Istaf Indoor
Das Leichtathletik-Hallen-Meeting Istaf Indoor hatte am 6. März Top-Leistungen zu bieten. Vor 12.000 Zuschauern in der Uber Arena erzielte Jessica Schilder (Niederlande) mit 20,69 Metern eine neue Weltjahresbestleistung im Kugelstoßen. Die deutsche Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye wurde Dritte. Über 60 Meter Hürden der Männer stellte der Pole Jakub Szymanski mit 7,37 Sekunden einen Meeting-Rekord auf, über 60 Meter flach tat es ihm Jeremiah Azu (Großbritannien) mit 6,47 Sekunden gleich. Weitspringerin Malaika Mihambo hatte gegenüber der mit 6,57 Metern weitengleichen Paulina Hondema (Niederlande) den schlechteren zweibesten Versuch und wurde Zweite. Vom 20. bis 22. März findet die Hallen-WM in Torun (Polen) statt.
Führungsrolle
Auch wenn sie schon als Hauptrundenerste feststanden, wollten die Tischtennisspielerinnen des TTC Berlin Eastside beim amtierenden Meister TTC Weinheim noch einmal ihre Dominanz beweisen. Daher traten sie am Frauentag in der Besetzung Shan Xiaona, Natalia Bajor, Mia Griesel und Sabina Šurjan an. Beim 6:3 gingen beide Doppel an die Berlinerinnen, in den Einzeln punkteten Shan (2) sowie Griesel und Šurjan (je 1).
Im Stile einer Spitzenmannschaft
In Spiel 1 nach dem verlorenen Pokalfinale spielte sich Alba Berlins Männerteam richtig den Frust von der Seele. Der BBL-Tabellenzweite musste am 6. März beim Vorletzten Academics Heidelberg antreten. Ab Mitte des 2. Viertels war es ein ungleiches Spiel. Beim 87:54-Kantersieg von Alba war Moses Wood mit 25 Punkten bester Berliner Werfer. Schon zwei Tage später der nächste Auftritt. Ein Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle. Deutlich genervte Berliner trafen lange Zeit auch einfachste Würfe nicht und lagen sogar zweistellig in Rückstand. Nach der Halbzeitpause ging Alba wieder in Führung, doch absetzen konnte sich in der ob vieler Fouls und Videobeweise mit 2,5 Stunden überlangen Partie niemand. Erst 5 Sekunden vor Spielende stellte der nervenstarke Jonas Mattisseck mit zwei Freiwürfen den 71:68-Sieg für ALBA sicher. Berliner Topscorer war erneut Moses Wood (17).
Glänzend in die Länderspielpause
In einem wahren Spitzenspiel haben sich die Füchse Berlin vorzeitig den Sieg in der Champions-League-Gruppe A gesichert. Am 4. März bezwangen sie Gastgeber Aalborg Håndbold mit einem nach der Pause dominanten Auftritt und zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung 35:31. Mathias Gidsel steuerte dazu acht Treffer bei, Torwart Dejan Milosavljev war in Topform.
Volleyball
Ernüchterung
Im Viertelfinale des CEV-Pokals trafen die BR Volleys erneut auf ein italienisches Topteam. Gas Sales Bluenergy Piacenza schlugen am 4. März den Deutschen Meister in der Max-Schmeling-Halle in den Einzelsätzen sogar noch deutlicher als zuvor Perugia. Die Berliner waren beim 0: 3 zu jedem Zeitpunkt vollkommen chancenlos. Auch nicht hilfreich war, dass ein Magen-Darm-Virus im Team grassierte. Im Bundesligaspiel auswärts beim TSV Haching München drei Tage später mühten sich die Volleys, nahmen aber mit 3:0 alle Punkte mit. Im 3. Satz verloren sie allerdings Außenangreifer Moritz Reichert. Er knickte bei der Landung nach einem Block um. Die Netzhoppers Königs Wusterhausen bezwangen den VC Olympia erwartungsgemäß 3:0, verloren allerdings daheim nach Führung noch 1:3 gegen den TSV Herrsching und rangieren an Position 6. Am 14. März treffen in der Max-Schmeling-Halle in einem Doppelspieltag zum Hauptrundenabschluss die BR Volleys auf die Netzhoppers, gefolgt von BRV-Kooperationspartner BBSC, die in der 2. Liga Pro der Frauen Eintracht Spontent empfangen.
3. Halbzeit: Es geht um die Zukunft
In der vergangenen Woche hat sich Boris Röder, Leiter Unternehmenskommunikation der Firma Ursapharm, lautstark zu Wort gemeldet. Seiner Ansicht nach wird im Saarland zu wenig für den Spitzensport getan. Sein Arbeitgeber gehört zu den großen Sportförderern des Landes, unterstützt Athleten, Projekte und Vereine. Und gerade Letztere haben im Saarland einen schweren Stand.
Die SV Elversberg, mittlerweile ein ernst zu nehmender Aufstiegskandidat in der 2. Liga, spielt in einem Stadion, das der Hauptsponsor und Investor derzeit in Eigenregie umbaut. Der 1. FC Saarbrücken, größter Verein des Landes, hätte sich eine solche Lösung vor Jahren ebenfalls gewünscht. Doch Stadt- und Landespolitik fühlten sich berufen, selbst als Bauherr aufzutreten. Das Ergebnis ist bekannt: ein jahrelanges Desaster.
Und nun kommt die HG Saarlouis ins Spiel, die unter anderem von zwei großen saarländischen Werbepartnern unterstützt wird. Heiner Brand, langjähriger Bundestrainer, äußerte sich bereits vor gut zwei Jahren in einem FORUM-Interview skeptisch über die Perspektiven: „Die Zeiten des Profihandballs in Schulsporthallen sind vorbei.“ Nun könnte die HGS nach neun Jahren wieder in die 2. Liga zurückkehren. Doch die Saarlouiser Stadtgartenhalle taugt für Profihandball nur bedingt.
In der Landeshauptstadt sieht es nicht besser aus. Mit „altehrwürdig“ ist der Charme der Saarlandhalle noch wohlwollend beschrieben. Beim traditionellen Hallenmasters der Amateurkicker könnte der Verband mühelos ein Vielfaches der verfügbaren Karten verkaufen. Die Kapazitäten in Saarlouis und Saarbrücken sind in den vergangenen Jahren sogar gesunken – obwohl die Hallen selbst nicht kleiner geworden sind. Doch bei Brandschutz und Sicherheitsauflagen schlägt der Amtsschimmel besonders gern aus.
Die Politik hingegen schweigt seit Jahren. Zeigt gern auf die schmucke Sportschule im Saarbrücker Stadtwald. Doch die Zahl der Spitzenathleten am Olympiastützpunkt, auch darauf weist Röder hin, ist rückläufig.
Es wird Zeit, die Debatte offen zu führen: Wie soll die Sportinfrastruktur des Landes in fünf, zehn oder 20 Jahren aussehen? Eine große Multifunktionshalle wäre mehr als ein Prestigeprojekt. Sie wäre eine Investition in die Zukunft des saarländischen Sports.
Dominique Rossi, Sport-Redakteur bei FORUM
Souveräner Auswärtssieg
Der Tabellenführer HG Saarlouis hat in der 3. Liga Süd-West einen souveränen Auswärtssieg gefeiert. Beim TV Kirchzell setzte sich das Team von Trainer Jörg Lützelberger vor 390 Zuschauern in der Miltenberger Dreifachsporthalle mit 38:28 (19:12) durch. Bereits in der Anfangsphase stellte Saarlouis die Weichen auf Sieg. Nach zehn Minuten lagen die Gäste mit 8:1 in Führung und bestimmten das Spielgeschehen klar. Die Gastgeber fanden erst im Verlauf der ersten Halbzeit besser in die Partie, konnten den Rückstand zwischenzeitlich verkürzen, ohne den Spitzenreiter ernsthaft unter Druck zu setzen. Mit einer komfortablen 19:12-Führung ging Saarlouis in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Saarländer die Begegnung weitgehend. Die treffsichersten Werfer bei Saarlouis waren Yves Kunkel und Zeb Bjerneld mit jeweils sieben Toren. Torhüter Finn Zecher überzeugte zudem mit 15 Paraden. Den ersten Zehn-Tore-Vorsprung stellte Sven Eberlein kurz vor Schluss her.
Doppelsieg
Die beiden Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli haben in Australien zum Auftakt in die Formel-1-Saison einen Doppelsieg gefeiert. Der neue Elektroschub sorgte für ein spektakuläres Rennen. Russell kam als Erster vor Antonelli ins Ziel. Die beiden distanzierten die Konkurrenz damit deutlich und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Schon beim Qualifying hatten die beiden eine regelrechte Machtdemonstration geliefert und souverän die beiden vorderen Startplätze geholt. Geprägt war das Rennen auch von zahlreichen Überholmanövern, die der neue Elektroschub im Hybridmotor ermöglichte. „Das fühlt sich unglaublich an“, sagte Russell. Gerade am Anfang sei es „ein harter Kampf“ gewesen, die neuen Regeln hätten es „fast unmöglich“ gemacht, die Führung zu behaupten: „Es war schwierig, aber der Doppelsieg ist toll.“