Kunst
Kreativität im Prozess
In Mettlach wird aktuell die Ausstellung „Mehr als Farbe“ gezeigt. Zu sehen sind Werke von neun Künstlerinnen aus der Region, die sich im Atelier der Kreativwerkstatt „kunst & werk“ von Sabine Brosius mit freiem Gestalten auseinandergesetzt haben, mit besonderem Blick auf Farb- und Bildkomposition. Im gemeinsamen Austausch sind Werke entstanden, bei deren Entwicklung der Prozess im Vordergrund stand. Geprägt sind die Bilder vom Einsatz unterschiedlicher Techniken und Materialien wie Tusche, Kreide, Acryl oder Kohle bis hin zur Arbeit mit Schablonen, Spachtelmasse und Collagetechniken.
In der Ausstellung vertreten sind Werke von Rita Bachmann, Johanna Barth, Sabine Brosius, Irina Ebel, Mechthild Herb, Klaudia Maria Landahl, Gabriele Maus, Andrea Wagner und Ulrike Wurzer.
Sabine Brosius, Gründerin der Kreativwerkstatt, studierte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und absolvierte eine Ausbildung an der International Colour Academy sowie am Institut für Farbendynamik in Weikersheim. Ihre Werke wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert und ausgezeichnet. Seit vielen Jahren ist sie auch als Dozentin tätig, aktuell unterrichtet sie an einem Gymnasium.
Die Bilder sind bis Ende Mai im Rathaus in Mettlach zu den normalen Öffnungszeiten zu sehen.
Weitere Informationen: www.mettlach.de/kunstausstellung-kunst-werk oder unter www.kunst-und-werk.eu
Der Klang Irlands
Mehrfach preisgekrönter irischer Folk ist am 13. März um 20 Uhr in Blieskastel zu erleben. Zu Gast ist Cara, eine multinationale Celtic-Folk-Band, die zweimal mit dem Irish Music Award ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Repertoires stehen Eigenkompositionen sowie traditionelle Stücke aus dem keltischen Raum.
Prägend für den Klang der Gruppe sind die Stimmen von Gudrun Walther und Kim Edgar, deren Gesang stilistisch von Balladen bis zu gälischer Mouth Music reicht. Instrumentalstücke mit Fiddle und Uilleann Pipes ergänzen das Programm. Den irischen Dudelsack spielt Simon Pfisterer, der in Limerick studierte. Die Arrangements stammen maßgeblich vom Gitarristen und Produzenten Jürgen Treyz. Cara konzertierte bereits in zahlreichen europäischen Ländern, in Irland und Großbritannien, zudem in den USA und Australien.
Karten für das Konzert in der Bliesgau-Festhalle unter: https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=250492
Kulturverführung vom 6. März 2026
Führung: Carl Ferdinand von Stumm-Halberg ist 1836 in Saarbrücken geboren und 1901 auf Schloss Halberg gestorben. Zum 125. Todestag bietet das Historische Museum Saar im Frühjahr Vorträge und Führungen an, die den preußischen Montanindustriellen und freikonservativen Politiker, der als kontrovers zu betrachtende Persönlichkeit gilt, sowie die saarländische Geschichte beleuchten. Können Sie sich vorstellen, dass Neunkirchen einst das größte Dorf Preußens gewesen ist? Sich in andere Gebietsgrenzen und Leben einzudenken, zu wissen, wie aus dem Kleinstaatenflickenteppich ein großes Deutschland geworden ist, und als Zeitzeugin erlebt zu haben, dass die DDR wieder zur Bundesrepublik dazugehört, das finde ich anregend und aufregend. Ich zwänge mich durch enge Pyramidengänge, aber die Kulturgeschichte vor der Haustür interessiert mich ebenso. Heike Lismann-Gräß führt als zertifizierte Saarlandgästeführerin und Neunkircherin durch das einstmals „größte Dorf Preußens“ und erläutert, wie Arbeit, Herrschaft und Gemeinschaft zu Stumms Zeit verquickt waren. Außerdem berichtet sie über dessen Rolle als Unternehmer, Machtfigur und Gestalter der Stadt. „Leben und arbeiten im größten Dorf Preußens unter Carl-Ferdinand Stumm“, Sonntag, 26. April, 15 Uhr bis 16.30 Uhr, kostenfrei, Treffpunkt: Stummsche Reithalle, Saarbrücker Straße 21, 66538 Neunkirchen.
Swing und Kino: Die saarländische Formation Hot House spielt Swing-Musik. Danach führt Dr. Nils Daniel Peiler, der Leiter des Filmhauses, in „Die Benny Goodman Story“ ein. „Die Benny Goodman Story“, Samstag, 21. März, 19 Uhr, Filmhaus Saarbrücken, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken, filmhaus.saarbruecken.de
Kino: „Ihr jüngster Sohn Peter meldet sich zu ihrem Entsetzen freiwillig als Soldat und fällt bereits zwei Wochen später“, lese ich in der Filmbeschreibung – mir wird kalt. Ich denke an eine ukrainische Mutter. An viele ukrainische Mütter. Die Mutter, von der der Film erzählt, heißt Käthe Kollwitz. Ihren Schmerz verarbeitet sie künstlerisch. Haben Sie einmal die Neue Wache, die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, in Berlin-Mitte, Unter den Linden, besucht? Dort wacht eine vergrößerte Replik der Käthe-Kollwitz-Skulptur „Mutter mit totem Sohn (Pietà)“ aus dem Jahr 1937. Trauer, Hilflosigkeit und Verzweiflung fühlt das Menschenkind beim Anblick. Hinaustreten an die Berliner Luft, den blauen Himmel suchen. Rettung kommt von der Natur. Der Film zeichnet das Leben der Künstlerin vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zu ihrem Tod nach. „Käthe Kollwitz – Bilder eines Lebens“, Freitag, 13. März, 18 Uhr, Kino achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken, www.kinoachteinhalb.de Michaela Auinger