Eastside im Halbfinale
Der TTC Berlin Eastside ist vorzeitig Hauptrundensieger der Tischtennis-Bundesliga der Frauen, auch wenn noch Auswärtsspiele in Weinheim am 8. März und Bingen am 12. April ausstehen. Die Berlinerinnen gewannen ihre Heimspiele gegen die Tabellendritten aus Langstadt am 28. Februar und die Vierten aus Kolbermoor einen Tag später jeweils mit 6:3. Damit steht das Team um Mia Griesel, Sabina Surjan und Co. direkt im Halbfinale. Zuerst geht es am 17. April zum noch zu bestimmenden Gegner, am 19. April soll dann in der Paul-Heyse-Straße der Finaleinzug klargemacht werden.
Alba gewinnt den DBBL-Pokal
Zwei tolle Basketballtage in der Berliner Sömmeringhalle und ein Happy End für die Ausrichter. Am 28. Februar und 1. März war die Sporthalle Charlottenburg wieder Schauplatz des Top 4 um den DBBL-Pokal. Alba Berlins Frauenteam dominierte als Underdog lange die Saarlouis Royals, musste dennoch in die Verlängerung, hatte dort aber dann die besseren Nerven: 71:67 für Alba. Im Anschluss musste Meister Rutronik Stars Keltern nach langer Führung zittern, bevor der Sieg über die Blue Dolphins Marburg feststand. Marburg besiegte tags darauf unerwartet Saarlouis um Platz 3. Im Finale zwischen Berlin und Keltern waren offensive Nervosität und defensive Intensität Trumpf. Die Stars trafen ungewohnt schlecht aus Dreierland und von der Freiwurflinie. Alba war bissig und blieb so immer im Spiel. Kurz vor Ende fielen auch mehr Würfe, Keltern vertändelte dafür ein ums andere Mal den Ball – Verlängerung. Wie tags zuvor bewiesen die Berlinerinnen die besseren Nerven. Mit dem 67:62 ist Alba Berlin erstmals DBBL-Pokalsieger, zur Turnier-MVP wurde Berlins Kapitänin Lena Gohlisch gewählt.
Tabellenführung
Die BR Volleys übernahmen erst einmal die Tabellenführung der Volleyball-Bundesliga von der im DVV-Pokalfinale gegen Friedrichshafen erfolgreichen SVG Lüneburg (erster Titel des Vereins). Dazu schlugen sie in Windeseile im Sportforum den VC Olympia Berlin mit 3:0 und profitierten gegenüber Lüneburg von einem mehr ausgetragenen Spiel.
Füchse bleiben auf Kurs
In der Handball-Champions-League haben die Füchse das Viertelfinale bereits sicher erreicht. So schmerzte sie die 31:33-Niederlage bei KS Kielce (Polen) am 26. Februar nicht zu sehr. In der Bundesliga geht es um die CL-Plätze für die nächste Saison. Durch den 35:28-Heimerfolg (neun Tore Tim Freihöfer) gegen die Rhein-Neckar Löwen rückten die Füchse vorerst auf HBL-Rang 2 hinter dem SC Magdeburg vor.
Eishockey
Extrarunde
Die Eisbären sind nicht gut aus der Olympia-Pause gekommen und werden als amtierender DEL-Champion in die Play-ins müssen. Vergangene Woche Mittwoch gingen die Berliner zwar daheim gegen die Straubing Tigers durch Ronning mit 1:0 in Führung, kassierten aber gleich drei Treffer in Folge. Nach einem Anschlusstor von Eder passierte im Schlussdrittel aber nichts mehr. Zwei Tage später, erneut in der Uber Arena, kamen die Eisbären immerhin nach drei Niederlagen wieder zu einem Erfolg. Beim 5:2 gegen die Iserlohn Roosters versprühten sie aber wenig Glanz und ließen die harmlosen Gäste lange im Spiel. Lancaster (2), Noebels, Kirk und Vikingstad trafen für Berlin. Das direkte Duell um den den letzten Play-off-Spot, Platz 6, verloren die Eisbären am 1. März mit 1:3 – trotz Heimvorteil. Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven holten sich den vierten Sieg im vierten Spiel gegen den Meister. Früh in Führung, bauten sie diese bald aus, nur Pföderl traf zwischenzeitlich einmal für die Eisbären.
Firmenlauf in achter Auflage
Der dm Firmenlauf Saarbrücken präsentiert von CosmosDirekt geht am 2. Juni 2026 in seine achte Auflage. Mit zuletzt 11.440 Teilnehmenden zählt das Event zu den größten Breitensportveranstaltungen im Saarland. Oberbürgermeister Uwe Conradt bezeichnete den Lauf als Aushängeschild für Stadt und Wirtschaftsstandort, das Bewegung fördere und den Zusammenhalt in Unternehmen stärke. Die rund fünf Kilometer lange Strecke führt entlang des Saarufers und über den St. Johanner Markt. Neu sind drei Startblöcke im 15-Minuten-Takt ab 18 Uhr, um den Ablauf zu entzerren. Veranstalter ist die n plus sport GmbH. Neben Catering und After-Run-Party mit Siegerehrung und Live-Musik wird die DKMS erstmals Charity-Partner; pro Startplatz geht ein Euro an gemeinnützige Zwecke. Ergänzend gibt es eine neue Handwerkswertung für das schnellste 3er-Mixed-Team. Anmeldeschluss ist der 13. Mai 2026, die Teilnahmegebühr beträgt 24,50 Euro zzgl. MwSt. Anmeldungen sind unter www.firmenlauf-sb.de möglich.
HGS nimmt Revanche
Die HG Saarlouis hat in der 3. Handballliga Süd-West ihr Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen deutlich mit 39:20 (19:9) gewonnen und damit eindrucksvolle Revanche für die Hinspiel-Niederlage genommen. Vor 1.500 Zuschauern in der Stadtgartenhalle übernahmen die Gastgeber früh die Kontrolle. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich Saarlouis über 6:3 und 8:5 ab und führte zur Pause bereits mit zehn Toren. Ein 7:0-Lauf nach dem Seitenwechsel zum 26:9 entschied die Partie frühzeitig. Trainer Jörg Lützelberger nutzte die Breite seines Kaders, ohne dass der Spielfluss litt. Marcel Becker erzielte bei seinem Comeback sein erstes Heimtor des Jahres. Im weiteren Verlauf bauten die Saarländer den Vorsprung kontinuierlich aus. Zwischen der 50. und 56. Minute sorgte ein weiterer 6:0-Lauf für die höchste Führung zum 36:16. Am Ende stand ein 19-Tore-Erfolg, mit dem Saarlouis auch Revanche für die Hinspielniederlage nahm. Auch Torhüter Michel Fiedler setzte mit mehreren Paraden wichtige Akzente im Spielverlauf nachhaltig.
3. Halbzeit: (A)Soziale Medien im Visier
Der 4:3-Podcast der Magenta-Crew ist quasi Pflichtprogramm für alle, die mit der 3. Fußball-Liga zu tun haben. Dort fachsimpeln Kommentatoren über den vergangenen Spieltag und geben ihre Einschätzungen ab. Es regt zum Nachdenken, Mitdiskutieren und manchmal auch zum Widersprechen ein. Die letzte Februarausgabe hatte es dann aber in sich. Zunächst berichtete Christian Straßburger sichtlich erschüttert von Diskussionen auf Internetplattformen. Sein „Vergehen“: Er hatte es sich erdreistet, den Handelfmeter für 1860 München im Spiel gegen Hansa Rostock als Fehlentscheidung einzustufen. Das brachte ihm den Vorwurfe ein, er sei mindestens ein Hansa-Sympathisant, vermutlich sogar bestochen. Dann schlug die Stunde von Thomas Wagner. Wer den Hansdampf in allen Kommentatoren-Gassen kennt, muss den sympathischen Mann aus der Eifel einfach mögen. Er ist eine Frohnatur. Dass Wagner mal so „aufplatzt“ wie kürzlich im Podcast, sollte man daher ernstnehmen. Lautstark wetterte er gegen „Zivilversager“ und „Leute, die im Leben nichts auf die Kette bekommen“. Gemeint sind jene, die sich Fans schimpfen – vor allem asoziale – und in den Sozialen Medien unterwegs sind. Ein Bundesliga-Vorstand hat die Plattform Facebook mal als „Müllhalde des Internets“ bezeichnet, man mag ihm kaum widersprechen. Wagners Zorn bezog sich auch auf die Reaktionen auf den Patzer von Saarbrückens Torwart Phillip Menzel in Ulm. Menzel, notenbester FCS-Akteur in dieser Saison, sah sich unglaublichen Beschimpfungen ausgesetzt, die selbst vor der Familie nicht haltmachten. Man mag nur hoffen, dass der frischgebackene Familienvater nicht online war. Der FCS hatte vor einiger Zeit mal die Kommentarfunktion deaktiviert, weil Beleidigungen und Bedrohungen überhandgenommen haben. Das löst das Problem nicht. Die Internet-Proleten aus der „Halbliter-Klasse“ weichen dann auf andere Seiten aus. Bierbäuchig, nicht selten alkoholisiert und oft kaum in der Lage, einen einfachen Satz fehlerfrei zu schreiben, urteilen sie dort über Leistungssportler. Man weiß nicht, ob es der Hass oder der Alkohol ist, der ihnen den Verstand mehr vernebelt. Aber klar ist: Von verbaler zu tatsächlicher Gewalt ist es nicht weit. Wie man es lösen kann? Wie wäre es mit Stadionverboten für Internet-Rambos?
Dominique Rossi, Sport-Redakteur bei FORUM.