Jasmin Kaege (35)
Künstlerin und freie Bühnenbildnerin Theater Überzwerg | Saarbrücken
Wer öfter im Theater Überzwerg zu Gast ist, erkennt ihre Handschrift. Minimalistisch, detailgenau und voller Überraschungen sind ihre Bühnenbilder. „Kabale und Liebe“, „Warrior Queen“ und aktuell „1984“ hat Jasmin Kaege in Szene gesetzt. „Ich mag es, aus einem Text heraus einen Raum zu kreieren, in dem die Geschichte des Stücks zu Hause ist. Von der ersten Idee über das erste Bühnenbildmodell – stets im engen Austausch mit der Regie – zu einem Ergebnis zu kommen, das dann gebaut werden kann: Das fasziniert mich.“ Wenn der Entwurf fertig ist und das Bühnenbild in der Werkstatt gebaut wird, ist sie auch beim Aufstellen und den Proben dabei, um zu sehen, ob im Zusammenspiel mit den Akteuren alles passt. Auch zu den Lichteinstellungen kommt sie dazu, was bis spät in die Nacht dauern kann. „Die Bedingung an mich selbst ist dabei: Das Bühnenbild muss so stabil wie nötig und so leicht wie möglich sein. Denn gerade bei kleineren Bühnen müssen die Bühnenteile von den Akteuren während des Stücks bewegt werden, sind Teil der Darstellung. Wie zum Beispiel bei „1984“, wo Treppenteile ineinander und aneinander vorbei geschoben werden und sich verborgene Türen und Klappen öffnen. Die studierte Künstlerin und freiberufliche Bühnenbildnerin lebt zwar für die Bühne, kann aber immer schlechter von ihrer Passion leben, da die Aufträge weniger werden.