Tas gewinnt Topspiel
In der NOFV-Oberliga Nord setzte sich Spitzenreiter SV Tasmania im Topspiel bei Lichtenberg 47 mit 2:1 durch – die Gastgeber gingen zunächst durch Gruber in Führung, doch Danko und Amamoo drehten das Ergebnis postwendend. „Verfolger“ Eintracht Mahlsdorf (jetzt 13 Punkte zurück) spielte nur 0:0 in Rathenow, während TuS Makkabi dank Treffern von Coleman und Stahl drei Punkte aus Schwerin entführte. Tennis Borussia verpasste dazu ein Erfolgserlebnis im ersten Pflichtspiel unter der Leitung von Trainer Jeffrey Seitz. Zur Pause lagen die Lila-Weißen sogar schon 0:3 in Neustrelitz zurück, konnten die Niederlage durch Jobe und Sey aber zumindest noch etwas erträglicher gestalten. Der SV Sparta profitierte bei SD Croatia von einer Gelb-Roten Karte und gewann in Überzahl letztlich 5:3 – dazu gab Viktoria Berlin im „Kellerduell“ beim Berliner AK ein Lebenszeichen von sich: Durch den 2:1-Erfolg (Tore: Tchadjei, Güleryüz – Uysal) konnte das Schlusslicht den Rückstand zum Drittletzten auf sechs Punkte verkürzen.
Frohnau düpiert Füchse
Dank bis zu zweistelliger Plusgrade in der Hauptstadt am letzten Wochenende konnte auch die Berlin-Liga nach der Absage von zwei Spieltagen ihren Betrieb aufnehmen. Die Wartezeit bekam zwei der drei Topteams dabei nicht gut, denn die Füchse und der SC Charlottenburg verloren jeweils ihren Auftakt 2026. Der Spitzenreiter aus Reinickendorf zog dabei ausgerechnet im „Nordderby“ auf eigenem Platz gegen den Frohnauer SC mit 1:2 den Kürzeren. Der SCC unterlag dem Aufsteiger Blau-Weiß 90, dem die Tore zum 2:0-Erfolg bereits in den ersten sechs Minuten gelangen. So festigte der 1. FC Wilmersdorf seinen zweiten Platz durch einen 4:1-Sieg, der beim Gegner SV Empor gleichzeitig die Sorgen um den Klassenerhalt verstärkte. Schlusslicht SSC Südwest konnte sich dank eines verblüffend deutlichen 5:1-Erfolgs (Tore: Pusic 2, Olsowski, Eigentor, Blume – Kapan) über Türkspor dagegen wieder etwas an das restliche Feld herantasten.
Highlights am Wochenende
Die ersten Spiele bei frühlingshaften Temperaturen dürften den Fußballfans Lust auf mehr gemacht haben – aber auch Berlin-Gäste können von Freitag bis Sonntag wieder die Atmosphäre auf den Plätzen der Hauptstadt erleben. Das Bundesligaspiel 1. FC Union –
Werder Bremen (Sonntag, 17.30 Uhr) ist allerdings ausverkauft, einige Restkarten gibt es nur noch für Mitglieder. Stimmungsvoll geht es aber auch stets im Bezirksderby zwischen dem SV Sparta und Lichtenberg 47 zu – das Duell der beiden Oberligisten steigt ebenfalls am Sonntag um 14 Uhr auf Spartas Sportanlage an der Fischerstraße. Das Charlottenburg-Derby zwischen TuS Makkabi und Tennis Borussia (Sonntag, 12 Uhr – Julius-Hirsch-Sportanlage) ist dagegen eher nachbarschaftlich geprägt. In der Regionalliga Nordost treffen dazu Hertha BSC II und BFC Preussen am Freitag nach zwei Tests in diesem Jahr bereits zum dritten Mal binnen vier Wochen aufeinander – am Samstag gibt es dazu in der Berlin-Liga bei Blau-Weiß 90 – Füchse ein weiteres Traditionsduell (13 Uhr, Rathausstraße) zu erleben.
Regionalliga Nordost
BFC patzt zum Auftakt
Mit vier Wochen Verzögerung aufgrund witterungsbedingter Ausfälle konnten Berlins Regionalligisten vergangenes Wochenende in der Nordost-Staffel endlich loslegen. Rund 2.000 Zuschauer hatte so etwa das Hauptstadtduell zwischen dem BFC Dynamo und Hertha BSC II ins Sportforum gelockt. Zur Freude des weinrot-weißen Anhangs ging der Gastgeber dann zwar durch Reincke in Führung, musste sich den „Bubis“ am Ende aber noch mit 1:3 (Tore: Rölke, Mamuzah Lum, Richter) geschlagen geben. Mit dem 1:0-Sieg beim Tabellendritten Rot-Weiß Erfurt stellte der BFC Preussen dagegen einmal mehr seinen Status als „unangenehmer Außenseiter“ unter Beweis – Frank gelang früh das Tor des Tages für den Aufsteiger. Nach zweimaligem Rückstand konnte außerdem die VSG Altglienicke (siehe auch großer Beitrag in dieser Ausgabe) dank eines Elfmeters von Nietfeld und eines späten Treffers von Neuzugang Tallig einen Punkt aus Zwickau entführen. Der Tabellenletzte FC Hertha 03 verpasste dazu beim 1:1 (Tor: Schulz) gegen ZFC Meuselwitz den erhofften Sieg.
Regionalliga
FCH verliert Verfolgerduell
Der FC 08 Homburg hat im Aufstiegsrennen der Regionalliga Südwest einen Dämpfer kassiert. Beim FC Astoria Walldorf unterlagen die Grün-Weißen mit 0:1 und rutschten in der Tabelle auf Rang sechs ab. Nach dem klaren 6:0-Erfolg von Spitzenreiter SGV Freiberg am Vortag stand der FCH bereits vor Anpfiff unter Druck – ein Punktverlust war eigentlich verboten.
Doch früh gerieten die Gäste ins Hintertreffen. In der siebten Minute traf Walldorfs Maximilian Waack aus der Distanz sehenswert in den Winkel, FCH-Torhüter Michael Gelt war ohne Abwehrchance. Homburg bemühte sich um eine schnelle Antwort, tat sich im letzten Drittel jedoch schwer. Zwar hatte der FCH mehr Ballbesitzphasen, klare Torchancen blieben aber selten. Auf der Gegenseite verhinderte Gelt mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand. Auch nach der Pause spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab. Beide Teams verteidigten diszipliniert, echte Durchbrüche waren kaum zu sehen. Kaan Inanoglu, zuletzt noch mit vier Scorerpunkten gegen Balingen, fand gegen die kompakte Walldorfer Defensive kaum Räume. Am Ende blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0 für die Gastgeber.
Trainer Roland Seitz haderte vor allem mit der Offensivleistung: „Es war heute leider so, dass wir zu wenige Chancen hatten, zu viele Ballverluste und den Gegner immer eingeladen haben. Ich glaube, das war auch der Schlüssel, wieso wir nicht mehr ins Spiel gekommen sind.“ Auch Defensivmann Robert Geller kritisierte die Probleme: „Wir haben ganz viele Bälle im Zentrum verloren und mussten immer hinterherlaufen.“
Sebald künftig auch Torwarttrainer
Alexander Sebald übernimmt bei Energie Cottbus künftig eine Doppelfunktion. Wie „Tag24“ berichtet, wird der 29-Jährige neben seiner Rolle als Ersatzkeeper auch als Torwarttrainer arbeiten. Er folgt damit auf Anton Wittmann, der überraschend freigestellt worden war. Sebald ist seit Sommer 2022 im Verein und absolvierte bislang 33 Pflichtspiele. Seinen letzten Einsatz hatte er im August nach der Verletzung von Stammkeeper Elias Bethke.
Geldstrafe für Hansa
Der F.C. Hansa Rostock ist vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 9.870 Euro verurteilt worden. Grund sind Pyro-Vorfälle beim Auswärtsspiel in Hoffenheim am 8. Februar. Bis zu 3.250 Euro der Strafe kann Hansa für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. In der laufenden Saison summieren sich die Geldstrafen des Clubs damit auf 150.225 Euro – ligaweit ein Spitzenwert.
Bitter verlängert beim MSV
Der MSV Duisburg hat den Vertrag mit Joshua Bitter vorzeitig bis 2029 verlängert. Der Rechtsverteidiger steht – mit Ausnahme eines Intermezzos bei Energie Cottbus – seit 2019 bei den Zebras unter Vertrag und ist inzwischen eine feste Größe im Klub.
Sportchef Chris Schmoldt betonte die besondere Bindung: „Es ist unverkennbar, dass Josh eine besondere Beziehung zum MSV hat.“ Man habe gemeinsam schwierige Phasen durchlebt und sich „sportlich“ durch „sehr harte Zeiten“ gekämpft. Bitter sei „zu einer richtigen Identifikationsfigur“ geworden. „Sein Einsatz, seine Leidenschaft, seine Power und seine Stehauf-Mentalität sind wichtige Werte für unser Spiel, und er ist damit ein Vorbild für andere“, so Schmoldt.
Auch Trainer Dietmar Hirsch lobte den Verteidiger als einen der „he-rausragenden Abwehrspieler der 3. Liga“: „Er ackert, er macht – er lebt den Duisburger Fußball.“ Bitter selbst erklärte: „Ich fühle mich – genau wie meine Familie – sehr wohl in Duisburg. (…) Ich werde auch in Zukunft alles geben, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen!“
Insgesamt absolvierte der 27-Jährige bislang 165 Pflichtspiele für den MSV (neun Tore, 16 Vorlagen). In der laufenden Saison kommt er auf 24 Einsätze und vier Treffer.