Popkultur
SpongeBob auf Briefmarke
Er ist nicht nur bei Kindern beliebt, auch Erwachsene schauen sich die Abenteuer von SpongeBob an. In einem Teil der Serie betätigt sich Patrick als Postbote. SpongeBob ist sein „Post-Assistent“, was ihn so begeistert, dass er ruft: „Wow, ich wollte schon immer ein Postbote sein. Das ist, als wäre man jeden Tag der Weihnachtsmann – außer sonntags.“ Allerdings läuft die Zustellung etwas unkonventionell ab. „Schwamm drüber“, sagt die Deutsche Post, denn jetzt hat SpongeBob sogar seine eigene Briefmarke. Deren Motiv stammt aus der Postboten-Episode. Entworfen hat sie Jan-Niklas Kröger, Briefmarken-Designer der Post. SpongeBob lebt in der am Meeresgrund gelegenen Stadt Bikini Bottom im Pazifischen Ozean. Mit seinem Haustier, der miauenden Schnecke Gary, wohnt er in einer Ananas. Am liebsten hält er sich in der „Krossen Krabbe“ auf, wo er als passionierter Burgerbrater arbeitet. Mit seinem besten Freund, dem trägen Seestern Patrick Star, erlebt er viele Abenteuer. Ihre gemeinsame Freundin ist das texanische Eichhörnchen Sandy Cheeks, eine temperamentvolle Draufgängerin, die innerhalb einer Glaskuppel wohnt. „Dank der außergewöhnlichen Kombination aus kindgerechtem Humor und cleveren Anspielungen für Erwachsene gilt die Zeichentrickserie als ein echter Klassiker der Popkultur“, begründet die Post das Briefmarkenmotiv. Die Figur von Stephen Hillenburg (1961 bis 2018) erhielt 1999 eine eigene Fernsehserie.
Ostern im Tipi
Klangwerk 306 ist kein gewöhnlicher Popchor. Obwohl alle 47 Sängerinnen und Sänger im Alltag anderen Berufen nachgehen, hat sich dieser Chor in den vergangenen 16 Jahren eine beachtliche Fanbase erspielt. An Ostern, 4. und 5. April, befreit das Ensemble in einer Abend- und einer Familienvorstellung im Tipi am Kanzleramt Popmusik aus dem Schatten des Banalen. So lautet zumindest das Versprechen des Chors unter der Leitung von Lili Sommerfeld. Im Medley „The Emancipation of Britney Spears“ erzählt Klangwerk 306 die Geschichte einer Ausnahmeperformerin, die 13 Jahre lang unter der Vormundschaft ihres Vaters stand. Mit Britneys Liedtexten und Zitaten beleuchten sie patriarchale Strukturen, nehmen auch die Medien in die Verantwortung und feiern die Kraft einer Grassroots-Bewegung (#freeBritney). Moderne Impulse setzen Songs von Billie Eilish und Olivia Rodrigo, für Glamour sorgt Chappell Roan, und Überraschungen bringt die Musik von Muse, Deichkind und Clueso.
Karten: www.tipi-am-kanzleramt.de
Kulturverführung vom 13. März 2026
Theater: Frau Adam, eine geschäftstüchtige Wirtin, betreibt ein Automatenbüfett. Trotz aller Modernität – Speisen, Getränke und Musik kommen per Knopfdruck – bedeutet das: Brötchen schmieren, Bier ausschenken, von morgens bis mitternachts auf den Beinen sein. Ihr Mann Leopold, ein Träumer, ist ihr dabei keine große Hilfe. Statt im Geschäft zu helfen, sitzt er am Angelteich und ersinnt eine theoretisch gute Lösung, wie man die notleidende Bevölkerung mit preiswertem Eiweiß in Form von Zuchtkarpfen versorgen könnte. Eines Tages zieht er beim Angeln eine junge Selbstmörderin aus dem Wasser, nimmt sie mit nach Hause, und die Dinge geraten in Bewegung. Die junge Frau, Eva, hilft als Kellnerin aus und entpuppt sich nicht nur als verkaufssteigernder Magnet im Automatenbüfett, was der Chefin gleichermaßen Grund zur Freude und ein Dorn im Auge ist, sondern hilft auch dem Sozial-Visionär, seine Geschäftsidee den Honoratioren der Stadt nahezubringen, die zunächst ablehnend, dann aber zunehmend interessiert sind. Darum geht es im Stück „Automatenbüfett“ der österreichischen Autorin Anna Gmeyner von 1932. Am 26. März hat es in Berlin Premiere. Deutsches Theater, Schumannstraße 13 a, 10117 Berlin, Karten und Infos: www.deutschestheater.de
Lesung: Kriminalkommissar Alfred König bekommt es im Hungerwinter 1946/47 mit einer Frauenleiche im Schnee zu tun. Die junge Fotografin Lou Faber hat die Tote in den Ruinen gefunden und trägt mit ihren Fotos unfreiwillig zur Ermittlung bei. Während Heiligabend näher rückt, lassen Lou die gefalteten Hände der Toten nicht los. Mit ihrer Intuition hilft sie König und ahnt bald, dass hinter seinem Schweigen ein Geheimnis steckt, das sie verbindet. Der Fund weiterer Leichen setzt die Ermittler unter Zeitdruck und weist in eine neue Richtung, zurück in die finstere Vergangenheit. Darum geht es in Anne Sterns neuem historischen Berlin-Krimi „Die weiße Nacht“. Am 25. März, 19.30 Uhr, liest sie daraus. Bekannt wurde die Germanistin und Historikerin durch ihre Romane über die Berliner Hebamme „Fräulein Gold“. Hotel Morgenland, Finckensteinallee 23–27, 12205 Berlin, Informationen: www.hotel-morgenland.de
Konzert: Der Name sagt es: Das Knirpskonzert wendet sich an Kinder. Eine Musikerin und ein Musiker fĂĽhren dabei kindgerechte 35 Minuten lang durch die Klangwelt der Instrumente, die sie mitgebracht haben: Stimme, Kontrabass, Tuba, Posaune und was sonst noch ĂĽberraschend zum Instrument werden kann. Die Musikstile reichen vom Âbarocken Rezitativ ĂĽber Jazz bis Pop. Wem eventuelle Löcher in den Socken peinlich sind, fĂĽr den gibt es einen Hinweis: Die Schuhe sollten ausgezogen werden, denn das Konzert findet auf dem Boden mit Kissen ohne StĂĽhle statt. Deutsche Oper, BismarckstraĂźe 35, 10627 Berlin, Informationen und Karten: www.deutscheoperberlin.de Martin Rolshausen