Wieder in der Spur
In der Woche zuvor konnten die zwei Topteams der NOFV-Oberliga Nord nicht gewinnen – doch am 21. Spieltag gab es für beide wieder Dreier zu feiern. Tabellenführer SV Tasmania (46 Punkte) ließ es beim Berliner AK richtig krachen: Cruz Magalhaes (3), Grigoriadis (2), Danko und Yayla sorgten für einen 7:0-Erfolg. Lichtenberg 47 (41 P., ein Spiel weniger) wahrte den Rückstand zu Rang 1 durch ein 3:1 gegen den SV Siedenbollentin – Millgramm war mit einem Hattrick vor der Pause der Mann des Tages. Dank eines 3:1-Siegs (Tore: Mätzke, Stettin, Köster – Meki) kehrte Eintracht Mahlsdorf (36 P.) auf Platz 3 zurück. Im Kellerduell sicherte sich dazu Tennis Borussia mit einem 2:1-Erfolg gegen Viktoria wichtige Zähler. Doppeltorschütze Gencel kam erst im Winter von den Himmelblauen, für die Tchadjei zwischenzeitlich ausgleichen konnte. Nichts zu holen in der Fremde gab es außerdem für den SV Sparta (1:2 in Klosterfelde – Tor: Nikol) und den TuS Makkabi, der in Neustrelitz eine 0:4-Pleite hinnehmen musste.
Füchse siegen spät
Nach der Niederlage zum Jahresauftakt 2026 haben die Füchse den zweiten Dreier in Folge gefeiert – der Tabellenführer (aktuell 42 Punkte) bewies Geduld gegen die abstiegsbedrohte Fortuna aus Biesdorf und erzielte beim 1:0 das Tor des Tages durch Abdel-Hamid erst in der Nachspielzeit. Der 1. FC Wilmersdorf musste den zweiten Platz nach einem turbulenten 3:4 (Tore: Flores Kaya 3 – Ngah 2, Ekandille, Ugbogbo) im Bezirksderby gegen den Berliner SC an den SC Charlottenburg (35 P., ein Spiel weniger) abgeben, der sich mit einem glatten 4:0 (Tore: Eigentor, Selman, Kücük, Droszczak) über VSG Altglienicke II im Rennen hielt. Bei der Reserve hatte man sich erst im Winter von Trainer und Ex-Profi Björn Brunnemann (unter anderem Union, St. Pauli) getrennt. Wichtige Punkte für den Klassenerhalt konnte der SV Empor mit dem zweiten Dreier in Folge (4:0 gegen Frohnau – Tore: Zander, Albrecht, Grahl-Störig, Hätscher) sammeln – Schlusslicht SSC Südwest blieb auch nach dem 1:1 (Tore: Cernescu – Günther) in Rudow im dritten Spiel des Jahres ungeschlagen.
Union mit Punkt in Leipzig
Am 20. Spieltag der Frauen-Bundesliga konnte der 1. FC Union seinen neunten Tabellenplatz bei RB Leipzig verteidigen – die Köpenickerinnen erkämpften ein 2:2-Unentschieden. Dem Neuling gelang dabei sogar ein Blitzstart, als Sophie Weidauer bereits in der 2. Minute zum 0:1 traf. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gerieten die Gäste dann aber in Rückstand – doch nach der Pause gelang Samantha Steuerwald schon bald das Tor zum späteren Endstand. Am kommenden Montag empfangen die Unionerinnen dann den Tabellenfünften Werder Bremen, Anstoß im Stadion an der Alten Försterei ist um 18 Uhr. In der 2. Liga festigten Viktorias Frauen durch einen 2:0-Erfolg über Aufstiegsaspirant SV Meppen den fünften Platz – dem Neuling gelangen die entscheidenden Treffer nach dem Wechsel durch Senanur Yavuz und Kim Urbanek. Am Sonntag wollen die Berlinerinnen dann auch beim Tabellenzweiten SC Sand etwas Zählbares mitnehmen.
Regionalliga
BFC im Aufwärtstrend
Nach zwei Siegen in Folge musste der BFC Dynamo vergangene Woche bei der unglücklichen Niederlage im Nachholspiel gegen Magdeburg II (1:2) zunächst einen Rückschlag verzeichnen. Doch nur drei Tage später gelang den Weinrot-Weißen im wichtigen Spiel gegen Chemie Leipzig ein 2:0-Erfolg (Tore: Fritzsche, Mattmüller) – somit hat der BFC in der Regionalliga Nordost nun neun Punkte Vorsprung auf den Drittletzten aus der Messestadt. Wieder nicht gewinnen konnte dagegen Schlusslicht FC Hertha 03 (siehe auch großer Beitrag in dieser Ausgabe) – beim 0:1 in Zwickau gingen die Zehlendorfer sogar ganz leer aus, dennoch bleibt die Lage im Tabellenkeller immerhin fast unverändert. Eingetrübt hat sich der Trend des BFC Preussen: Das 1:3 (Tor: Frank) zu Hause gegen den Halleschen FC war bereits die dritte Niederlage hintereinander für den bislang starken Neuling. Auch die VSG Altglienicke tritt nach dem fünften Spiel 2026 ohne Sieg (1:1 gegen Babelsberg – Tor: Sylla) auf der Stelle, Hertha BSC II war bei Spitzenreiter Lok Leipzig (0:4) chancenlos.
Tashchy verlässt Aue
Die Zusammenarbeit zwischen Boris Tashchy und dem FC Erzgebirge Aue ist beendet. Der 32-jährige Mittelfeldspieler bestätigte am Samstagabend über soziale Medien, dass sich beide Seiten auf eine Trennung geeinigt haben.
Tashchy war bereits im Winter vom Verein freigestellt worden, um sich nach einer neuen Herausforderung umzusehen. In seinem Abschiedspost bedankte sich der Ukrainer für die gemeinsame Zeit beim sächsischen Drittligisten und sprach von einer „aufrichtigen Anerkennung“ für die vergangenen dreieinhalb Jahre.
Seit seinem Wechsel nach Aue absolvierte Tashchy insgesamt 129 Pflichtspiele für die Veilchen. Dabei erzielte er zwölf Tore und bereitete weitere 16 Treffer vor. In der aktuellen Saison kam der Offensivspieler allerdings nur noch selten zum Einsatz. Wegen anhaltender Knieprobleme stand er in zwölf Partien lediglich 459 Minuten auf dem Platz. Sein letzter Einsatz datiert von Ende Januar im Spiel gegen Ulm.
Neue Rolle bei 1860
Der TSV 1860 München hat eine wichtige Position im Übergangsbereich zwischen Nachwuchs und Profibereich neu besetzt. Der frühere Löwen-Kapitän Stefan Lex übernimmt künftig die Rolle als Koordinator für Perspektivspieler. Der 36-Jährige kehrt damit nach seiner Elternzeit wieder in eine zentrale Funktion beim Verein zurück. Lex soll vor allem junge Talente auf dem Weg aus dem Nachwuchsleistungszentrum in den Profifußball begleiten und eng mit den Trainern der Jugendteams sowie der ersten Mannschaft zusammenarbeiten. Zudem wird er die sportliche Leitung bei der Kaderplanung unterstützen. Lex kennt den Verein bestens. Zwischen 2018 und 2023 absolvierte der Offensivspieler 184 Pflichtspiele für 1860 München und war an insgesamt 90 Treffern direkt beteiligt.
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Klub erhalten und arbeitete zunächst in der Talentförderung, später auch als Co-Trainer und Teammanager.
Geschäftsführer Manfred Paula sieht in Lex eine optimale Lösung für die neue Aufgabe. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner engen Verbindung zum Club könne er jungen Spielern besonders gut beim Übergang in den Profibereich helfen.
Regionalliga
Mendler-Doppelpack bei FCH-Sieg
Der FC 08 Homburg hat im Verfolgerduell der Regionalliga Südwest ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim TSV Steinbach Haiger gewann die Mannschaft aus dem Saarland mit 4:1 und bleibt damit im Rennen um die oberen Tabellenplätze. Vor allem Markus Mendler prägte die Partie mit zwei Treffern.
Beide Teams hatten in den vergangenen Wochen wechselhafte Ergebnisse erlebt, entsprechend vorsichtig begann die Begegnung. Homburg erwischte jedoch den besseren Start und ging nach einer Viertelstunde in Führung. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite kam Frederik Schumann mit etwas Glück an den Ball und traf aus rund 16 Metern – der abgefälschte Schuss landete zum 1:0 im Netz.
Die Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später unterlief FCH-Torhüter David Gelt ein schwerer Fehler, den Dimitrij Pronichev eiskalt ausnutzte und zum 1:1 ins leere Tor einschob. Kurz darauf bot sich Steinbach sogar die Chance auf die Führung, doch insgesamt blieb Homburg die gefährlichere Mannschaft. Immer wieder sorgten Offensivaktionen – unter anderem durch Armend Qenaj – für Gefahr, ohne dass bis zur Pause ein weiterer Treffer fiel. Nach dem Seitenwechsel übernahm Homburg endgültig die Kontrolle. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn brachte Markus Mendler seine Mannschaft erneut in Front. Nach einem Ballgewinn in der Offensive legte David Inanoglu quer, Mendler musste den Ball nur noch zum 2:1 einschieben. Gut eine Stunde war gespielt, als Inanoglu selbst nach einem Pass in die Tiefe trocken auf 3:1 erhöhte. Damit war die Partie praktisch entschieden. Steinbach versuchte zwar noch einmal, Druck aufzubauen, doch die Gäste verteidigten konzentriert. Den Schlusspunkt setzte erneut Mendler: Nach einer kurz ausgeführten Ecke zog er nach innen und traf mit einem präzisen Schlenzer ins lange Eck zum 4:1. Am Ende stand ein hochverdienter Auswärtssieg für Homburg, das damit in der Tabelle auf Rang vier klettert und nur noch einen Punkt hinter dem FSV Frankfurt liegt.