Kulturpreis
Nachgeholte Ehrung
Im vergangenen September musste die geplante Verleihung des Saarlouiser Kulturpreises im Theater am Ring abgesagt werden. Grund war die Entschärfung einer Weltkriegsbombe an diesem Tag, was eine Evakuierung des umliegenden Gebiets notwendig machte. Nun wird die Verleihung nachgeholt. Am 19. März wird ab 19 Uhr Preisträgerin Elli Acula geehrt.
Der Saarlouiser Kulturpreis wurde vom Verein „Komm-Kultur“ ins Leben gerufen und wird seit über 30 Jahren vergeben. Ausgezeichnet werden Kunst- und Kulturschaffende, die ihre Wurzeln in Saarlouis haben oder die Kulturszene dort aktiv bereichern. Die international erfolgreiche Techno-DJ Elli Acula stammt aus Saarlouis und hat sich als feste Größe der internationalen Techno-Szene etabliert. Ihre Handschrift sind groovige, energiegeladene DJ-Sets sowie Produktionen zwischen Techno, Rave und Electro. Die Liste vergangener Events und Auftrittsorte ist lang, sie reicht von Berghain, Printworks und Fabric bis zu Festivals wie Awakenings oder Glastonbury und Touren rund um den Globus. Als Mitgründerin und Creative Director von Spandau20 prägt sie den Label-Sound maßgeblich. Mit „To The Peak“ (mit FJAAK & Steffi) feierte sie ihren Durchbruch und erreicht mit Releases, Remixen und Streams weltweit ein großes Publikum.
Bekanntes Volksmärchen
Die Magie des französischen Volksmärchens fasziniert seit Jahrhunderten. Nun kommt „Die Schöne und das Biest –
das Musical“ in der Version des Theater Liberi in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen auf die Bühne. Am Sonntag, 22. März, erwacht die märchenhafte Welt um 15 Uhr zum Leben.
Theater Liberi ist spezialisiert auf moderne Familienunterhaltung, die Produktionen bringt es direkt in lokale Veranstaltungshäuser. „Wir wollen, dass jede Familie die Möglichkeit hat, ein hochwertiges Musical in ihrer Region zu erleben“, so der künstlerlische Leiter Lars Arend. „Die Schöne und das Biest“ ist eine Produktion, bei der vom Drehbuch über die Musik bis zu handgefertigten Kostümen und dem wandelbaren Bühnenbild alles selbst erarbeitet wurde. Die Musik bedient sich verschiedener Genres: Pop trifft Rock, Schlager trifft Chanson und Jazz trifft Folklore. Das Stück dauert zwei Stunden und ist geeignet für Zuschauende ab vier Jahren.
Tickets: www.theater-liberi.de und bei ausgewählten Vorverkaufsstellen
Kulturverführung vom 13. März 2026
Tanz im Kino: Isadora Duncan war eine amerikanische Tänzerin und Choreografin und gilt als Pionierin des modernen Tanzes. Das weiß ich, aber mehr auch nicht. Dank der Kolumne Kulturverführung lerne ich dazu. Das Tanzfestival Saar wird von dem Kinofilm „Isadoras Kinder“ flankiert. Duncans Kinder Deirdre und Patrick ertranken beide 1913. Im Solo „Mutter“ versucht Isadora Duncan das traumatische Erlebnis zu bewältigen. „Ein Jahrhundert später konfrontieren sich sehr unterschiedliche Tänzerinnen mit dem künstlerischen Erbe einer persönlichen Tragik.“ Davon handelt der Film, in den Dr. Klaus Kieser, Manager, Dramaturg und stellvertretender Direktor des Saarländischen Staatsballetts, einführt. Wie erfolgt die Vermittlung und Weitergabe der Tanzschritte? Das wird man in dem Film auch nachvollziehen können. Isadora Duncans Leben war wahrlich aufregend und ungewöhnlich, stelle ich fest, und gebe Ihnen noch den Buchtipp mit: „I’ve only danced my life – Die Autobiografie der Isadora Duncan“, ISBN: 978-3-86964-098-3, 19,90 Euro. Am 14. September 1927 verhedderte sich Isadoras Seidenschal während einer Fahrt im offenen Automobil in den Radspeichen. Sie bricht sich das Genick. „Isadoras Kinder“, Frankreich/Korea 2019, R: Damien Manivel, FSK 0, 84 Minuten, OmU, Montag, 16. März, 20 Uhr, Kino achteinhalb, Nauwieserstr. 19, 66111 Saarbrücken, Infos unter www.kinoachteinhalb.de
Kunstführung: Sigrún Ólafsdóttir erhielt im Jahr 2022 den Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert. Die wissenschaftliche Leiterin der Albert Weisgerber Stiftung, Andrea Fischer, führt durch die Ausstellung „Sigrún Ólafsdóttir – Gegenwärtige Bewegung“ in der Modernen Galerie. Sind Sie in Saarbrücken zuhause, kennen Sie ein Werk von Sigrún Ólafsdóttir: „Duo 2017 – Aluminium, Gummi“ steht an der Berliner Promenade bei Bar Celona und lädt sommers draußen beim Kaffeetrinken zum Philosophieren ein – oder zur Beobachtung, wie Kinder versuchen, das Objekt als Turngerät nutzbar zu machen. Sigrún Ólafsdóttir – Gegenwärtige Bewegung, Kuratorinnenführung, Dienstag, 17. März, 16 Uhr, Führungsgebühr: drei Euro, Eintritt frei ab 15 Uhr, Saarlandmuseum – Moderne Galerie, www.modernegalerie.org
Lesung: Katerina Poladjans Roman „Goldstrand“ ist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 nominiert. Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März 2026 statt. Die Autorin kommt am 23. April nach Saarbrücken zur Lesung. Reimen Sie bitte zusammen: Haben wir bald die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2026 zu Gast? „Goldstrand – Katerina Poladjan“, Donnerstag, 23. April, 19 Uhr, Eintritt: acht Euro/fünf Euro, Vormerkung erbeten bei der Stiftung Demokratie Saarland, Europaallee 18, 66113 Saarbrücken, www.bsj-sb.de Michaela Auinger