion gelangt waren. Der Verein reagierte nun mit schärferen Maßnahmen. Ab dem nächsten Heimspiel gegen den SC Verl sollen Ordner gezielt Eintrittskarten prüfen. Wer ein Kinderticket missbräuchlich nutzt, muss vor Ort auf den regulären Preis aufstocken oder wird des Stadions verwiesen. Die Alemannia appelliert zugleich an die Fans, das familienfreundliche Angebot nicht auszunutzen. Der Missbrauch schade insbesondere den Kindern, für die die Aktion gedacht sei.
Jermaine Jones übernimmt
Der 1. FC Schweinfurt 05 setzt im Abstiegskampf der 3. Liga auf einen prominenten Namen: Jermaine Jones, 44, hat bis Saisonende unterschrieben. Der frühere US-Nationalspieler steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Nach 25 Spieltagen haben die Unterfranken erst zehn Punkte gesammelt, die Distanz zum rettenden Ufer beträgt 18 Zähler. Auch das Debüt ging beim 1:3 in Duisburg daneben.
Bei seiner Vorstellung betonte der 44-Jährige, dass er den Blick nicht auf die Tabelle richten wolle. Vielmehr gehe es darum, von Spiel zu Spiel zu denken. Als Spieler sei er oft als „Raubein“ wahrgenommen worden, nun trete er in einer anderen Rolle auf. Als Trainer müsse man Vorbild sein. Abhaken will er die Saison nicht: „Wir haben viele Ideen.“
Regionalliga
Homburg feiert hohen Sieg
Der FC 08 Homburg ist mit einem deutlichen Heimsieg in die Restrunde der Regionalliga Südwest gestartet und hat damit im Rennen um die Spitzenplätze ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die abstiegsbedrohte TSG Balingen gewann der FCH im Waldstadion mit 4:0 – ein Ergebnis, das vor allem nach der Roten Karte gegen Jonas Fritschi im ersten Durchgang die Verhältnisse klar widerspiegelte.
Dabei begann die Partie für die Gastgeber zunächst zäh. Homburg hatte zwar mehr Ballbesitz und suchte früh den Weg nach vorne, doch die Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlte. Nach einer misslungenen Rückgabe der Gäste rettete Elvin Kovac in höchster Not auf der Linie, Nicolas Jörg brachte den Nachschuss nicht im Tor unter. Auch Balingen versteckte sich keineswegs, setzte selbst offensive Akzente und prüfte Homburgs Schlussmann Michael Gelt durch Ferdinand Schmidt. Eine Ecke von Simon Klostermann ging wenig später über das Tor. Es entwickelte sich eine Phase, in der der FCH zwar optisch überlegen war, aber noch nicht die nötige Klarheit im Spiel nach vorne fand. Mit zunehmender Spieldauer wuchs jedoch der Druck der Saarländer. Die Flügel wurden stärker eingebunden, die Ballzirkulation wurde schneller und zielgerichteter. Markus Mendler verpasste eine Hereingabe von Kaan Inanoglu nur knapp, ehe die entscheidende Szene folgte: Fritschi brachte Jörg als letzten Mann zu Fall und sah folgerichtig die Rote Karte. In Überzahl nutzte Homburg die sich bietenden Räume konsequent. Eine Halbfeldflanke von Jörg fand Inanoglu im Zentrum, der frei zur Führung einschob. Kurz vor der Pause legte der Neuzugang nach einem Rückpass von Miguel Goncalves das 2:0 nach und stellte die Weichen klar auf Sieg. Ein möglicher dritter Treffer vor dem Seitenwechsel blieb ihm knapp verwehrt.
Nach der Pause spielte praktisch nur noch Homburg. Inanoglu blieb der prägende Akteur: Mit einem präzisen Steckpass bereitete er das 3:0 durch Jörg vor. Wenig später erhöhte Armend Qenaj nach erneuter Vorarbeit des auffälligen Offensivspielers auf 4:0. Damit hatte Inanoglu vier direkte Scorerpunkte gesammelt und dem Spiel klar seinen Stempel aufgedrückt. Am Ende blieb es beim hochverdienten 4:0. Durch den Erfolg schiebt sich der FCH auf Rang drei vor und wahrt die Chance, im weiteren Saisonverlauf Druck auf die Spitze auszuüben. Für Balingen hingegen bleibt die Lage im Tabellenkeller unverändert angespannt.